Sara Randow ist seine Nachfolgerin – Abschied und Neubeginn für die Trinitiatis-Gemeinde
Björn Hensel hinterlässt Spuren in Buchholz

Pfarrer Björn Hensel verabschiedet sich am Sonntag, 31. Oktober, aus dem kirchlichen Dienst.
Foto: Wolfgang Grashöfer
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  • Pfarrer Björn Hensel verabschiedet sich am Sonntag, 31. Oktober, aus dem kirchlichen Dienst.
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In der Buchholzer Jesus-Christus-Kirche der Evangelischen Kirchengemeinde Trinitatis sagen am Reformationssonntag, 31. Oktober, viele Menschen „Danke für alles“. Pfarrer Björn Hensel verabschiedet sich aus dem kirchlichen Dienst.

Sowohl für ihn als auch für die Gemeinde ist das aber zugleich ein Neubeginn. Mit Pfarrerin Sara Randow steht seine Nachfolgerin längst fest. Während der eine mehr Zeit für seine Lebenspartnerin und das gemeinsame Hobby Wandern hat, wird die andere offiziell das fortsetzen und ausbauen, was sie seit Oktober 2019 als Pfarrerin zur Anstellung nach Trinitatis kam.

Im und nach dem Abschiedsgottes von Björn Hensel wird dann sicher sowohl zurück als auch nach vorne geblickt. Aufgewachsen ist der scheidende Pfarrer in Langenfeld. In die Wiege gelegt wurde ihm sein späterer Beruf nicht. „Kirche war bei uns in der Familie nie ein großes Thema“, erinnert er sich. Sein Elternhaus war durch ethische Werte, aber kaum religiös geprägt.

Während des
Studiums getauft

Im Religionsunterricht in der Oberstufe wuchs bei Björn Hensel das Interesse an theologischen und gesellschaftlichen Themen. Er redete mit, er wollte mehr wissen. Die an Bedeutung gewinnende Friedensdiskussion, Rassismus und Apartheit spielten da auch eine Rolle.

Nach dem Abitur entschloss er sich auch ganz bewusst, Evangelische Theologie zu studieren. Wuppertal und Heidelberg waren seine Studienorte. Zunächst einmal musste er kräftig Hebräisch und Altgriechisch an. „Das war ein richtiges Pauken“. Anfangs stand für ihn noch nicht fest, dass der Studienabschluss im Pfarrerberuf enden würde. Da gab's ja auch die Schule. Ungewöhnlich ist zudem, dass Björn Hensel erst während des Studiums getauft wurde. Er lächelt und meint augenzwinkernd: „Spätberufener.“

Anlaufstelle für
die Bürgergemeinde

In Essen ging es los, als er als junger Vikar in den kirchlichen Vorbereitungsdienst trat. Es folgten Saarbrücken, Königswinter und Ratingen. Dann ging es nach Duisburg, zuerst in die Gemeinde Neudorf-West, bis er 1997 in Buchholz seinen Platz zum Arbeiten und Leben gefunden hatte
Dort wirkte er an vielen Stellen, etwa in der Diakonie, der Jugend- und Seniorenarbeit, sprang aber auch gerne bei der Theatergruppe ein und war die Anlaufstelle für Belange der Bürgergemeinde Buchholz. Ein Herzensanliegen war ihm das Thema Ökumene, sowohl vor Ort als auch „weltweit“.

Durch Taufen, Konfirmanden- und Schulunterricht, Trauungen und Beerdigungen hat er zahlreiche Familien an wichtigen Lebensstationen begleitet. Vor allem in Erinnerung bleiben wird seine regelmäßige Teilnahme an Wanderfreizeiten der Gemeinde. Einen Neustart in der selbst verantworteten Seniorenarbeit initiierte er mit dem „Netzwerk 55 plus“, das im Jahr 2015 mit Hilfe vieler interessierter Menschen entstand.

"Ich bin ja nicht
aus der Welt"

Für Pfarrer Hensel ist „Netzwerk 55 plus“ nur eins der schönen „Geschenke“ während seiner Arbeit in Buchholz: „Mit zehn Gemeindegliedern haben wir überlegt und vorbereitet. Dann ging es los und gegen manche Befürchtung ist dieses Projekt mit vielen Angeboten und Interessierten durchgestartet. Das freut mich sehr.“ So etwas prägt halt. Künftig wird er seinen Lebensmittelpunkt zwar in Neuß haben. Aber er sagt sofort: „Ich bin ja nicht aus der Welt, und werde ganz sicher noch öfter in Buchholz auftauchen.“

Als es um die konkrete Neubesetzung seiner Pfarrstelle ging, ist das Presbyterium sofort auf die in der Gemeinde bisher befristet tätige Pfarrerin Sara Randow zugegangen und hat sie um Bewerbung auf die Pfarrstelle der Gemeinde gebeten.

Einstimmig zur
Pfarrerin gewählt

Das Besetzungsverfahren begann mit einem Probegottesdienst im Juni, mit dem sich die Pfarrerin offiziell noch einmal der Gemeinde präsentierte. Die Rückmeldungen aus der Gemeinde waren im Anschluss an den Gottesdienst erwartungsgemäß durchweg sehr erfreulich und nur positiv. Daraufhin hat das Presbyterium in einem öffentlichen Gottesdienst im August Sara Randow einstimmig zur Pfarrerin der Kirchengemeinde gewählt.

Der Wunsch, Pfarrerin zu werden, hat die Dinslakenerin seit der 12. Klasse nicht mehr losgelassen. Nach dem Abitur studierte sie Evangelische Theologie in Bochum, Wuppertal und Bonn und absolvierte im Anschluss daran das Vikariat in Düren. Ihre Amtseinführung wird mit einem Gottesdienst am Sonntag, 7. November, 10.30 Uhr, in der Jesus-Christus-Kirche feierlich begangen.

Für diesen Gottesdienst, wie auch für den Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Hensel am 31. Oktober, 15 Uhr, gilt die 2G-Regel. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich über die Webseite www.trinitatis-duisburg.de oder über das Gemeindebüro unter Tel. 0203 / 738 26 93.

Pfarrer Björn Hensel verabschiedet sich am Sonntag, 31. Oktober, aus dem kirchlichen Dienst.
Foto: Wolfgang Grashöfer
Hensels Nachfolgerin Pfarrerin Sara Randow wird am Sonntag, 7. November, feierlich in ihr Amt eingeführt.
Foto: Gahlemann Fotografie
Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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