Funkenball begeisterte die Gäste der KG Rote Funken im Grand City Hotel Duisburger Hof

60 Jahre Mitgliedschaft - Gerd Jägers (lks) erhielt die höchste Auszeichnung des BDK
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  • 60 Jahre Mitgliedschaft - Gerd Jägers (lks) erhielt die höchste Auszeichnung des BDK
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Gut 250 Besucher waren der Einladung der KG in deren „Gute Stube“ gefolgt und konnten einen herrlich jecken Abend mit vielen Highlights genießen.

Darunter sag man auch das Stadtprinzenpaar aus Mülheim, Prinz Dirk I. (Filipiak) mit seiner Prinzessin Susann I. (Pink), den beiden Paginnen Saskia Pink und Michelle Falcone sowie Hofmarschall Hermann-Josef Hüßelbeck machten das Team komplett. Dirk I. ist waschechter Mülheimer und der 2. Vorsitzende und Senator der KG Düse, die es sich natürlich nicht hatte nehmen lassen, ihre Tollität musikalisch in den Festsaal einzuspielen.

Nach dem Einmarsch des Korps, der Musikzüge und des Tanzmariechen kam gleich zu Beginn der erste Höhepunkt mit dem Einzug der eine Woche zuvor gekürten Tollität, Prinz Dirk II. und seiner Prinzencrew. Diese zogen alle Gäste des Funkenballs mit ihren Showtänzen in ihren Bann. Gleich zu Beginn sangen viele beim „Schalalala“ des Prinzenliedes „Jetzt bin ich Euer Prinz in Duisburg“ lautstark mit, wie auch zum Abschluss bei dem 30er Jahre Ohrwurm „Ein Freund ein guter Freund“.

Nachdem die Crew zum nächsten Auftritt weitergezogen war, kam mit dem „Flachlandtiroler“ Ralf Gerresheim aus Jüchen als Büttenredner eine rheinische Type in bayerischer Tracht auf die Bühne. Was er auf Reisen schon mitgemacht hat und mit seinen Erzählungen von Pleiten, Pech und Pannen in seinem Leben strapazierte die Lachmuskeln der Zuhörer.

Frage des Nachbarn an seine Frau, warum denn beim Essen alles flambiert ist? Antwort: Die Küche brennt! Tusch und weiter im Programm!

Begegnung in der Straßenbahn und gerade noch am Malheur vorbei! Liegt eine Tüte auf dem Sitz. Die alte Dame: „Vorsicht, die Eier! - Ach sag ich, sind da Eier drin!? - Nee, Stacheldraht!“

Schlimm auch, dass dann beim Skifahren auf einmal „die Piste abbiegt“!

Herrlich auch die wunderbaren stimmlichen Erinnerungen an Heinz Rühmann und Theo Lingen. Da war er von den Originalen nicht zu unterscheiden. Tusch, 3 x Helau und Büttenmarsch!

Mit Tanzmariechen Karina und der Kindershowtanzgarde „Dancing Queens“ zeigte die KG Roten Funken, dass sie auch „Eigengewächse“ vorzeigen kann. Gekonnt und brillant präsentierten diese ihre Tänze. Mit „Dancing Queen“ von Abba und „Barbie Girl“ von Aqua gab es zugleich auch zwei Ohrwürmer.

Ein weitere Showact folgte mit Timo Selbach der als „Ne Kölsche Tenor“ das Publikum in seinen Bann zog. Da kam schon Gänsehautfeeling auf als der „Kölsche Paul Potts“, wie er liebevoll in der Domstadt genannt wird, mit seiner herrlichen Stimme bekannte Karnevalsschlager, sowie parodierte Liedern mit kölschem Hintergrund präsentierte.

Da hörte man Herbert Grönemeyer - „Wann ist ein Kölscher Kölsch?“ - oder Udo Jürgens - „Denn die kommen aus Bergheim“ - bis hin zu Tom Jones.

Da klang durch den Duisburger Hof zur Melodie von Nessun Durma : „Du muss nit bang sin, muss nit bang sin“.

Und beim alten Ostermann Ohrwurm „Wenn ich so an min Heimat denke“ sangen die Ballgäste das „Zu Fuss nach Kölle jon“ lautstark mit.

Mit tosendem Applaus verabschiedete sich der Künstler dann von seinem Publikum.

„Die Charlys“, liebevoll als „Die älteste Boygroup des Duisburger Karnevals“ bezeichnet, brachten den Saal dann mit herrlich Stimmungs-, Mitsing- und Schunkel Medleys auf Touren. Der singende Elferrat steht unter der Leitung von Hans-Hermann Braun und hat seit einigen Jahren auch weibliche Verstärkung.

BDK Verdienstorden in Gold mit Brillanten für Bernd Jägers

Dann folgte ein Festakt, der in dieser Form wohl nur noch selten stattfindet. Eine Ehrung wurde einem Mitglied und Urgestein der KG Rote Funken zuteil.

