Afrikanischer Chor begeisterte an der Gesamtschule Emschertal
Gemeinsam die Bühne gerockt

Bevor es ans aktive Mitmachen im Workshop ging, haben die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Emschertal erst einmal eine musikalische Einführung erhalten. Schon da kam Begeisterung auf.
Fotos: GET
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Für mit- und einnehmende, erfahrungs- und lehrreiche Aktivitäten, die weit über den Rahmen festgelegter Lehrpläne und Unterrichtseinheiten hinausgehen, ist die Neumühler Gesamtschule Emschertal (GET) bekannt und anerkannt. Jetzt gab es am Oberstufenstandort an der Hamborner Kampstraße ein besonderes Highlight.

Der Thlokomela-Chor aus Namibia machte Station in der dortigen Aula. Allerdings gab es in der Clauberg-Halle kein Konzert im herkömmlichen Sinn, sondern ein begeistert aufgenommenes „Mitmach-Event“. Für 40 Schülerinnen und Schüler hielten die stimmgewaltigen und choreografisch perfektionierten Afrikaner dort einen mehrstündigen Workshop ab, an dessen Ende das gemeinsame Singen und Tanzen stand. Neben englischen Gospelsongs singen sie vor allem auch Lieder in afrikanischen Stammessprachen.

Zum Mitmachen hatten sich vor allem „Zehntklässler“ bei ihrer Lehrerin Ulrike Borgemeister gemeldet, die den Chor-Besuch an der GET initiiert und vorbereitet hatte. Hierbei spielten vor allem Neugier und Interesse an Menschen eine große Rolle, die nicht nur von einem anderen Kontinent kommen, sondern auch ganz andere Lebenserfahrungen und Lebenswelten mitbringen.

Seit zehn Jahren auf Tour

Die „Emschertaler“ wurden durch die sehr freundlichen und lebensfrohen jungen Sängerinnen und Sänger nicht enttäuscht, zumal diese zum Teil nur wenige Jahre älter als sie sind, aber schon Kinder zu Hause bei den Großeltern zurückgelassen haben, um die Tournee mitmachen zu können. Schließlich soll dadurch Geld für Zuhause eingespielt werden.

Seit 2009 tourt der Chor alle zwei Jahre durch Deutschland und wird (nicht nur finanziell) unterstützt von vielen evangelischen Gemeinden. Der Chor besteht aus 16 Sängerinnen und Sängern, die alle um die 20 Jahre alt sind. Alle kommen aus Katutura, dem Armenviertel von Windhoek. Katutura ist ein ehemaliges Township, das in den 1950er Jahren im Zuge der südafrikanischen Apartheidspolitik entstand.

Sinnvoller Nebeneffekt

Auf der Bühne der Schulaula galt es dann Hemmungen zu überwinden. „Besonders, als der Chorleiter mich in die erste Reihe geholt hat, war ich unsicher und ganz schön aufgeregt“, meinte Sevsen Aslan gegenüber dem Wochen-Anzeiger. Einhellige Meinung war aber auch, dass die Chormitglieder mit ihrem fröhlichen Auftreten gute Lehrmeister waren. „Mit ihrer Hilfe wurden die Bewegungen immer flüssiger. Wir hatten viel Spaß und konnten alle miteinander viel lachen“, lautete das positive Fazit von Alina Küpper, die mit diesem Satz auf volle Zustimmung ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler traf.

Die Sängerinnen und Sänger wollten zudem ihre Kultur vermitteln und Mut machen, Gegebenheiten nicht einfach hinzunehmen, sondern zu verändern und zu verbessern. Darüber hinaus gab es natürlich reichlich Gelegenheit, sich mit den jungen Leuten aus Nambia auf Englisch zu unterhalten, was aus Sicht von Ulrike Borgemeister ein „nützlicher und sinnvoller Nebeneffekt war.“

Begeisterter Schulleiter

Den Abschluss des Besuches machte ein Essen in der Mensa der Schule, an dessen Ende sich der Chor zur Überraschung der Köche und Mensagäste mit zwei landestypischen Liedern eindrucksvoll verabschiedete. „Dieser Besuch des Thlokomela-Chors war ein besonderes Erlebnis, das unsere Schülerschaft zukünftig mit Afrika und vor allem mit Namibia im positiven Sinne verbinden wird“, lautet das Resümee von Schulleiter Christoph Hönig.

Bevor es ans aktive Mitmachen im Workshop ging, haben die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Emschertal erst einmal eine musikalische Einführung erhalten. Schon da kam Begeisterung auf.
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Deutsche und Afrikaner gemeinsam in Bewegung: Allen haben die Stunden riesigen Spaß gemacht, als man zusammen die Bühne gerockt hat.

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