Bruno Szordikowski hat sein 30. Gitarrenbuch auf den Markt gebracht
Die Musik steht im Mittelpunkt seines Lebens

Mit seinen Gitarren-Lehrbüchern hat der Duisburger Bruno Szordikowski schon vielen Menschen auf der Welt zu „meldodiösen Saitensprüngen“ verholfen. Jetzt ist sein Buch Nummer 30 erschienen, das er gemein mit Peter Ansorge auf den Weg gebracht hat.
Fotos: Reiner Terhorst
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  • Mit seinen Gitarren-Lehrbüchern hat der Duisburger Bruno Szordikowski schon vielen Menschen auf der Welt zu „meldodiösen Saitensprüngen“ verholfen. Jetzt ist sein Buch Nummer 30 erschienen, das er gemein mit Peter Ansorge auf den Weg gebracht hat.
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In der ihm eigenen Bescheidenheit präsentiert er, dennoch mit berechtigtem Stolz, sein soeben erschienenes Gitarrenbuch: „Das ist die Nummer 30.“ Der Duisburger Bruno Szordikowski hat längst den Ruf des „Gitarrenlehrers der Welt“. Gemeinsam mit Peter Ansorge hat der Pensionär mit „Romantische Miniaturen“ jetzt bekannte und unbekannte zeitgenössische Titel für die Gitarre arrangiert und aufbereitet.

Erst im Herbst erschien, wie fast alle seine „Notenwerke“, das Gitarrenlehrbuch „Rock-Hits“ im seit 250 Jahren bestehenden Mainzer Musikverlag Schott Music und hat für Furore gesorgt. Nach den Pop-Hits und den Folk-Hits hatten sich Szordikowski und Ansorge darin den Hits der vielschichtigen Rockmusik seit den 1960er-Jahren gewidmet. Bruno Szordikowki kommt ins Plaudern: „Neben bekannten Rock- und Blues-Klassikern haben wir auch einige Titel des Ba-Rock bearbeitet.“ Ba-Rock? Auf die fragenden Blicke des Wochen-Anzeiger-Berichterstatters erläutert er: „Diese Musik aus der Zeit des Johann Sebastian Bach war für manchen Rockmusiker eine wichtige Inspirationsquelle.“

So sind etwa in Procul Harums Superhit „A whiter shade of pale“ Anklänge an Bachs „Air“ aus der 3. Orchestersuite unüberhörbar. Ebenso inspirierend für viele große Hits, wie etwa „Go West“ von den Pet Shop Boys oder Ralph McTells „Streets of London“ war die Harmoniefolge aus dem Canon von Johann Pachelbel. Bruno Szordokowski greift zur Gitarre und spielt alle genannten Titel an.

Sowohl die Rock-Hits als auch die „Romantischen Miniaturen“ sollten auf der diesjährigen Frankfurter Musikmesse vorgestellt werden, die aber aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Dennoch hat der Verlag dafür gesorgt, dass sie bei den Gitarren-Freaks auf große Resonanz gestoßen sind und sich enormer Nachfrage erfreuen. In der aktuellen Neuerscheinung findet der fortgeschrittene Gitarrist neben vielen Originalkompositionen auch neue Arrangements von berühmten zeitgenössischen Gitarrenmeistern der Romantik wie etwa Franz Schubert, Felix Mendelsohn-Bartholdy oder Johann Strauß. Auch Stücke des Teufelsgeigers Niccolò Paganini (1782 – 1840) haben Szordikowski und Ansorge darin aufgenommen.

Sein Name hat in der
Musikszene Gewicht

„Musik ist halt mein Leben“, sagt Bruno Szordikowski, als unsere Redaktion ihn und seine Frau Monika zuhause in seiner Wohnung in der idyllischen Siedlung „Im Stillen Winkel“ in Röttgersbach besucht. „Musik ist Trumpf“, so der Musiker aus Leidenschaft, „lautet ja der Titel einer Musiksendung, die im Deutschen Fernsehen Geschichte schrieb. Zunächst von Peter Frankenfeld moderiert und später von Harald Juhnke, hatte sie Einschaltquoten, von denen heutige Fernsehmacher nur träumen können.“ Lachelnd fügt er an: „Und eine hohe Einschaltquote hat die Musik halt auch in meinem Leben.“

Wenn man sein Arbeitszimmer betritt, merkt das man das sofort. Ist das eigentlich ein Arbeitszimmer, ein Musikzimmer oder ein Bücher-, CD- und Schallplattenladen oder gar eine Ausstellung über die bewegte Geschichte der populären Musik? Wahrscheinlich alles zusammen! Im Hintergrund läuft bei unserem Besuch irische Folk-Musik. „Von mir arrangiert“, bemerkt Bruno Szordikowski so ganz nebenbei. Arrangiert, komponiert, getextet und geschrieben hat er eine ganze Menge. Unzählige Schülerinnen und Schüler haben nach seinen Lehrbüchern und Noten Instrumente spielen gelernt. Sein Name hat in der Musikszene Gewicht.

In die Wiege gelegt wurde ihm sein Leben mit der Musik und für die Musik allerdings nicht. Er ist gelernter Schmied. Da wäre er wohl besser Schlagzeuger geworden und nicht „Meister der Zupfinstrumente“. Die Musik war, ist und bleibt eine Konstante in seinem Leben. Auch seine Frau Monika hat er, wie könnte es auch anders sein, über die Musik und durch die Musik kennen- und lieben gelernt. Sie teilt die Leidenschaft mit ihm, hat in einer seiner Bands und als gemeinsames Folk-Duo mit ihm gesungen. Und als letzteres haben sie in den 60er Jahren mehrere Musikwettbewerbe gewonnen.

„Instrumentalspielen
mit Behinderten“

Nach der Ausbildung und Arbeit als Schmied ist dann die Berufung zum Beruf geworden. Er begann ein Studium am Konservatorium Duisburg mit Zusatzausbildung im „Instrumentalspielen mit Behinderten“, und dann erfolgte der Start in ein langes und erfülltes Berufsleben als Musiklehrer an der Städtischen Musikschule in der Nachbarstadt Mülheim an der Ruhr. Dort war es bis zu seiner Pensionierung tätig, zuletzt als Fachbereichsleiter Zupfinstrumente. Für sein Projekt „Brunos Band“, eine Formation aus behinderten und nichtbehinderten Menschen, wurde er mehrfach ausgezeichnet und erhielt den Förderpreis der Stadt Mülheim.

30 Lehr- und Notenbücher hat er veröffentlich, etliche gemeinsam mit Peter Ansorge, seinem langjährigen Freund und Kollegen aus der Mülheimer Berufszeit. Große Orchester spielen seine Arrangements. Und „Quitsch Quatsch“, ein Notenbuch für Kinder, ist der Renner auf dem Musikmarkt. Auch die Zahl seiner veröffentlichten CDs ist beeindruckend.

Und schon hat der aktive Radfahrer und Naturmensch, der das 75. Lebensjahr bereits überschritten hat, weitere Pläne. Zurzeit arbeitet er an einem neuen Gitarrenlehrbuch mit dem Titel „Movie-Hits“. Da will er gemeinsam mit Ansorge aus zahlreichen Filmklassikern neue Arrangements für die Gitarre auf den Weg bringen. Titel aus dem Dschungelbuch, aus „Ziemlich beste Freunde“ oder „The Pink Panter“ hat er bereits auf dem Schirm.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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