Deutschland - Sanatorium für Menschenrechtsverbrecher ?

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Als ich gestern die Rheinische Post kaufte, fiel mein Blick im Zeitungsständer auf ein Boulevardblatt , dass auf der Titelseite den iranischen Richter Schahrudi darstellte, der in einer hannoveranischen Klinik seinen Gehirntumor behandeln lässt. Dabei genießt der Mann Vorteile des deutschen Gesundheitswesens, er kann sich in einem Einzelzimmer für seinen Rückflug fit machen !

Nun ist dieser Mann kein unbeschriebenes Blatt, denn er muss sich dem Vorwurf der Menschenrechtsverletzung aussetzen. Welche dunklen Schatten liegen in seiner Vergangenheit ? 

Im Iran gehen momentan Tausende auf die Straße und demonstrieren gegen das islamistische Regime von Ali Chamenei. Während unser Aussenminister Gabriel mit Dackelmiene das Demonstrationsrecht im Iran einfordert, setzt sich Schahrudi, ein enger Vertrauter des jetzigen Regimechefs  in den Flieger und düst nach Deutschland, um sich hier behandeln zu lassen. Schahrudi, der ehemalige oberste Richter des Iran, ist in den Augen seiner Kritiker ein grausamer Scharfrichter, der in seiner Zeit als oberster Justizchef des Landes zwischen 1999 und 2009 sogar Minderjährige zum Tode verurteilt habe.

Man muss sich fragen, warum darf dieser Mann ungehindert nach Deutschland einreisen, wenn diese Vorwürfe bestehen und nicht geklärt sind  ?  Ist dieser Richter mit falschen Papieren nach Deutschland eingereist oder wurde es stillschweigend geduldet ? Man hat den Eindruck, als wären die Reporter der Bild-Zeitung besser informiert als unsere Sicherheitsbehörden !

Nun hat der Grünen - Politiker Beck Anzeige gegen diesen Mann erstattet. Er vermutet, dass ihm hier diplomatische Immunität gewährt wird. Der Aufenthalt Schahrudis blieb nicht unbemerkt und so hatten dann 200 Iraner vor der Klinik in Hannover demonstriert und wurden dabei von einem Leibwächter des Patienten gefilmt.

Was besonders empört ist , dass Schahrudi  2007 Einsprüche gegen die Hinrichtung eines 13-jährigen Jungen zurückwies . Todesurteile gegen den Jungen sowie weitere Verurteilte wurden offenbar vollstreckt – obwohl sie einen Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention darstellen, die der Iran unterschrieben hat. Schahrudi kündigte zwar die Abschaffung der Todesstrafe durch Steinigung an. Dennoch wurde diese Art des Tötens im Iran weiter praktiziert.

Die Bild-Zeitung berichtete ,  dass  in Schahrudis zehnjähriger Amtszeit bis 2009  ca.  2000 Menschen hingerichtet worden , darunter auch Minderjährige. 2004 wurde ein 16 jähriges Mädchen an einem Kran öffentlich aufgehangen, weil es unter Folter einen Ehebruch gestanden hatte.

Es muss nun offen gelegt werden, warum diese Bundesregierung mit Gabriel und Co. den Besuch dieses Scharfrichters toleriert hat ! 
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9 Kommentare
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Peter Gross aus Bochum | 09.01.2018 | 13:09  
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Stefan Hoffmann aus Düsseldorf | 09.01.2018 | 14:58  
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Peter Gross aus Bochum | 09.01.2018 | 15:12  
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Peter Gross aus Bochum | 15.01.2018 | 16:47  
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Peter Gross aus Bochum | 16.01.2018 | 09:20  
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Peter Gross aus Bochum | 16.01.2018 | 12:40  
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Peter Gross aus Bochum | 16.01.2018 | 13:13  
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Stefan Hoffmann aus Düsseldorf | 16.01.2018 | 17:26  
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Peter Gross aus Bochum | 17.01.2018 | 08:38  
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