Polizei Duisburg war 12 Stunden lang Handysündern auf der Spur
557 Fahrzeuge überprüft, 53 Handynutzer am Steuer erwischt

Handysünder wurden auch in Duisburg bei einer landesweiten Sonderkontrolle der Polizei gestoppt.
  • Handysünder wurden auch in Duisburg bei einer landesweiten Sonderkontrolle der Polizei gestoppt.
  • Foto: Polizei Rhein-Erft-Kreis
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Die Beamten des Verkehrsdienstes der Duisburger Polizei waren am Mittwoch, 8. Mai, in der Zeit von 6 bis 18 Uhr im Rahmen der landesweiten Aktion "Lenk dich nicht app. Kein Handy am Steuer" Handysündern auf der Spur: Die Beamten überprüften insgesamt 557 Fahrzeuge.

Mithilfe von zivilen Spähposten übermittelten die Beamten ihre Beobachtungen an die uniformierten Kollegen, die dann die Fahrzeuge stoppten. Sie hielten 53 Fahrzeugführer an, die verbotenerweise beim Fahren ihr Handy benutzten.

Dazu gehörte auch ein Paketdienstzusteller auf der Mannesmannstraße in Hüttenheim, der am Morgen mit dem Telefon am Ohr erwischt worden war. Darüber war er so sauer, dass er sein dienstliches Scangerät mit voller Wucht gegen die Windschutzscheibe warf, die nun deutliche Risse aufweist. Aber auch das ändert am Strafmaß nichts: Wie bei den anderen 52 Autofahrern erwarten ihn ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro plus Bearbeitungsgebühr und ein Punkt in Flensburg.

"Wer sich durch WhatsApp-Nachrichten, SMS oder Telefonate während der Fahrt ablenken lässt, riskiert sein eigenes und das Leben anderer. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h macht der kurze Blick aufs Handy rund 30 Meter Blindflug aus. Die Gefahr ist so hoch, als wenn man angetrunken mit 0,8 Promille Alkohol im Blut unterwegs wäre", erklärt die Polizei. 

Aber nicht nur Handyverstöße registrierten die Beamten des Verkehrsdienstes, auch Fahren ohne Gurt, mit zu hoher Geschwindigkeit oder über die durchgezogene Linie ahndeten die Polizisten konsequent. Das betraf zum Beispiel den 56-jährigen Fahrer eines weißen Seats. Er bog von der Saarbrücker Straße unerlaubter Weise nach links auf die Wanheimer Straße in Richtung Hochfeld-Süd ab und überquerte dabei eine durchgezogene Linie. Als Grund dafür gab er an, dass er schnell den freien Parkplatz nutzen wolle. 30 Euro Verwarngeld wurden für dieses Fahrmanöver fällig.

Besondere mimische Fähigkeiten bewiesen die Beamten gegenüber dem Fahrer eines Geldtransportes, der trotz Polizeikontrolle Türen und Fenster seines gepanzerten Wagens nicht öffnen durfte. Der 45-Jährige musste die geforderten Ausweispapiere an die Fensterscheibe halten. Auch er wird für sein unerlaubtes Wendemanöver auf der Wanheimer Straße 30 Euro bezahlen. Insgesamt fertigten die Beamten 20 Ordnungswidrigkeitsanzeigen und verhängten weitere 217 Verwarngelder unter anderem wegen zu schnellen Fahrens.

Aber nicht nur mit Kontrollen versucht die Duisburger Polizei die Verkehrsteilnehmer zu überzeugen, sondern auch durch Tipps und Verhaltensregeln im Rahmen der Verkehrsunfallprävention. Am Vormittag informierten die Einsatzkräfte auf dem Fakir-Baykurt-Platz in Homberg und am Nachmittag am Kuhtor in der Innenstadt interessierte Bürgerinnen und Bürgern darüber, wie gefährlich der Griff zum Handy sein kann.

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