Gemeinsame Gemeindeversammlung DU-Süd
„Aus zwei mach eins“

In der Versöhnungskirche Großenbaum kommt es bald zur ersten gemeinsamen Versammlung der Gemeinde Großenbaum-Rahm und der Auferstehungsgemeinde.
Foto: Evangelische Kirche
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Die Presbyterien der Evangelischen Kirchengemeinde Großenbaum-Rahm und der Evangelischen Auferstehungsgemeinde Duisburg Süd führen, wie unsere Redaktion im Vorfeld berichtete, schon seit mehreren Monaten Gespräche mit dem Ziel, dass aus beiden Gemeinden bald eine werden soll.

Damit alle interessierten Gemeindeglieder die Möglichkeit bekommen, sich an diesem Prozess zu beteiligen, luden die beiden Leitungsgremien bereits Ende Oktober 2021 zu damals noch getrennten Gemeindeversammlung ein. Am Donnerstag, 2. Juni, gibt es um 18 Uhr in der Versöhnungskirche Großenbaum nun die erste gemeinsame Gemeindeversammlung.

Hier sollen die Mitglieder über den aktuellen Stand der Planungen informiert werden. Dabei geht es auch um die Neuausrichtung der Kinder- und Jugendarbeit, die Neuaufstellung der Konfirmandenarbeit und die Veränderungen im Pfarrdienst. Beide Leitungsgremien laden herzlich zu der Versammlung ein und möchten mit ihr allen Mitgliedern die Möglichkeit geben, Fragen zu stellen, Kritik zu äußern und Anregungen zu geben.

Vier Projektgruppen

Davon wurde in vielen Einzelgesprächen, aber auch in vier Projektgruppen bereits reichlich Gebrauch gemacht. Eine Projektgruppe beschäftigt sich mit dem Personal der Kirchengemeinden, eine zweite mit den Gebäuden und Finanzen, eine dritte mit der zukünftigen Konzeption und eine vierte Projektgruppe mit der Öffentlichkeitsarbeit.

Die Projektgruppen bestehen aus Mitgliedern der Presbyterien, Vertretern von Fachausschüssen und sachkundigen Gemeindegliedern. Sie erarbeiten Beschlussvorschläge und entlasten dadurch die Presbyterien. Dennoch fassen am Ende die Presbyterien der Gemeinden und nicht die Projektgruppen die Beschlüsse.

Gemeinsames Leitbild

Es wird nicht bei dieser ersten gemeinsamen Gemeindeversammlung am 2. Juni bleiben, denn die Klärung von Detailfrage bedürfe Zeit und Sorgfalt gleichermaßen. Ein gemeinsames Leitbild soll erstellt werden. Die Schwerpunkte der künftigen Gemeindearbeit müssen frühzeitig auf den Weg gebracht werden, damit jeder Klarheit habe, was und warum dieses gemacht werde jenes möglichweise nicht.

Alle Beteiligten wollen gemeinsame Regeln entwickeln, damit die Ausschüsse und Fachausschüsse in der neuen Gemeinde vernünftig arbeiten können. Auch wird überlegt, was in der dann doch sehr großen Gemeinde mit rund 9.000 Gemeindegliedern von den verschiedenen Ausschüssen selbständig vorbereitet und auch umgesetzt werden kann. So kann das gemeinsame Presbyterium entlastet werden.

Ohne finanzielle Not

Dann braucht die neue Gemeinde ein erkennbares Logo und ein gemeinsames Kirchensiegel. Auch daran wird gearbeitet. Am Ende des Fusionsprozesses ist die Frage zu beantworten, wie die neue Gemeinde heißen wird. Auch an der Namensfindung sollen die Gemeindeglieder beteiligt werden.

Zur Geburt der neuen Gemeinde könnte es schon 2024 kommen. Sie würde das Gebiet Großenbaum und Rahm – bislang Gemeinde Großenbaum-Rahm – sowie Huckingen, Hüttenheim, Ungelsheim, Mündelheim, Ehingen und Serm – bislang Auferstehungsgemeinde – umfassen.

Grund der Umstellung zur Großgemeinde, teilten die beiden Leitungsgremien schon im Oktober 2021 mit, sei jedenfalls nicht die finanzielle Not. Es gehe letztendlich um eine Neuausrichtung der gemeindlichen Arbeit und um die Erfahrung, dass man gemeinsam stärker ist.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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