Neu ins Leben gerufener Bauverein Salvatorkirche sucht Unterstützer
Dauerhafte Hilfe für Duisburgs Wahrzeichen

Sie wollen mit vielen Unterstützern aus der Stadtgesellschaft die Salvatorkirche als Wahrzeichen Duisburgs auf Dauer erhalten und mit Leben füllen: Superintendent Armin Schneider, die Grünen-Politikerin Dr. Birgit Beisheim und Bürgermeister Volker Mosblech (v.l.).
Fotos: Reiner Terhorst
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„Die Salvatorkirche ist nicht nur die evangelische Stadtkirche, sie ist längst auch so etwas wie ein Wahrzeichen unserer Stadt geworden.“ Mit dieser Einschätzung liegen Superintendent Armin Schneider und Oberbürgermeister Sören Link auf einer Linie. Zum Erhalt der Salvatorkirche hat deshalb ein Kreis von Duisburgerinnen und Duisburgern einen Förderverein gegründet.

Am Freitag, 8. März, 19 Uhr, stellt sich der „Bauverein Salvatorkirche“, so die offizielle Bezeichnung, vor und lädt Interessierte zum öffentlichen Auftakt in die Salvatorkirche neben dem Rathaus am Burgplatz ein. Es gibt Musik, Gespräche, Informationen und einen kleinen Umtrunk. Der Eintritt ist frei und alle interessierten Duisburger sind willkommen.

Der Bauverein ist überparteilich und überkonfessionell. In einem Vorgespräch erläuterten jetzt die Grünen-Politikerin Dr. Birgit Beisheim, Bürgermeister Volker Mosblech (CDU) sowie Pfarrer Armin Schneider die Ziele des Bauvereins. Er soll über Mitgliedsbeiträge und Spenden Gelder für immer wieder notwendige Bauvorhaben an der historischen Stadtkirche Duisburgs einwerben. „Denn die regelmäßig alle zwei, drei Jahrzehnte anstehenden Großrenovierungen kann die Evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg als Eigentümer auch mit Unterstützung der anderen Gemeinden und des Kirchenkreises nicht stemmen“, so Schneider, der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg ist, den Vorsitz im Bauverein aber als Privatperson inne hat. Sein Stellvertreter ist frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Pflug.

"Zu reparieren gibt
es immer was"

Zwar haben die Gemeinde Alt-Duisburg und nach einem einstimmigen Synodenbeschluss alle weiteren 15 Gemeinden des Kirchenkreises jährliche Rücklagen in Form einer Substanzerhaltungspauschale für die kontinuierliche Instandhaltung zur Verfügung gestellt, doch würden diese Mittel im Fall eines Falles nicht ausreichen. „Zu reparieren gibt es eigentlich immer was“, mutmaßen Pfarrer Martin Winterberg und Kirchmeister Helmut Becker.

Die über 700 Jahre alte Stadtkirche sei als ein Ort der Besinnung gelebter Glaube, mit ihrem zerstörten Turm ein Mahnmal gegen den Krieg und mit ihrem Gedenkfenster ein Schuldbekenntnis gegenüber dem jüdischen Volk. Dort fand auch der bewegende Gottesdienst nach der Loveparade-Katastrophe statt. Aber auch das kulturelle Leben Duisburgs habe hier einen unverzichtbaren Ort. Erinnert seien da an die Kanzelreden oder vielseitige Konzerte.

Ein wichtiger Ort
für Duisburg

Das lebendige Denkmal Salvatorkirche sei eben ein Wahrzeichen Duisburgs. Das hat auch die Politiker Dr. Beisheim und Volker Mosblech, beide katholisch, überzeugt, Gründungsmitglieder des Vereins zu werden. Für Birgit Beisheim ist die Kirche, in der ihr Sohn evangelisch konfirmiert wurde, „ein wichtiger Ort für Duisburg“. Volker Mosblech, der sich sehr freute, als Gründungsmitglied angefragt zu werden, sieht die Kirche als verbindendes Element in der Stadt, „auch für die Ökumene“.

Alle drei legen Wert auf die Feststellung, dass jede und jeder Mitglied im Bauverein werden kann - es zähle allein der Wille, bei der Erhaltung des Wahrzeichens Duisburg mitzuwirken. Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch der ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Alt-Präses Nikolaus Schneider. Er und OB Sören Link haben ihre Teilnahme zur öffentlichen Auftaktveranstaltung des Bauvereins am Freitag bereits zugesagt. 

INFOS

Die laufende Sanierung des eingerüsteten Kirchturms soll im März 2020 abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich aut drei Millionen Euro. Finanziert werden sie zum größten Teil durch öffentliche Mittel des Bundes.
Seit 700 Jahren sorgt immerwährendes Bauen dafür, dass die Stadtkirche neben dem Rathaus heute noch eine „gute Figur“ abgibt. Die permanente Prüfung des Gotteshauses und regelmäßige Restaurierung stellten die evangelische Kirchengemeinde Alt-Duisburg und den gesamten Kirchenkreis jedoch immer vor große Herausforderungen. Und die will der Bauverein „abfedern“.

Wer spenden oder Mitglied des Bauvereins Salvatorkirche werden möchte, findet Infos und Antrag vor Ort in der Salvatorkirche, im Internet unter www.bauverein-salvatorkirche.de und erhält sie kostenfrei auf telefonische Anfrage unter Tel. 0203 / 590694 oder per E-Mai (bauverein@salvatorkirche.de).

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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