Trostspender gesucht

Trost spenden, ein offenes Ohr haben, so umschreibt die Diakonie die wichtigsten Fähigkeiten und Aufgaben der ehrenamtlichen Helfer im Hospizdienst.                                             Foto: Diakonie
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Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, ist die anspruchsvolle Aufgabe von ehrenamtlichen, ambulanten Hospizdiensten. Wer sich hier engagiert, besucht in der Regel kranke oder sehr alte Menschen in deren Wohnung, schenkt ihnen Aufmerksamkeit und Zuspruch und stärkt Angehörige.

Wer seine letzte Lebenszeit nicht im eigenen Zuhause, sondern in einem Pflegeheim verbringt, ist bisher nicht im Blick der ambulanten Hospizdienste. Das möchte die Diakonie Düsseldorf ändern. Mithilfe einer Spende der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West baut sie einen neuen, ehrenamtlichen Hospizdienst auf, der sich für Menschen in Pflegeheimen engagiert.
„Für dieses Ehrenamt suchen wir Menschen, die bereit sind, sich auf eine manchmal schwierige, aber auch sehr erfüllende Aufgabe einzulassen“, sagt Lydia Rauch, die den Hospizdienst vom Sitz der Diakonie in Flingern aus koordiniert.
Der Sozialverband bereitet Ehrenamtliche auf ihren Einsatz vor. Die ausgebildeten Hospizbegleiter besuchen dann Menschen in Pflegeheimen und sind einmal in der Woche für drei bis vier Stunden ihr Gesprächspartner, der sie ernst nimmt mit ihren Sorgen und Ängsten und sich einlässt auf ihre Fragen nach Leben und Tod.
„Sie spenden Trost und haben ein offenes Ohr“, sagt Lydia Rauch. Mit den pflegenden und medizinischen Fachkräften stehen die Ehrenamtlichen Hospizbegleiter in engem Kontakt, ebenso mit den Angehörigen.
„Dadurch lernen alle Bezugspersonen die Bedürfnisse des sterbenden Menschen besser kennen und können seine letzte Lebensphase nach seinen Wünschen gestalten“, sagt Ursula Wißborn, die sich als Vorstand der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West für den Diakonie-Hospizdienst einsetzt. „Dieser ganzheitliche Ansatz hat uns überzeugt.“
Die umfangreiche Ausbildung zum Hospizbegleiter greift in 120 Unterrichtsstunden Fragen zu Leben und Tod, Ethik und Glauben auf. Die Teilnehmer lernen, Gespräche mit sterbenskranken und demenziell erkrankten Menschen zu führen und erfahren, wie sie sich selbst schützen und abgrenzen können. Hospitieren im Pflegeheim gehört ebenfalls zur Ausbildung.
Interessenten können sich bei Lydia Rauch melden: ( 73 53 334 oder E-Mail lydia.rauch@diakonie-duesseldorf.de.

Autor:

Henrik Stan aus Düsseldorf

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