Kolumne Fachkraft Fruchtsaft

Die Fachkraft für Fruchtsafttechnik ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Sie stellt Fruchtsäfte, Säfte und Erfrischungsgetränke her. Die Fachkräfte bereiten die Rohwahren für die Produktion vor, verarbeiten Rohstoffe und mischen die Zutaten zu trinkfertigen Produkten.

Du tobst
wegen dem Obst
gegen Erdbeeren
willst du dich wehren
bei Bananen
gehst du zum Schamanen
nur Gemüsesaft
gibt dir Kraft
die Kraft der Pantoffel
hilft dir aus dem Pantoffel
beim Saft des Kohl
fühlst du dich wohl

Sie merken es, liebe Leser: Wir brauchen auch eine Fachkraft für Gemüsesaft. Bei den Landwirten am Niederrhein wird diese Forderung schon lange erhoben. "Wird Gemüse nicht nur gegessen, sondern auch getrunken, ist dies gesund für den menschlichen Körper und unseren Geldbeutel," so ihre Begründung.

Ein entsprechender Vorstoß beim Bundesbildungsministerium blieb bislang allerdings folgenlos. "Die Fachkraft für Fruchtsafttechnik ist ausreichend," erhielten die Bauern als Antwort. "Wer Fruchtsäfte herstellt, wird auch in der Lage sein, Gemüsesäfte zu erzeugen."

Nur: Gibt es schon zu wenige Betriebe und Ausbildungsstellen für Fruchtsäfte, ist dies bei Gemüsesäften ein noch eklatanteres Problem. "Es traut noch niemand an das Thema heran.."

Eine neue Produktionsgenossenschaft soll da abhelfen. Sie ist in Neuss ansässig, bezieht ihre Produkte von den Landwirten am Niederrhein, soll neue Geschmacksrichtungen und Vertriebswege ausprobieren und so dem Gemüsesaft neue Impulse geben.

Den Saft der Roten Beete
gibt`s bei Oma Grete
Der Saft der Petersilie
gehört in die Familie
Für den Saft der Kamille
fehlt mir der Wille.

"Wir werden auch auf alte Kulturpflanzen, traditionelle Gemüsesorten zurückgreifen müssen," ist sich die Produktionsgenossenschaft sicher. "Kohlrabi, Radieschen, Blumenkohl und Schlangengurke lassen sich nicht zu Gemüsesaft verarbeiten."

Also probieren die Bauern Produkte wie den Rheinischen Mais, Gürbeling, die Strauchgurke, Zwingelling, Trüffeln, Weißstrachknospen und Rotbraunknöterich als saftspendende Pflanzen aus. Und siehe da - sie haben nicht nur mit den Getränken Erfolg, sondern sich auch neue Einkommensquellen erschlossen und eine ökologisch sinnvolle Nutzungsmöglichkeit für ihre Flächen und Böden gefunden.

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