Der Oechor aus Hiesfeld gastiert am Sonntag wieder in der Neumühler Gnadenkirche
Melodien vom Wandel der Zeit

Der Oechor Hiesfeld gastiert bereits zum vierten Mal in der Gnadenkirche. Diesmal findet dort sogar die Premiere des neuen Programms statt.
Foto: Oechor
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  • hochgeladen von Reiner Terhorst

Die Evangelische Gnadenkirche am Hohenzollernplatz, dem Neumühler Markt, ist neben den Gottesdiensten und zahlreichen gemeindlichen Aktivitäten immer wieder ein Ort vielfältiger kultureller und musikalischer Veranstaltungen. Am Sonntag, 10. Februar, 17 Uhr, ist erneut der Oechor aus Dinslaken-Hiesfeld dort zu Gast.

Theaterstücke von den HeRoes, den jungen Muslimen in Auschwitz oder des Stielmustheaters kamen in der Kirche am Markt zur Aufführung. Ausstellungen zu den Reformatorinnen und zur Geschichte des Ruhrgebietes stießen ebenfalls auf große Resonanz. Der ThyssenKrupp-Chor, der Menschenrechte-Chor, Konzerte mit „ungewöhnlichen Klangkörpern“ oder die Darbietungen einer Harfenistin sorgten für musikalische Höhepunkte.

Zu denen zählten und zählen auch die Konzerte des Oechors aus Hiesfeld. Unter dem Motto „Die Zeiten ändern sich“ führt er am Sonntag sein inzwischen viertes Konzert in der Neumühler Gnadenkirche am Hohenzollernplatz durch, die diesmal sogar Premierenort des neuen Programms ist.

Kontakte gehegt und gepflegt

Die Neumühler Pfarrerin Anja Buchmüller-Brand war seinerzeit als Vikarin in der Hiesfelder Heimatgemeinde des Oechors tätig. Seitdem sind die Kontakte zu den Verantwortlichen nie abgebrochen. Als sie nach weiteren Stationen vor einigen Jahren Pfarrerin in Neumühl wurde, war es naheliegend, dass die musikalischen Qualitäten des Chores auch dort Gehör finden sollten.

Der Oechor entstand in den siebziger Jahren als „Ökumenischer Jugendchor“ der evangelischen Kirchengemeinde Dinslaken-Hiesfeld unter der Leitung des Kirchenmusikers Friedhelm Klump, der den Chor bis heute leitet. Von Beginn an hat sich der Chor an der musikalischen Gestaltung von Gottesdiensten in der Kirchengemeinde beteiligt. Auch zu kirchenmusikalischen Veranstaltungen mit anderen Gruppen der Kirchengemeinde hat der Chor stets seinen Beitrag geleistet.

Seit den neunziger Jahren entstanden eigene Konzertprogramme, mit denen der Chor auch in umliegenden Gemeinden zu Gast war. Bereits da wurde der Chor technisch unterstützt von Jürgen Wagner, der sich über sein technisches Engagement hinaus zunehmend um Ideen zur Programmgestaltung kümmerte. Etwa zur Jahrtausendwende konnte der Chor feststellen, dass Musik tatsächlich im Herzen jung hält, aber der kosmetische Aufwand, diese Botschaft nach außen zu transportieren, langsam anfing, die Zeit der musikalischen Proben zu übersteigen.

Deshalb wurde der Name des Chores aus Gründen der Glaubwürdigkeit und der Effizienz auf Oechor gekürzt. Heute bemüht sich der Chor, neben der musikalischen Gestaltung von Gemeindegottesdiensten, regelmäßig neue Konzertprogramme anzubieten, die gerne angenommen werden. Der Oechor gestaltet jetzt seit mehr als 20 Jahren wechselnde und fast jährlich neue Konzertprogramme. In dieser Zeit hat sich vieles verändert.

Lieder wecken Erinnerungen

Dem trägt der Oechor auch in seinem neuen Programm Rechnung, das jetzt in der Neumühler Gnadenkirche zur Aufführung kommt. Hat vor 20 Jahren vielleicht ein Handyklingeln den Konzertablauf gestört, wird heute das Handy hochgehalten, um das Erlebte „just in Time“ mit den virtuellen Freunden zu teilen. Vielleicht ist deshalb Cindy Laupers „Time after Time“ mit im neuen Programm. Passend dazu ist auch das Lied „Seit ewigen Zeiten“ mit dem Text von Hannes Wader und der Melodie des legendären Songs „Turn, Turn, Turn“ von den Birds.

Die bei freiem Eintritt – um eine freiwillige Spende wird gebeten – vermutlich wieder zahlreichen Besucherinnen und Besucher hören unter der musikalischen Leitung von Friedrich Klump und der launig-humorvollen Moderation von Jürgen Wagner auch Titel von Marius Müller-Westernhagen oder Reinhard Mey sowie neue Arrangement bekannter Volks- und Kirchenlieder.

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