Prinzengala im Huckinger „Gürzenich“ begeisterte mit grandiosem Programm

40 Jahre auf der Bühne - die Bläck Fööss
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Es war keine Prinzengala wie man sie bislang kannte. Nein, sie war „Die“ Prinzengala der vergangenen Jahre. Im Steinhof in Huckingen, vom ehemaligen Prinzen Manfred Brey liebevoll „Huckinger Gürzenich“ betitelten Festsaal, hatte der Vorstand des Prinzenclubs ein exzellentes Programm aufgeboten, daß die rund 500 Gäste mit den Höhepunkten des rheinischen Karnevals konfrontierte. Ein Highlight nach dem Anderen kam auf die Bühne und es war ein gelungener Mix aus Musik, Büttenrede und Show.

Gekonnt durch das Programm führten die Sitzungspräsidenten Wilfried Schmitz und Peter Kirchholtes.

Und gleich zum Auftakt der wunderbaren Gala war jene Band aus der Domstadt Köln zu hören, die in den letzten 40 Jahren den Karneval an Rhein und Ruhr mit ihren Liedern bestimmte und in Huckingen im Steinhof ihr 40jähriges Bühnenjubiläum mit dem Prinzenclub beging, die „Bläck Föös“.

„Bickendorfer Büdche“, „Drink noch eene met“, „Kaffeebud“ und viele andere musikalische Erinnerungen an 40 Bühnenjahre wurden mitgesungen. Und die Lacher auf ihre Seite zogen die „Nacktfüsse“ mit dem alten Kölner Krätzchen „He deit et wih un do deit et wih“, daß sie ein wenig ironisch auf sich selbst bezogen und die sich mittlerweile einstellenden Wehwehchen besangen.

Mit „Bye bye my love“ verabschiedete sich “Kölns älteste Boygroup” in Richtung Heimat und hatte das Publikum so richtig aufgeheizt für einen schönen geselligen Abend.

Dann folgte mit Martin Schopps und seiner „Rednerschule“ ein Angriff auf die Lachmuskeln. Wunderbar sein Exkurs in die schier wirre Lebensart der heutigen Jugend und den Drogenkonsum mit dem umgetexteten Lied von den „Tüten aus Amsterdam“. Oder das Piercing für Eltern ganz praktisch ist: „Da braucht man nur einen Magneten aus dem Fenster halten und die Kinder kommen angeflogen!“ Oder die Herkunft des Wortes „Vegetarier“ aus dem Indianischen: „Das hieß damals – Zu doof zum Jagen!“ und der daraus resultierenden Frage, warum man keine Tiere essen darf: „Die sind doch aus Fleisch!“

Der ewige Konflikt zwischen den Geschlechtern wurde von ihm auch in Pari ausgelotet. Angefangen von der Fett Tauschbörse und wunderbaren Sprüchen wie: „Trinken statt Essen lässt den Hunger vergessen!“ zeigte er die kleinen aber feinen Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein auf. Und dann ein Hieb gegen den Urlaubsmacho in der abgewandelten Liedform der „Kleinen Maus“: „Zieh dich an dicker Mann, bist nicht knackig!“ – Kontra sofort hinterher beim Halbschlaf auf der Fernsehcouch: „Reife Frau erwartet deinen Anruf!“ und der daraus resultierenden Frage „Ist denn schon Muttertag!“
Und wenn es dann gar nicht mehr geht die Internet Plattform für Geschiedene „gebraucht.de“.

Und das sich hinter Martin Schopps keine Geringerer verbirgt, als der Sohn von Fritz Schopps, besser bekannt als „Et Rumpelstilzche“, der wenig später ebenfalls Gaststar bei der „Prinzengala“ war, verpackte der Sohnemann zum Abschluss noch in der süffisanten Bemerkung, daß der Senior Schopps ein Wenig von einem Transvestiten hat: „Er läuft schon seit 30 Jahren in roten Stiefeln durch Köln!“

Zur Beruhigung der Lachmuskeln gab es eine brillante Tanzdarbietung des Kindertanzpaares Leon (Kinderprinz Duisburg 2010) und Renee von den „Oldstädtern“, die zeigten, daß die Jugendarbeit im Duisburger Karneval groß geschrieben wird.