Sitzungspräsident Bernd Jägers wurde für 60 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Ein wohl mehr als seltenes Jubiläum. Verblüffend auch, das der heute 63-Jährige schon im zarten Alter von drei Jahren in der KG Roten Funken mit dabei war.

Bodo Malsch vertrat den BDK gerne bei dieser Ehrung und hielt eine rührige Laudatio auf den Auszuzeichnenden, der den höchsten Orden erhielt, den der BDK zu vergeben hat:

„Bei solchen Gelegenheiten wie heute Abend, spricht man gerne vom Urgestein des Duisburger Karnevals. Ich sag das nicht, weil Urgestein klingt immer so nach Fossil! Und der hier ist ein unverschämt jung gebliebener, charmanter Bursche. Aber was man mit diesem Wort meint ist ja was ganz Anderes. Man meint damit, das jemand auf ganz besondere Art und Weise mit dem Karneval verbunden ist.

Und das kann man getrost von Bernd Jägers behaupten, der eben auf diese besondere Art und Weise mit dem Karneval und besonders mit den Roten Funken verbunden ist.

Die Gesellschaft hat sein Leben geprägt und er hat diese geprägt. Das fing schon mit der Geburt am 7. Februar 1949 an, denn im gleichen Jahr erblickten auch die Roten Funken das Licht der Welt. Die hatten sich im Jahr davor von den Weiss Roten aus Hochfeld als Funkengarde verabschiedet und sich als Garde neu gegründet.

Und Bernd Jägers war auch familiär vorgeprägt, denn diese war fast in Gänze Mitglied, ob Vater oder Onkel. Und so wurde auch Bernd im zarten Alter von 3 Jahren Mitglied der Roten Funken.

1965 wurde er im Alter von gerade einmal 16 Jahren wurde er „Funkenmajor“, das nennt man heute Kommandeur. Wir reden heute davon, man müsse junge Leute im Karneval eine Verantwortung geben. Damals war das wohl gar kein Problem. Und dieses hat er 12 Jahre lang bis 1977 auch ganz gut gemacht. In diese Zeit fiel u.a. auch der erste Kasernensturm auf die „Glamorgan Barracks“ in Wanheim.

1977 wurde Bernd Jägers Präsident und dieses für 20 lange Jahre. Und in dieser Zeit hat er es sogar noch geschafft, Hofmarschall zu machen, im Jahr 1983 bei Prinz Horst Sturma.

1997 dann die Ernennung zum Ehrenpräsidenten und aufgrund der jahrelangen Erfahrungen wurde er zudem noch Senatspräsident und blieb dieses bis 2010.

Und seit 2010 ist er nun der Sitzungspräsident der KG.“

Das er für diese „Bärenstarke Leistung“, ein von ihm geprägtes Wortspiel, nunmehr den höchsten Orden, den der BDK zu vergeben hat, ausgezeichnet wurde, den BDK Verdienstorden in Gold mit Brillanten.

Der geehrte brachte seine Freude mit den Worten zum Ausdruck:

„Ich war Roter Funke, bin Roter Funke und werde dieses sicherlich auch in den nächsten Jahren bleiben!“

Zu Ehren des Ausgezeichneten tanzten die Funken den „Stippel Föttke Tanz“ von Matthias Lixenfeld, besonders auch zur Freude des hier Schreibenden, der dieses als Geschäftsführer der „Matthias Lixenfeld Gesellschaft“ nur zu gerne hört.

Die „Sound Fanfares“ brachten mit ihrem musikalischen Intermezzo noch einmal so richtig Stimmung in den Saal, bevor Sängerin June Wilson mit ihrer unvergesslichen Stimme und einer temperamentvollen Show den krönenden Höhepunkt des Funkenballs setzte. Das Publikum riss der Showprofi mit, als sie alte und neue Karnevalshits präsentierte. Das groovige Entertainment sorgte für Stimmungsgarantie. June Wilson sorgte mit ihrer temperamentvollen Bühnenpräsenz für das perfekte Highlight des Balls.

Aus den eigenen Reihen konnten die Funken dann noch einmal „The New Sensation“ präsentieren, und Trainerin Tanja Messina hatte einmal mehr mit den jungen Damen perfekt neue Tanzformationen einstudiert, die vom Publikum mit „standing ovations“ honoriert wurde.

Nach dem Programm, das übrigens vom bekannten Bandleader Peter Weisheit und seinem „Bureau“ zusammengestellt wurde, wurde im Pfeilersaal noch bis in die frühen Morgenstunden weiter gefeiert. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Horst Wolsing mit seiner Band.

Detlef Schmidt hat eine schöne Fotostrecke vom Funkenball hier eingestellt:

http://www.lokalkompass.de/duisburg/kultur/fotostrecke-funkenball-begeisterte-die-gaeste-der-kg-rote-funken-im-grand-city-hotel-duisburger-hof-d254477.html

Autor:

Harald Molder aus Duisburg

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