„Corona-Light-Edition”
32. Festival QUEER.LIFE.DUISBURG 2020

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Die Corona-Pandemie setzt schwierige Rahmenbedingungen für das QUEER.LIFE.DUISBURG-Festival 2020. Aber nicht trotz, sondern gerade wegen Corona soll es dieses Jahr unbedingt stattfinden. Derzeit fehlt es queeren Menschen und ihren Themen an Sichtbarkeit. Diese wollen die Veranstalter mit ihrem Programm ein Stück weit herstellen, auch wenn es dieses Jahr eine Nummer kleiner ausfallen muss: sozusagen eine Corona-Light-Edition.

Von Lesung und Politik, über Ausstellung und Freizeitaktivitäten bis zu queeren Filmen wird so auch in Zeiten von Corona eine vielfältige Veranstaltungsreihe auf die Beine gestellt. Ob alle Events wie geplant stattfinden können, ist wegen der laufend neuen Corona-Schutzverordnungen mit Unsicherheit verbunden. Änderungen sind möglich. Über den aktuellen Stand informiert die Homepage: www.queer-life-duisburg.de.

Fünf Spielfilme und großes Kino bietet das Filmforum. Schon am 1. November erzählt das mit Preisen geradezu überhäufte Drama „Bohnenstange” nicht nur niederschmetternd eindrücklich von den Schrecken des Krieges aus weiblicher Perspektive, sondern auch von einer der ungewöhnlichsten nicht-heterosexuellen Liebesgeschichten des Jahres. .In „Matthias & Maxime” erwachen ungeahnte und unterdrückte Gefühle zwischen zwei Schauspielern, nachdem sie sich bei Dreharbeiten küssen mussten (8.11.). Mit viel Feingefühl und leisem Humor porträtiert „Eine total normale Familie“ eine Familie, in der sich der Vater einer Tochter als trans outet (16.11.). Der Film „Kokon“ erzählt in sinnlichen Bildern eine authentische Berliner Coming-of-Age-Geschichte über aufkeimende Gefühle, sexuelles Erwachen und die erste große Liebe (22.11.). Zum Abschluss des Festivals entführt „Port Authority“ am 29. November das Publikum in die queere Subkultur New Yorks.

Unterhaltung, Spiel und Tanz: Gleich zwei Tanz-Workshops sind im Angebot des Katholischen Stadthauses am Innenhafen (31.10. und 15.11.). Am 8. November locken Schach- und andere Gesellschaftsspiele bei Kaffee und Kuchen in die Aids-Hilfe. Am 12. November eröffnet der Duisburger Künstler Jack Sleepwalker die Bilder-Ausstellung „Queerschlag”, die im Ludwigturm am Innenhafen täglich bis 20. November anzuschauen ist. Und in die Räume von Pink Power sind Freunde und Neugierige zum Human-Pupplay-Schnupper-Treff eingeladen (14.11.). Bei der Lesung mit dem Duisburger Autor Uwe Daniel gibt sich „Der Junge, der das Schreiben lernte” im Café Museum die Ehre (27.11.).

Am 10. November ist die SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas „Auf ein queeres Wort“ zu Gast beim Politik-Talk der SPDqueer Duisburg. Sie wird im Kleinkunsttheater Die Säule zu aktuellen queer-politischen Themen Frage und Antwort stehen. Und die „Corona-Light-Edition” des Festivals wäre wohl unvollständig, wenn nicht der Talkabend zu „Corona und die queere Community” mit Torsten Schrodt, Geschäftsführer des SVLS e.V., geplant wäre (Café Museum, 23.11.).

Autor:

Wulf Thomas aus Duisburg

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