Lachende Philipshalle: Kölner Karneval kommt an - Blick hinter die Bühne

Toll kostümiert kamen die Besucher zur Lachenden Philipshalle.                                                      Bilder: rei
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Es ist kurz nach 21 Uhr. Und wie heißt es so schön: der Saal kocht. Rund 5000 Besucher sind an diesem Abend in die Lachende Philipshalle gekommen. Sie feiern. Von der ersten Minute an. Sie stehen, schunkeln und singen mit. Wer ein Päuschen braucht, setzt sich hin, nimmt eine von den mitgebrachten Frikadellen und Gürkchen, Käsewürfeln und Chips und Getränken unterschiedlicher Couleur zu sich.
Nur wenige Meter geht es – wenn auch nur für Außenstehende – ruhiger zu. Direkt neben der Bühne, versteckt hinter einem schwarzen Sichtschutz steht Eberhard Bauer-Hofner. Er, dessen Agentur seit 1972 die Lachende Philipshalle ausrichtet, schaut auf die Uhr. „Ich stoppe die Zeit“, sagt er. Der Zeitplan ist straff, die Auftritte der Größen des rheinischen Karnevals sind minutiös ge-plant. Er schaut auf die Uhr, schaut auf den Plan und vertauscht – wie es scheint eben so – zwei Auftritte. Er wirkt ruhig, entspannt. Er lächelt. Gerade gehen „De Klüngelköpp“ auf die Bühne. Applaus brandet auf. Bauer-Hofner schaut schon wieder auf den Ablaufplan. Es läuft. Die Stimmung ist gut. Vor und eben auch hinter der Bühne.
„Die Künstler, die hier auftreten, riegeln sich nicht in irgendwelchen Räumen ab. Sie plaudern, auch untereinander“, sagt Bauer-Hofner. Wenn dann Zeit bleibt. Denn die Session ist im vollen Gange. Viele der Künstler fahren mit ihrem Bus bis hinter die Mitsubishi Electric Halle, dann gehen sie erst durch einen hell beleuchteten Gang, dann durch einen dunklen, der direkt hinter der Bühne liegt. Dort, wo Bauer-Hofner mit seiner Uhr steht, warten sie dann so lange – und das meistens kurz – bis sie auf die Bühne kommen.
Denn nicht nur der Zeitplan der Lachenden Philipshalle ist straff, auch der der Künstler lässt wenig Spielraum zu. Die Wenigen der rund 350 Auftretenden, die Zeit haben, treffen sich in einem Raum. Dort gibt es Essen und Getränke.
Die „Klüngelköpp“ gehen von der Bühne. Die Bläck Fööss machen sich bereit. Gerade erst hat Sänger Erry Stoklosa mit Bauer-Hofner den Plan besprochen, jetzt steht er vor den 5000 Besuchern. Und die feiern.
Sie feiern die Lachende Philipshalle, sie feiern die Bläck Fööss, die Höhner, de Räuber und noch viele mehr, die im Kölner Karneval einen Namen haben. „Tolerant“ nennt der Präsident des auf der Bühne sitzenden Elferrates der Kölner Karnevalsgesellschaft „Altstädter 1922 e.V.“ die Düsseldorfer. Ja, das sind sie. Wie am Anfang dürfen sie aber auch am Ende ganz Düsseldorfer sein, als die Swinging Funfares mit „An Tagen wie diesen“ den Abend beschließen. Helau!

Toll kostümiert kamen die Besucher zur Lachenden Philipshalle.                                                      Bilder: rei
Autor:

Christina Görtz aus Düsseldorf

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