Der 100-jährige Hans Lembeck trug sich in das Goldene Buch Hamborns ein
Besondere Ehrung für das „Geschichtsbuch auf zwei Beinen“

Voller Dankbarkeit, Freude und Staunen reagierte der 100-jährige Hans Lembeck auf die, wie er sagte, "große Ehre, mich in das Goldene Buch Hamborns eintragen zu dürfen." Bezirksbürgermeister Marcus Jungbauer (l.) und Heimatvereinsvorsitzender Jörg Weißmann freuten sich mit ihm.           Fotos: Reiner Terhorst
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  • Voller Dankbarkeit, Freude und Staunen reagierte der 100-jährige Hans Lembeck auf die, wie er sagte, "große Ehre, mich in das Goldene Buch Hamborns eintragen zu dürfen." Bezirksbürgermeister Marcus Jungbauer (l.) und Heimatvereinsvorsitzender Jörg Weißmann freuten sich mit ihm. Fotos: Reiner Terhorst
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Kurz vor Heiligabend hatte Hans Lembeck seine ganz persönliche Bescherung. Zu seiner Tochter allerdings meinte er lachend und „gespielt böse“: „Du bekommst keine Geschenke, Du hast alles gewusst.“ Eine bestens vorbereitete und geheim gehaltene Überraschung für den 100-jährigen „Ur-Hamborner“ ist gelungen.

Als der Vorsitzende des Heimatvereins Hamborn, Jörg Weißmann, sich vor einigen Wochen im Bezirksrathaus selbst in das Goldene Buch Hamborns eintrug, nahm er Bezirksbürgermeister Marcus Jungbauer zur Seite und regte an, diese Ehre doch auch Hans Lembeck zuteilwerden zu lassen. Gesagt, getan.

Lembeck, inzwischen Bewohner des St. Josef-Altenheims der Caritas Duisburg an der Liebrechtstraße im Herzen Hamborns, ist zwar geistig noch topfit, aber halt nicht mehr so gut zu Fuß. Deshalb sollte die Auszeichnung auch im Altenheim vollzogen werden. Ein paar Telefonate mit der Heimleitung und der Familie, und schon war alles in trockenen Tüchern. Alle haben dicht gehalten, das „Hamborner Geschichtsbuch auf zwei Beinen“ wusste von nichts. Seine Familie, mit ihm,seinen Kindern, Enkeln, Ur-Enkeln und den beiden Ur-Ur-Enkeln in fünf Generationen vertreten, der Bezirksbürgermeister und einige aktive Mitglieder des Heimatvereins wollten ihn halt überraschen.

Die Geschichte Hamborns
erlebt und verinnerlicht

Lembeck ist bereits Träger der Ehrennadel der Bezirksvertretung Hamborn und Ehrenmitglied des Heimatvereins Hamborn. Jetzt wurde der Eintrag in das Goldene Buch von dem Mann eigenhändig und stolz vollzogen, der sich wie kein anderer in der Geschichte „seines“ Hamborns auskennt. Zudem verfügt er viele historische Erinnerungsstücke und Exponate. Bilder, alte Bücher und Festschriften, Thyssen-Notgeld, Sonderbriefmarken und Münzen sprechen eine deutliche Sprache.

Alle freuten sich im feierlich geschmückten Saal im St. Josef-Altenheim auf den Ehrengast, doch der ließ „gezwungenermaßen“ auf sich warten. Ein Feuer-Fehlalarm hatte den Fahrstuhl außer Gefecht gesetzt, so dass der nichts Ahnende auch selber immer aufgeregter wurde, wieso seine Tochter ihn in den großen Saal des Altenheimes „entführen“ wollte. Entsprechend überrascht schaute er dann letztlich in die vielen lächelnden Gesichter, die ihn mit großem Beifall empfingen.

Schöne Urlaube in
Carolinensiel-Harlesiel

Jörg Weißmann, Vorsitzender des Heimatvereins, hielt eine wohltuend kurze Ansprache und erklärte die Besonderheit des Tages und des bevorstehenden Ereignisses. Lembeck war sichtlich gerührt. Die jetzige Version des Goldenen Buches verewigt seit über 40 Jahren prominente Hamborner, Gäste und Besucher aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Es war ein Geschenk zum 60. Geburtstag des allerersten Hamborner Bezirksbürgermeisters Heinrich Hamacher. „Und nun dürfen Sie sich darin eintragen, denn Sie haben es wahrlich verdient“, sagte Bezirksbürgermeister Marcus Jungbauer.

Willy Brandt, Helmut Schmidt, Angela Merkel und Walter Steinmeier sind unter anderem darin vertreten, nun halt auch Hans Lembeck. Auch eine Delegation aus dem Nordseebad Carolinensiel-Harlesiel leistete dort ihre „Freundschafts-Unterschrift“. Lembeck selbst hat gute Erinnerungen an Carolinensiel, denn er hat dort in den 60er Jahren viele Urlaube verbracht. Jetzt bekam er zusätzlich als Geschenk den großformatigen Carolinensieler Jahreskalender 2020 überreicht. Lembeck strahlte.
Anschließend gab es noch viel zu erzählen, denn der 100-jährige gab etliche Anekdoten zum Besten, so wie man es von ihm erwartet hat.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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