Sebastian Jacoby, der Duisburger TV-Quizzer

Sebastian Jacoby im Gefragt-Gejagt-Studio in Hamburg. Foto: ARD/ Uwe Ernst
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Hoch über dem Spielpult sieht man ihn regelmäßig sitzen und mit korrekten Antworten um sich schießen, wenn man wochentags um 18 Uhr die Quizshow „Gefragt-Gejagt“ im Ersten einschaltet: Den „Jäger“ Sebastian Jacoby. Doch nicht nur in der Rolle des Fernseh-Quizzers, sondern auch in der des „Wahl-Duisburgers“ fühlt sich der gebürtige Allgäuer wohl.
„Wir müssen den Kandidaten Geld abknöpfen, das sie gerne gewinnen möchten; und das versuchen wir mit sportlichem Ehrgeiz.“ So einfach und treffend fasst Sebastian Jacoby das Spielprinzip der Quizshow „Gefragt-Gejagt“ zusammen, bei der er seit 2013 fester Bestandteil ist. Dort bringt der „Quizgott“ allwöchentlich seine Herausforderer mit Schnelligkeit und einer Menge Wissen ins Schwitzen. Der Kampfname „Quizgott“, sei übrigens auf eine gemeinsame Entscheidung mit den TV-Redakteuren zurückzuführen, erklärte Sebastian Jacoby. „Der Name soll aber nicht auf Blasphemie hindeuten“, fügte er schmunzelnd hinzu.
Geholfen habe Sebastian Jacoby für seine Quiz-Karriere besonders eines: Neugier. „Ich konnte gerade lesen, da bekam ich von meinem Vater ein Pilzbuch geschenkt. Es dauerte nicht lange, da kannte ich die Namen der Pilze auswendig und wusste sogar, ob sie essbar oder giftig waren“, erzählte der Quiz-Profi. „Blut geleckt“, was das Quiz-Spielen betrifft, habe er dann Jahre später, als er in seiner Heimatstadt Oberstdorf an einem Kneipenquiz teilnahm. Und das zunächst „nicht sehr erfolgreich“ wie Sebastian Jacoby, der heute längst selbst als Fragen-Autor und Quizmaster für Kneipenquizzes aktiv ist, ergänzte.
„Aus den Alpen in den Pott“ lockte Sebastian Jacoby schließlich eine Ausbildungsstelle bei Thyssenkrupp Steel, wo er mittlerweile als Controller tätig ist. Dass er heute trotz der kulturellen Welten, die zwischen dem Allgäu und dem Ruhrgebiet liegen, sehr gerne in Duisburg lebt, erklärt der 41-Jährige nicht zuletzt mit seiner Familiengeschichte: „Meine Mutter ist Meidericherin! Daher habe ich in meiner Kindheit beinahe jedes Jahr Ferien in Duisburg gemacht.“ „Außerdem“, so Sebastian Jacoby weiter, „sind die Duisburger angenehm bodenständig.“
Aber wie macht ein Quizzer das eigentlich: Sich immer neue Dinge merken, ohne dafür alte wieder zu vergessen? „Aufmerksam durch die Welt gehen und gewisse Dinge einfach auswendig lernen“, erklärte der „Quizgott“, der mit diesem Prinzip schon zahlreiche Meisterschaften und TV-Quizshows für sich entscheiden konnte.
Da aber sowohl die Vorbereitung auf Wettkämpfe, als auch die Drehtage für „Gefragt-Gejagt“ in Hamburg sehr zeitintensiv seien, hat der Familienvater noch einen anderen Erfolgsgaranten für seine Quiz-Karriere ausgemacht: „Ich muss ein großes Kompliment an meine Frau machen. Wenn sie nicht so viel auffangen würde, wäre das alles nicht möglich.“

Wer selbst einmal „Quiz-Luft“ schnuppern möchte, für den bietet das Ostende in Neudorf jeden Dienstag um 20 Uhr ein Kneipenquiz an. Gespielt wird in Teams von bis zu sechs Personen. Sonstige Informationen zu Quizturnieren in Duisburg gibt es auf der Seite des Deutschen Quiz-Vereins (DQV), online unter: www.quizverein.de.

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