Schafft der "ganz normale Wahnsinn" einen neuen Rekord ? DB AG startet Rekordversuch !

Anzeige
Manchmal ist Fernsehen ganz interessant und man könnte sich fast totlachen. Da werden Beispiele gezeigt, als ob man so aus Spass Geldscheine anzünden und verbrennen würde. Wer so was macht, ist entweder wahnsinnig oder ein Snob, der es sich leisten kann.

Eigentlich macht man so was nicht, denn es ist ein schlechtes Beispiel für die, die das Geld hart erarbeiten müssen und den Cent dreimal umzudrehen haben, bevor sie ihn ausgeben.

Da ist also eine Firma mit zwei Buchstaben, die Menschen mit Schienenfahrzeugen von A nach B befördern. Und wenn Straßen über ihre Schienen führen, dann gibt es immer noch Bahnübergänge, die gesichert werden müssen. Das macht man dann mit Halb- oder Vollschranken.

Laut "Panorama" gibt es in Ostdeutschland einen Bahnübergang mit Halbschranke bei dem Dorf Haarstadt, der bisher ein ruhiges Dasein fristete . Kam ein Zug, so schlossen sich die Halbschranken und es wartete geduldig schon mal ein Traktor oder ein PKW davor.

Dann war es mit der Idylle vorbei. Von einem Tag auf den anderen wurde in der Nähe ein Bauwagen aufgestellt, in dem zwei Sicherungskräfte kampierten, aber sie blieben nicht so ganz untätig. Schlossen die Schranken bei Näherung des Zuges, so versperrten  sie mit einer rot-weißen Girlande die Lücken der Halbschranken. Und das rund um die Uhr im Dreischichtbetrieb.

Was vorher einwandfrei funktioniert hatte, erforderte nun einen zusätzlichen Sicherungsbedarf und ein Ende der Aktion war nicht geplant. Der Ortsbürgermeister wusste keine konkrete Antwort zu geben und so befragte das Reporterteam den Konzern in Berlin.

Demnach ist es so, wenn eine automatisch funktionierende Halbschranke länger als 240 Sekunden geschlossen bleibt, muss sie zusätzlich mit Personal gesichert werden. Es könnte ja sein, der Verkehrsteilnehmer wird ungeduldig und fährt um die Halbschranken herum ! Aha, da kann ja nur vermutet werden, dass ein Leitender Bahnmitarbeiter nach hier verschlagen wurde, vor der Schranke stand und die Zeit mass !

Warum wurden nicht die Auslösekontakte versetzt oder Vollschranken eingesetzt, anstelle nun pro Jahr 6 Mitarbeiter im Schichtbetrieb einzusetzen ? Zu dieser Logik verweigerte der Konzern die Antwort. Und es wird noch lustiger, aber man  sollte nicht zu laut lachen, denn die Bahn AG bekommt immer noch Subventionen vom Steuerzahler !

Keine 5 Fahrminuten gibt es eine weitere Halbschranke an einer Bundesstraße , wo wesentlich mehr Verkehr ist. Eine Reporterin stoppte nun die Zeit, in der die Halbschranke geschlossen war - es waren 300 Sekunden !

Wo aber war das Sicherungspersonal ? Die Antwort von der Konzernzentrale definierte den Begriff "Wahnsinn" neu, wenn dem also so wäre, würde man auch hier zusätzliches Sicherungspersonal einsetzen ! 

Ist es andererseits nicht auch eine schöne Sache, immer wieder neue Arbeitsplätze zu schaffen ?
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.