Es folgte gleich darauf ein weiterer Höhepunkt, der auch die erste Rakete des Abends sah, die „Fauth-Dance Company“ aus Viersen, die Showtanz auf höchstem Niveau zeigte. Ein Ohren- und Augenschmaus nicht zuletzt auch durch eine grandiose Mischung aus Karnevalsliedern und Welthits.

Und dann der Auftritt von Schopps Senior als „Et Rumpelstilzche“. Niemand versteht es wie er, die politisch gefärbte Büttenrede so brillant und gereimt vorzutragen. Und das alles immer mit Bezug auf den Märchenwald und dem Spruch der Kultfigur: „Ach wie gut das niemand weiss …“ Ein Brüller bei der Bemerkung, daß nach den Äußerungen von Thilo Sarrazin die Helden aus "1001 Nacht" Ali Baba und Sindbad aus dem Märchenwald geflohen sind. Zum Abschluss auch noch einmal eine Ode an die Jubilare und Kölner Kollegen „os Fööss“! Grund genug, dem Urgestein aus „Kölle“ die zweite Rakete des Abends zu widmen.

Es folgte ein weiterer Solotanz des Tanzamriechens „Cathrin“ von der KG Königreich Duissern, auf die nicht nur Präsident Manfred Brey stolz sein kann.

Es folgte ein gekonnt kurz gehaltener offizieller Teil mit der Aufnahme des ehemaligen Prinzen 2010 Michel I: (Michael Jansen) und seines Hofmarschalls Hansjürgen Küppers (Oliver Wolters war beruflich verhindert) in den Prinzenclub sowie die Ernennung eines neuen Senators.

Danach noch die Vorstellung der Prinzencrew für die kommende Session rund um den designierten Prinzen Jürgen II. (Ohl) bevor ein musikalischer Topact den Saal betrat.

Das man mit Solo Entertainer Lutz Kniep einen Musiker engagiert hatte, der sein Instrument, die Trompete, bravourös beherrschte und ihr wunderbare Melodien entlockte, damit hatten die Gäste im Saal gerechnet. Denn Lutz Kniep ist bekannt für Entertainment der Spitzenklasse. Doch dann folgte eine Laser Effektshow, die atemberaubend war.

Waren es zunächst wunderbare, der Musik angepasste Laserspielchen, die den Saal illuminierten, zeichnete ein blauer Laserstrahl auf einmal unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer und –hörer ein Duisburger Motiv, den Stadtwerketurm. Gefolgt von Innenhafen Motiven Küppersmühle und 2 H, Szenen aus dem Bergbau und der Stahl Tradition Duisburgs, City Palais, Stadttheater, Zoo und Merkez Moschee und dann die MSV Arena, bei der das Publikum nicht mehr zu bremsen war. Die dritte Rakete war fällig! Mit diesem Programmpunkt endete ein wunderbarer Galaabend, bei dem sich der Prinzenclub wahrlich in allen Dingen übertroffen hatte. Der Dank des Publikums blieb hier nicht aus und es war trotz der viereinhalb Stunden Programm, die wie im Flug vergingen für alle ein Genuss.

Noch einige frohe Stunden blieben die Besucher beisammen und tanzten zu den Klängen der Musik vom „Sound Express“ aus Köln, der auch den Abend musikalisch begleitet hatte.

Die Fotostrecke des Abends mit noch mehr wunderschönen Eindrücken der Prinzengala finden Sie wieder bei meinem Kollegen, Bürgerreporter Detlef Schmidt

http://www.lokalkompass.de/duisburg/kultur/fotostrecke-prinzengala-prinzenclub-der-stadt-duisburg-im-steinhof-duisburg-huckingen-d24610.html

Autor:

Harald Molder aus Duisburg

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