Seit 45 Jahren an der längsten Theke der Welt

Peter Klinkhammer (Foto) führt die Traditionskneipe „Dä Spiegel“ seit 1996. Gegründet wurde sie bereits 1969. Foto: Siegel
  • Peter Klinkhammer (Foto) führt die Traditionskneipe „Dä Spiegel“ seit 1996. Gegründet wurde sie bereits 1969. Foto: Siegel
  • hochgeladen von Sascha Ruczinski

Erinnern Sie sich noch daran, wie Neil Armstrong als erster Mensch auf dem Mond landete? Wie Richard Nixon zum Präsidenten der USA gewählt wurde? Der Vietnamkrieg zu weltweiten Protesten führte? Die Kultfilme „Easy Rider“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ die Leinwände eroberten? Oder Jimi Hendrix vor 250.000 Hippies das Woodstock Festval beendete?

Zwischen uns und all diesen Ereignissen liegen 45 Jahre – kaum zu glauben. Doch das Jahr 1969 wartete nicht nur mit weltumspannenden Dingen auf. Auch vor der eigenen Haustür tat sich was.

Am 27. Januar 1969 öffnete „an der längsten Theke der Welt“ eine neue Kneipe zum ersten Mal ihre Pforten. Marianne Kurz, die zuvor in der „Auberge“ in der Bolker Straße als Barfrau gearbeitet hatte, machte sich selbstständig. Direkt gegenüber ihrer alten Wirkungsstätte war „Dä Spiegel“ geboren.

Seit 1996 führt Peter Klinkhammer das Traditionslokal, das am vergangenen Montag mit der Gruppe „Memory Man“ als musikalischer Gast seinen Geburtstag feierte. Klinkhammer wird die Geschicke vom „Dä Spiegel“ auch noch viele Jahre leiten. „Ich habe den Vertrag vor kurzem bis 2021 verlängert“, sagt er. Im ersten Obergeschoss, in der „Bel Etage“, gibt es weiterhin regelmäßig Live-Musik. Unten lebt die Kneipe von ihrer urigen Atmosphäre, der massiven Holztheke. Hinten gibt es eine Tanzfläche, die zu Musik querbeet von Oldies über Charts bis Techno aktiv genutzt werden kann. „Dass ein Betrieb“, so Klinkhammer, „45 Jahre mit demselben Konzept arbeitet, ist schon eine Leistung.“

Die Geschichte der Kneipe ist reich an Annekdoten. Als Marianne Kurz 1990 schwer erkrannkte, musste sie das Lokal abgeben. Ihr Anwallt Dr. Nellen führte die Kneipe sechs Jahre lang, ließ sich kurz, bevor er den Zapfhahn an Peter Klinkhammer weitergab, die Namenrechte schützen – offenbar widerrechtlich, denn nachdem Dr. Nellen die Verwendung des Namens „Dä Spiegel“ untersagen ließ, kam es zu einem Rechtsstreit, aus dem Peter Klinkhammer als Sieger hervorging.

Der bewies währenddessen Humor und benannte die Kneipe bis zur Wiedererlangung der Namensrechte in „Zur einstweiligen Verfügung“ um.

Autor:

Sascha Ruczinski aus Schwelm

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