Valentinstag
Das Fest der Liebenden

Zeitungsleserin - Vanessa Hartung (30) - aus dem Duisburger Süden zeigt bereits ihre Vorfreude auf den kommenden Valentinstag am 14. Februar 2022.
  • Zeitungsleserin - Vanessa Hartung (30) - aus dem Duisburger Süden zeigt bereits ihre Vorfreude auf den kommenden Valentinstag am 14. Februar 2022.
  • Foto: Fotograf: Stefan Emmer - Haare: Serkan Aranci - MakeUp: Jilan Önür
  • hochgeladen von Stefan Emmer

Die einen rollen mit den Augen, die anderen klatschen in die Hände, wenn sie an das Datum denken: Valentinstag.

Alle Jahre wieder am 14. Februar. Man mag zynisch sein und sagen, es wäre die einzige Zeit im Jahr, in der Männer mehr Blumen kaufen als Frauen. Aber wir wollen uns in diesem Fall damit mal näher beschäftigen, wie dieser Brauch eigentlich entstanden ist und wie es dazu kam, dass an diesem Tag die Geschäfte der Blumenhändler brummen, wie sonst nie.

Ist es wirklich ein romantischer Tag oder eine reine Geschäftemacherei?

Gerüchten zufolge, sollen die Floristen sogar selbst den Valentinstag ins Leben gerufen haben. Aber ganz so einfach ist es nicht.

Der heilige Valentin, auf den man sich historisch beruft, soll- und so richtig ist das auch nicht geklärt- Namensgeber für den Tag der Liebenden sein.

Der Schutzpatron, so heißt es, der eigentlich Valentin von Terni hieß, lebte im dritten Jahrhundert nach Christus in Rom. Er traute Liebespaare nachdem christlichen Ritual, obwohl Kaiser Claudius II. das längst verboten hatte. Aber gerade diese Ehen sollen nach der Überlieferung unter einem besonders guten Stern gestanden haben. Auch Blumen aus dem eigenen Garten gab er den Paaren als Geschenk mit.

Der Kaiser ließ Valentin dann am 14. Februar 269 durch eine Enthauptung hinrichten.

Papst Gelasius I. führte 200 Jahre später, also am 14. Februar 469 einen Gedenktag für den heiligen Valentin ein, der immerhin 1.500 Jahre bestehen blieb, aber dann doch 1969 aus dem römischen Generalkalender gestrichen wurde. Valentins Historie konnte nicht gänzlich belegt werden, so die Begründung.

Inzwischen entdeckte die Kirche den Valentinstag aber wieder für sich und nimmt jährlich den 14. Februar wieder zum Anlass für besondere Segnungsgottesdienste.

Der Valentinsbrauch verbreite sich bereits ab dem 15. Jahrhundert in Großbritannien: Sogenannte „Valentinspaare“ schickten sich kleine Geschenke oder Gedichte. Englische Auswanderer nahmen diesen Brauch mit in die Vereinigten Staaten und US-Soldaten brachten ihn nach dem zweiten Weltkrieg zurück nach Europa, genauer, in des westlichen Teil Deutschlands.

Mit einem „Valentinsball“ in Nürnberg 1950 begann nun die Verbreitung des Brauches in ganz Deutschland. Kommerziellen Nutzen entdeckte man dann endgültig in den Wirtschaftswunderjahren durch die gezielt eingesetzte Werbung der Blumenbranche. Danach sollten noch viele Geschäftszweige auf diesen Zug aufspringen.

Kleine Geschenke, Blumen, Pralinen, aber auch der gute, alte Liebesbrief gehören für viele Paare seit dem am 14. Februar einfach dazu.

Autor:

Stefan Emmer aus Duisburg

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