Tusnelda zum Muttertag

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Café Decker Geheimtipp in Grafenberg

Wer um den Staufenplatz in Düsseldorf-Grafenberg wohnt, kennt sicherlich Ralph Otto Decker und seine Conditorei Café Decker. Doch seit einigen Jahren „versteckt“ er sich unter einer anderen Adresse. Weit gefehlt, der glaubt, dass das Café mit seiner Postanschrift Grafenberger Allee 368 leicht zu finden sei. Weil sich der gesamte Block bis in die Geibelstraße zieht, befindet sich der Kuchengeheimtipp versteckt in den ehemaligen Räumlichkeiten des Restaurants und Bar Habana.

„Vor sieben Jahren hat es mich hierhin verschlagen, nachdem ich zehn Jahre mein Ladenlokal am Staufenplatz hatte“, erzählt Konditormeister Ralph Decker. Die kuriose Architektur des Geschäftes aus grauer Vorzeit ist geblieben, strahlt jedoch nach wie vor einen besonderen Charme aus. Betritt man das Geschäft über die große, sonnige Straßenterrasse fällt gleich die riesige Kuchenvitrine ins Auge. Am Tresen vorbei geht es einige Stufen zur Hochparterre, von wo man teilweise einen ausgezeichneten Blick von oben auf die Köstlichkeiten hat.

Alles ohne Zusätze

Der aus Krefeld stammende Kult-Konditor hat sich hier etabliert, das ist schon an den permanent grüßenden Kunden festzumachen. „Was gibt es denn heute Mittag“, fragt eine Kundin und kündigt, gleich nach der Auskunft von Decker, ihr Kommen an. Ob Frühstück „Morgenmuffel“ oder „Pausen Quick“, dem „Globetrotter Salat“ oder der „Provenzalischen Salatbowle“ zum Mittag, es gibt immer einen Grund im Café Decker vorbeizuschauen. Erst recht, wenn es um die Torten, Kuchen und Pralinen geht. „Wir stellen alles in eigener Produktion her“, informiert er. Weder Konservierungsstoffe noch vorgefertigte Waren finden sich in seinen herrlich appetitlichen Konditorprodukten. „Bei uns kommt auch immer frisches Obst auf oder in den Kuchen“, ergänzt Decker.

Die Spezialitäten

Eins steht fest, die Entscheidung, welches von den verführerischen Teilen es sein soll, fällt schwer. Von den herkömmlichen Sahne-, Creme- und Obsttorten abgesehen, sind es die ausgefallenen Köstlichkeiten. Da ist beispielsweise die Torte „Decker Spezial“, ein aus Teekuchenboden, Pariser Trüffel, Marzipan und besonders herber Schokolade hergestellte Verführung. Oder die aus Rummarzipan, Rumtrüffel, in Haselnuss gewälzten und Schokolade überzogenen „KÖ-Kugel“, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt. Und dann die traditionellen, schon fast vergessenen, Kuchen wie die Tusnelda. Die Frage danach versetzt den Konditormeister in ein breites Lächeln. „Sie werden es nicht glauben, aber die Tusnelda (Holländer Kirsch) ist an jedem Wochenende in kürzester Zeit ausverkauft“, lacht Decker. Ebenso die Linzer Torte, die sich immer noch größter Beliebtheit erfreut.

Muttertag

Jetzt steht Muttertag an und Ralph Decker hat schon mit der Produktion kleiner, süßer Mutterfreuden begonnen. Auch die Maikäfer, Pralinen- und Erdbeerherzen oder auch der spezielle Muttertagkuchen gehören dazu. Die Renner jedoch sind die Eissplittertorte – Grillage – und der geeiste Kugelhupf. „Bei uns gibt es zum Muttertag einen besonderen Brunch“, weist der Konditor auf den Familientag hin. Zu diesem sollten sich die Kunden telefonisch anmelden (0211-66 51 85) empfiehlt der Café Besitzer. „Wenn alles weg ist, Tusnelda zum Muttertag geht immer“, grinst der Konditormeister.

Autor:

Peter Frank aus Düsseldorf

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