"Jeder soll nach seiner Façon selig werden." (Friedrich der Große)

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Manche Sätze der Geschichte erscheinen universal und vollkommen losgelöst von den äußeren Umständen einfach immer einsetzbar.
Auch wenn viele Wissenschaftler in der heutigen Zeit der Meinung sind, dass der Begriff "der Große" für den Alten Fritz nicht immer vortrefflich gewählt zu sein scheint, ist sein Satz "Jeder soll nach seiner Façon selig werden" anscheinend aktueller denn je.

Wir haben das Glück in einem Land zu leben, in dem es solange nicht strafbar ist, sich selbst zu entfalten, solange andere nicht gefährdet, beeinträchtigt oder verletzt werden. Wir können selbst entscheiden, welches TV-Format wir mit unseren Einschaltquoten unterstützen, welche Bücher wir lesen, wie wir uns kleiden.

Ihr lacht! Wäre früher irgendjemand auf die Idee gekommen, einen Film wie "Jesus liebt mich" auf den Markt zu bringen (ok, im 15. Jahrhundert gab es sowieso noch kein TV... ein BIßCHEN Phantasie, bitte!), wäre er auf dem Scheiterhaufen gelandet. Gotteslästerung und tschüss!

Leider fällt in diesen Tagen jedoch immer wieder auf, dass viele Menschen jedoch anscheinend Gründe suchen, um sich über dieses oder jenes aufzuregen. Wenn es nicht die Preiserhöhungen beim Strom sind, so ist es der Nachbar, der sich unverschämt vor das Haus stellt und seine Kippchen auf die Straße wirft. Wir finden IMMER einen Grund, um uns aufzuregen. Darin sind wir ganz groß!

Aber was bringt's bzw. bringt's überhaupt was? Oder noch besser: WOZU?? Kann es mir nicht *gelinde gesagt* sch***egal sein, ob XY ein Loch in der Jeans hat und sich damit bei gefühlten -10 Grad eine Blasenentzündung holt? Kann ich nicht einfach wegschauen, wenn ich mich durch ein Thema genervt fühle? Oder ist es vielleicht Neid auf die Offenheit und das Selbstvertrauen anderer, genau das zu tun, was sie für richtig halten?

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass Toleranz in der heutigen Gesellschaft von Gott und der Welt erwartet, jedoch wenig entgegen gebracht wird. Schade. Kurt Cobain hat mal gesagt:

„Ihr lacht über mich, weil ich anders bin.
Ich lache über euch, weil ihr alle gleich seid!“

Depeche Mode singen:

"Now I'm not looking for absolution
Forgiveness for the things I do
But before you come to any conclusions
Try walking in my shoes..."

Beneidenswerte Erkenntnisse. Mit einem solchen Selbstvertrauen und dem Willen, sich zu verwirklichen, würde es vielen, vielen Menschen sicherlich besser gehen.

Am einfachsten lebt es sich sicherlich (damals wie auch heute) mit dem Willen zur Akzeptanz, dass jeder schon richtig ist, wie er ist. Wie TOTLANGWEILIG wäre es auf dieser Welt, wenn alle gleich wären. Bah! Nicht auszudenken.

Wie auch immer. Hatte gerade das Bedürfnis, diese Zeilen niederzuschreiben. Nun geht's mir besser.

Liebst,
Conny

geschichtefueralle
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13 Kommentare
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Cornelia Wilhelm aus Düsseldorf | 20.12.2012 | 14:30  
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Joachim H. Hartung aus Monheim am Rhein | 20.12.2012 | 15:11  
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Cornelia Wilhelm aus Düsseldorf | 20.12.2012 | 15:26  
3.559
Klaus Ahlfänger aus Herten | 20.12.2012 | 15:50  
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Cornelia Wilhelm aus Düsseldorf | 20.12.2012 | 15:58  
26.337
Paul Scharrenbroich aus Monheim am Rhein | 20.12.2012 | 17:10  
4.131
Edith Schülemann aus Oberhausen | 20.12.2012 | 18:05  
3.955
Bernhard Ternes aus Marl | 20.12.2012 | 18:47  
34.212
Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 20.12.2012 | 19:27  
4.131
Edith Schülemann aus Oberhausen | 20.12.2012 | 19:35  
59.673
ANA´ stasia Tell aus Essen-Ruhr | 20.12.2012 | 22:18  
2.297
Cornelia Wilhelm aus Düsseldorf | 21.12.2012 | 08:55  
4.131
Edith Schülemann aus Oberhausen | 21.12.2012 | 21:46  
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