Unterschied DVB-T und DVB-T2 vom Experten erklärt

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DVB-T und DVB-T2 sind europäische Standards für die digitale Übertragung von Rundfunk-Signalen im Antennenbetrieb. DVB-T1 ist eine Entwicklung aus dem Jahr 1997, allerdings machten die rasante technische Entwicklung und der Wegfall von Frequenzen bei ansteigender Zahl von Anbietern eine Überarbeitung notwendig und 2009 wurde der Standard DVB-T2 veröffentlicht (ETSI EN 302 755), der 2011 nochmals verbessert wurde. Obwohl die Standards europäische Bedürfnisse abdecken sollten, hat sich DVB-T/DVB-T2 zu einem weltweiten Standard entwickelt, der in 166 Nationen Verwendung findet (Stand 2016). DVB-T2 wurde in Deutschland im März 2017 in 40 Ballungsgebieten eingeführt und wird fortlaufend ausgebaut. Der Standard DVB-T wird verschwinden.

Die Unterschiede von DVB-T und DVB-T2

Grundsätzlich ist der neue Standard DVB-T2 50 Prozent leistungsfähiger als alle bisher auf dem Markt genutzten Standards. DVB-T2 zeichnet sich zudem durch hohe technische Flexibilität aus, die zukünftigen Entwicklungen Rechnung trägt so die Experten von www.satkontor.de

1. Höhere Geschwindigkeit

DVB-T2 ist deutlich schneller als sein Vorgänger. Die maximale Übertragungsgeschwindigkeit von DVB-T2 beträgt bei einer Bandbreite von 8 MHz 45 MBit/s, die von DVB-T liegt bei selber Bandbreite bei 31,7 MBit/s. Die durchschnittliche Übertragungsrate beträgt bei DVB-T2 40 MBit/s und bei DVB-T 24 MBit/s.

2. Nutzung von Kompressionsverfahren

Der Standard DVB-T2 nutzt MPEG2 zur Datenübermittlung. Der derzeitige Entwicklungsstand erlaubt dadurch die Übertragung von Bildern in SD-, HD- und UHD-Qualität sowie Radiosignalen. Eine Kombination ist beliebig möglich.

3. Einbindung von Mobile TV

Diese Möglichkeit wurde 2011 eingeführt und ermöglicht die sichere Signalübertragung an mobile Antennen bis zu einer Geschwindigkeit von 200 Kilometer pro Stunde. Damit ist eine Übertragung von Fernseh- oder Radiosignalen zum Beispiel in Züge problemlos möglich. Ebenso integriert DVB-T2 IPv4.

4. Höhere Bandbreite

DVB-T2 unterstützt Bandbreiten von 1,7, 5, 6, 7,8 und 10 MHz, DVB-T unterstützt lediglich eine Bandbreite von 6, 7 und 8 MHz.

Weitere Verbesserungen umfassen Schnittstellen zu anderen Technologien, um Endgeräte wie PCs, Laptops oder Smartphones zu erreichen.

Kompatibilität von DVB-T und DVB-T2

Antennen DVB-T2 können Signale von DVB-T empfangen, jedoch nicht umgekehrt. Für Nutzer des alten Standards bedeutet dies jedoch unter Umständen Kosten, denn DVB-T wird definitiv verschwinden. Neue Receiver können über www.satkontor.de/digital-receiver/dvb-t2-receiver/ bestellt werden.

Ausblick DVB-T2

Der neue Standard ist Gegenstand verschiedener technischer Forschungsprojekte. So befasst sich beispielsweise das Projekt “Romeo” mit der Übertragung von 3D-Inhalten mittels DVB-T2.
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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 05.01.2018 | 14:24  
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