"Eine Idealbesetzung": Altbundespräsident Joachim Gauck übernimmt Mercator-Professur 2018

Altbundespräsident Joachim Gauck

Ein „Präsident für die Freiheit“ ist Joachim Gauck für die Süddeutsche Zeitung, ein Mann, der „das Wort, seine einzige Waffe, wie kaum jemand sonst beherrscht“. Davon kann man sich am 7. und 27. November überzeugen: Der beliebte Altbundespräsident übernimmt in diesem Jahr die Mercator-Professur an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Rektor Ulrich Radtke: „Joachim Gauck ist eine Idealbesetzung für uns. Mit geschliffenen Worten und großer Überzeugungskraft setzt er sich für gelebte Demokratie und Freiheit ein. Mit ihm erfüllt sich erneut die Grundidee der Mercator-Professur: Weltoffenheit und debattenanregende Beiträge zu wichtigen Zeitfragen.“ Joachim Gauck (78) ist gebürtiger Rostocker. Nach dem Theologiestudium war er von 1965 bis 1990 für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs tätig, viele Jahre davon als Pastor. Schon als Jugendlicher geriet er in Opposition zur DDR-Diktatur. 1989 war er einer der Gründer der Bürgerbewegung Neues Forum und leitete die wöchentlichen Friedensgebete, aus denen die Protestdemonstrationen hervorgingen.

Im März 1990 zog Gauck als Abgeordneter in die erstmals frei gewählte Volkskammer ein, im Oktober 1990 wurde er zum Sonderbeauftragten für die personenbezogenen Stasi-Unterlagen berufen und leitete von 1991 bis 2000 die entsprechende Behörde.
Am 18. März 2012 wurde er mit großer Mehrheit zum elften Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. In dieser Zeit ermutigte er die in Deutschland lebenden Menschen – Einheimische ebenso wie Eingewanderte –, ihr Leben aktiv als Bürger zu gestalten und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. 

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