50 Jahre filmforum Duisburg
Deutschlands ältestes kommunales Kino

Am Anfang, 1959, firmierte die Volkshochschule Duisburg noch unter dem Namen "forum". So lag es nahe, Veranstaltungen zu filmkulturellen Themen unter dem Titel „filmforum“ anzubieten. Elf Jahre später, 1970, wählte der SPD-Politiker und spätere Oberbürgermeister Josef Krings eine ungewöhnliche Methode, seine Ratskollegen von der Notwendigkeit eines kommunalen Kinos unter dem Dach der VHS zu überzeugen.
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  • Am Anfang, 1959, firmierte die Volkshochschule Duisburg noch unter dem Namen "forum". So lag es nahe, Veranstaltungen zu filmkulturellen Themen unter dem Titel „filmforum“ anzubieten. Elf Jahre später, 1970, wählte der SPD-Politiker und spätere Oberbürgermeister Josef Krings eine ungewöhnliche Methode, seine Ratskollegen von der Notwendigkeit eines kommunalen Kinos unter dem Dach der VHS zu überzeugen.
  • Foto: filmforum Duisburg
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Das filmforum in Duisburg ist das älteste kommunale Kino in Deutschland. Es wurde am 27. September 1970 eröffnet und kann nun seinen 50. Geburtstag feiern. Bereits seit 1959 wurden im Rahmen der Volkshochschularbeit in Duisburg regelmäßig anspruchsvolle Filme unter dem Programmtitel "filmforum" vorgeführt.

Am 27. September hat das filmforum Geburtstag. Die Legende über die Gründung des kommunalen Kinos besagt, dass 1970 der damalige Vorsitzende des Kulturausschusses und spätere langjährige Oberbürgermeister Josef Krings die Notwendigkeit institutioneller Filmarbeit bei einer Ratssitzung überzeugend untermalte, indem er das aktuelle Kinoprogramm aus der Tageszeitung vorlas. Zu dieser Zeit dominierten „Schulmädchenreports“ und „Pauker- und Lümmel-aus-der letzten-Bank-Filme“ die Lichtspielhäuser. Die angewandte Methode hatte den gewünschten Effekt. Am Ende seines Vortrags stimmten die Ratsmitglieder – als erste in Deutschland – der Gründung eines kommunalen Kinos für Duisburg zu.

Am 27. September 1970 wurde der erste Film gezeigt. Die Projektoren warfen „Wenn die Kraniche ziehen“ von Michael Kalatosow auf die Leinwand – damals zur Premiere noch im großen Saal der Volkshochschule bevor man später in das „Studio M“ der alten Mercatorhalle zog. 1980 bekam das filmforum eine eigene Adresse am Dellplatz, wo sich das Kino auch heute befindet.
Seit 50 Jahren gibt es das filmforum auch dank seines Publikums, das der Institution immer die Treue gehalten hat. Viele haben hier ihren ersten Film als Kind gesehen, haben gemeinsam mit vielen anderen im Kinosaal gelacht und geweint, sind besser informiert aus dem Kinosaal raus- als reingegangen. Sie haben hier Filme nach der Vorstellung heiß diskutiert – ob aktuelle Streifen oder Filmklassiker, die wiederentdeckt wurden.

Die Planungen, diesen Geburtstag gebührend zu feiern, mussten leider wegen der gegebenen Umstände auf Eis gelegt werden – aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Die Geburtstagsfeier soll innerhalb des Jubiläumsjahres, wenn die Lage hoffentlich wieder entspannter ist, nachgeholt werden. Derweil prangt am Dellplatz an der Fassade des Kinos als Versprechen ein Banner mit der Jubiläumszahl und lockt die Kinobesucher weiterhin in die zwei Kinosäle. Und das hoffentlich auch für viele weitere Jahrzehnte.

Autor:

Lokalkompass Duisburg aus Duisburg

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