Kolumne Brunnenmeine

Die Brunnenmeile ist ein Skulpturenweg. Die Idee dazu lieferte der Braunschweiger Architekt Harmut Rüdiger. Die Brunnenmeile ist etwa 1 Kilometer lang und wurde 1993 in der örtlichen Fußgängerzone eingerichtet. André Volten, Niki de Saint Phalle / Jeant Tinguely, Otmar Alt und Thomas Virnich sind einige der beiteiligten Künstler.

Was Duisburg kann, kann Mönchengladbach schon lange. So meinen zumindest die Honoratioren vom örtlichen Stadtverschönerungsverein.

Eine Brunnenmeile kann - aufgrund der Bodenverhältnisse - auf dem innerstädtischen Bereich zwischen Hauptbahnhof / Europaplatz und Altem Markt nicht entstehen.

"Dafür haben wir uns für dekorative Litfaßsäulen entschieden," berichtet Engelbert, der Vereinsvorsitzende.

Gedacht gesagt getan - rund 25 Litfaßsäulen wurden angeschafft und in dem genannten Streckenabschnitt aufgestellt. Aber nicht nackend und kahl, nein: 15 örtliche Künstler wurden beauftragt, die runden Säulen künstlerisch zu gestalten.

Farbig und bunt ist das Ergebnis auf jeden Fall geraten, wie Engelbert berichten kann. "Der Betrachter bekommt Szenen aus der Stadtgeschichte, der regionalen Sagenwelt und von bedeutsamen Prominenten gezeigt," berichtet Engelbert.

"Einige Künstler ließen ihrer kreativen Phantasie aber auch freien Lauf und betätigten sich bildhauerisch."

Eine Litfaßsäule, die noch aufgestellt werden muß, ist mit LED-Lampen ausgestattter - sie bietet insbesondere in der Dunkelheit Lichtkunst: "in Perfektion," wie Engelbert betont.

Eine weitere Litfaßsäule wird derzeit mit einem Fernseh- und Videomonitor ausgestattet. "Samstagabend läuft hier auf jeden Fall Fußball," meint Engelbert ernsthaft. "Bei gutem  Wetter ist Rudelgucken angesagt. Wenn unsere heißgeliebte Borussia auswärts spielt, wird die Innenstadt überfüllt sein. Diejenige Gastronomie, die sich an der Berichterstattung beteiligt, wird auf jeden Fall ihren Reibach machen," so der Stadtverschönerer und Lobbyist.

Ohne Einschränkungen für Wochen- und Weihnachtsmärkte und andere Veranstaltungen wird im Bereich des Alten Marktes in den kommenden Wochen ein kleiner Litfaßsäulen-Skulpturenparl aufgebasut. Entlang einer Carrera- Bahn sowie einer Modelleisenbahnstrecke wird eine städtische Landschaft aufgebaut. In diese Landschaft sind alternative Litfässe aufgebaut (z. B.  in Pyramidenform, Leuchtturmform, ein Sarg, aus dem Werbung hervorkommt, wenn man ihn öffnet), welche aus unterschiedlichen Materialien (z. B. Glas, Marmor, technische Textilien) und soloche in unterschiedlicher Form (z. B. kurvenreich, eckig, kugelformig). "Dier Parkt wendet sich an Kindern und das Kind im Mann," behauptet Engelbert. "Starke Magnetfelder verhinderhn, daß die Unbilden des Wetters (gemeint ist z. B. Regen, Hitze, Sturm, d. Red.) den kleinen Litfaßsäulen-Skulpturenpark etwas anhaben können, Besucher aber gleichzeitig freien Eintritt haben."

Momentan seien Stadtverwaltung und Verschönerungsverein an ihre finanziellen Grenzen gekommen, berichtet Engelbert. Es gebe noch zahlreiche Ideen zu akustischen und haptischen Litfaßsäulen, die momentan noch nicht genutzt werden können. "Sponsoren sind da willkommen," wünscht sich Engelbert.

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