Spinnenfund: Polizei zieht Reptilienfachmann der Feuerwehr zu Rate

Sieht fies aus, ist aber für Menschen ungefährlich: die gefundene Webspinne.
  • Sieht fies aus, ist aber für Menschen ungefährlich: die gefundene Webspinne.
  • Foto: Polizei
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Am Dienstagmorgen, 14. August, erhielt die Feuerwehr Düsseldorf die Meldung über einen Spinnenfund. Der Anfangsverdacht, dass es sich um eine Giftspinne handelte, konnte durch die Reptilienfachgruppe der Feuerwehr Düsseldorf nicht bestätigt werden. Es handelte sich um eine für den Menschen ungefährliche Webspinne.

Auf den Weg in ihren Keller entdeckte eine junge Mutter am Dienstagmorgen mehrere circa ein Zentimeter große schwarze Spinnen. Da sie sich sorgte, es könnte sich um die gefährliche Spinnenart "Schwarze Witwe" handeln, alarmierte sie die Feuerwehr über die Notrufnummer 112. Sofort erkannte der erfahrene Leitstellendisponent, dass zur weiteren schnellen Hilfe die Fachkenntnisse des Reptilienbeauftragten der Feuerwehr Düsseldorf notwendig war.

Fachmann der Feuerwehr

Wenige Augenblicke später konnte der Fachmann der Feuerwehr nach einem Telefonat mit der Anruferin erste Hinweise zum Tier liefern. Anhand von Bildern und Videos, die durch die Mutter per Handy übersendet wurden, war eine genaue Bestimmung der Spinnenart möglich. Dank der guten Vernetzung der Reptilienfachgruppe und jahrelanger enger Zusammenarbeit mit anderen Experten aus ganz Deutschland, konnte die Einschätzung des Reptilienbeauftragten durch einen Experte vom Naturkundemuseum aus Karlsruhe bereits zehn Minuten später bestätigt werden.

Heimisches Tier

Abschließend informierte der Fachmann der Feuerwehr die Anruferin über die genaue Spinnenart. Da es sich um ein heimisches Tier handelte, war der Einsatz der Feuerwehr vor Ort nicht notwendig. Die bei uns häufig in Kellern anzutreffende Steatoda grossa - Webspinne - kann ohne Bedenken im Freien ausgesetzt werden. Nach rund 30 Minuten war die telefonische Beratung durch die Feuerwehr für die junge Mutter beendet und sie konnte danach beruhigt die Spinnen aus dem Keller in die freie Natur verbringen.

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