Nicht jeder der will, kann kommen ! Merkel und Marxloh - was ist aus ihren Versprechungen geworden ?

Anzeige
Die Zustände in Duisburg - Marxloh hatten bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, heruntergekommene Immobilien, Überbelegung, Randale und Müll auf den Straßen. Das hatte die Kanzlerin veranlasst, 2015 diesen Problem - Stadtteil zu besuchen, um u. a. in einem Hotel mit Vertretern der Stadt und ausgesuchten Bürgern in einen Dialog zu treten.

Die Kanzlerin versprach, Mitarbeiter aus Ministerien nach Duisburg zu schicken, damit Bürokratie abgebaut werden sollte. In den zwei Stunden sagte sie zu , Gesetzeslücken  prüfen lassen, um das Geschäftsmodell zu zerstören, mit überbelegten und vermüllten Schrotthäusern Geld zu machen. „Menschen werden dort wie Ware behandelt und ausgebeutet“, sagte sie. Man müsse transparent machen, wer diese Häuser zur Verfügung stelle. Zudem gelte es, Schlepper zu bekämpfen, die von der Not anderer profitierten.

Rumänische und bulgarische Kinder, die nicht zur Schule gingen, müssen an die Regeln erinnert werden. Toleranz ist nicht mit Regellosigkeit zu verwechseln. Klang doch gut, denn die nächste Bundestagswahl war in Sicht. Klagen der Anwohner, dass über den Stadtteil nur negativ berichtet würde, konterte sie mit dem Hinweis,  dass Reports  erforderlich sind, damit die Probleme wahrgenommen werden. Das klang noch besser ! Und auch der damalige Innenminister Jäger hatte eine Hundertschaft nach Duisburg geschickt und die Kanzlerin hatte gehofft, dass er den Einsatz verlängern würde.

Nun ist Marxloh wieder in den Schlagzeilen. Gestern trat der SPD Bürgermeister im TV auf und beklagte die erhöhten Kindergeldausgaben für  Ausländer, deren Kinder im Ausland zurückblieben. Deutschland zahlt in Europa die höchsten Kindergeldbeträge, vergleicht man dazu Polen, dann sind es dort gerade mal ca. 50 Euro für das erste Kind. In Deutschland wurde das Kindergeld für das erste und zweite Kind in 2018 um 2 Euro auf 194 Euro / Monat angehoben, für das dritte Kind erhält die Familie 200 Euro, danach wird jedes weitere Kind mit 225 Euro vergütet !

Der Herr Bürgermeister vermutet da auch Manipulationen, Schlepper sollen sozial schwache Familien aus Osteuropa, die auf dem Arbeitsmarkt kaum eine Chance haben, nach Deutschland schleusen. Sie sind dann meist Bewohner in "Schrottimmobilien" , sollen als Scheinselbständige arbeiten und nachher einen Teil des Geldes abgeben müssen. Auch in Berlin besteht seit längerer Zeit dieser Verdacht, das Problem ist nicht neu und scheint auszuufern !

Um dem entgegenzutreten, erklärt die Stadt bestimmte Bruchbuden, die zuvor entmüllt werden müssen, für unbewohnbar ! Nun soll auch die Axt an das Kindergeld gelegt werden, die Beträge für Kinder, die im Ausland leben, sollen an die dortigen Lebenshaltungskosten angepasst werden. Auch der Deutsche Städtetag hält das für gerecht und tritt für diese Novellierung ein.

Bisher ist Brüssel nicht davon zu überzeugen und signalisiert Ablehnung. Nur 1 % des von Westeuropa zu zahlendem Kindergeld wird ins Ausland überwiesen. Warum muss man sich für dieses Problem also interessieren ?

Seit dem die Kanzlerin weg ist, hat sich in Marxloh kaum etwas verändert, im Gegenteil, die Zustände schienen noch schlimmer geworden zu sein !

 
0
2 Kommentare
670
Uwe Schönberger aus Gelsenkirchen | 10.08.2018 | 10:17  
5.423
Siegmund Walter aus Wesel | 11.08.2018 | 23:52  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.