Evangelischer Kirchenkreis Duisburg
Dr. Christoph Urban wird neuer Superintendent

Dr. Christoph Urban (r.) tritt am 1. Dezember offiziell die Nachfolge von Armin Schneider als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreis Duisburg an. Schon jetzt herrscht zwischen ihnen ein freundschaftliches Miteinander. Getreu der Devise „Altbewährtes bewahren und aufgeschlossen gegenüber Neuem sein“ geht Urban ans Werk. 
Fotos: Reiner Terhorst
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  • Dr. Christoph Urban (r.) tritt am 1. Dezember offiziell die Nachfolge von Armin Schneider als Superintendent des Evangelischen Kirchenkreis Duisburg an. Schon jetzt herrscht zwischen ihnen ein freundschaftliches Miteinander. Getreu der Devise „Altbewährtes bewahren und aufgeschlossen gegenüber Neuem sein“ geht Urban ans Werk.
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„Ich werde vertrauensvoll mit den Kirchengemeinden, den Gremien des Kirchenkreises sowie dessen Einrichtungen zusammenarbeiten und die Gemeinschaft im Kirchenkreis fördern.“ Dr. Christoph Urban, künftiger hauptamtlicher Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg, setzte mit diesem Satz unmittelbar nach seiner Wahl ein Zeichen für ein „geschwisterliches Miteinander und Füreinander“.

War dies ein klares „Signal nach innen“, folgte dem sofort ein ebensolches nach „außen“. Der 42-jährige promovierte Theologe hat klare Vorstellungen, wie er die Evangelische Kirche in Duisburg auch weiterhin als engagierten und geschätzten Partner und „Aktivposten“ in der lebendigen und vielfältigen Duisburger Stadtgesellschaft „verorten“ will.

Gemeinsame Sache

„Die Kirche der Zukunft macht gemeinsame Sache mit anderen Konfessionen, Religionen, der Stadt, Zivilgesellschaft, Diakonie und Caritas“, so Dr. Urban. Gerade das sei ihre Chance, „weiterhin Kirche vor Ort zu sein und eine gute Alternative zu immer größer werdenden Einheiten. Dazu braucht es starke und gut ausfinanzierte Kirchengemeinden, deren Identität im Sozialraum liegt. Mit selbstbewussten Presbyterinnen und Presbytern, die ins Gemeinwesen vernetzen, weil sie dort selbst engagiert sind. Es braucht die Partizipation, die Mitwirkung vieler, um Kirche gemeinsam mit und für Andere zu gestalten.“

Duisburg ist für den „Neuen“ bei bei weitem kein unbeschriebenes Blatt. Der verheiratete Vater dreier Kinder – seine Frau ist ebenfalls Pfarrerin – hat mit seiner Familie schon lange vor seiner Bewerbung des Öfteren Kurzurlaube in Duisburg verbracht, hat Sympathie für die Stadt, „die schöner und besser ist, als uns die Heute-Show suggerieren will“, wie er sagt. Und eine Antenne für die hier arbeitenden und lebenden Menschen hat er ohnehin. Der „Neue“ hat reale Zielvorstellungen und Mut machende Visionen zugleich.

Intensiver Dialog

Christoph Urban hatte wie auch der Duisburger Pfarrer Rainer Kaspers, der ebenfalls für die Wahl zum Amt des Superintendenten kandidierte, die Aufgabe erhalten, der Duisburger Synode Vorstellungen zum Thema „Wie können wir heute und in Zukunft erkennbar in Duisburg Evangelische Kirche vor Ort sein?“ zu skizzieren, Und das ist ihm offensichtlich bestens gelungen, denn die Abgeordneten des Kirchenparlamentes wählten ihn auf der der virtuellen Wahlsynode bereits im ersten Wahlgang mit 58 Stimmen von 90 abgegebenen Stimmen. Erstmals in Duisburg wurde die Stelle des Superintendenten im Hauptamt, also ohne die Anbindung an eine Gemeinde- oder Funktionspfarrstelle, besetzt. Das hatte die Duisburger Kreissynode im Blick auf die anstehende Neuwahl so beschlossen, weil die Aufgaben des Superintendentenamtes nach Einschätzung der großen Mehrheit in den letzten Jahren immer vielfältiger und komplexer geworden sind.

Urban tritt sein neues Amt als Duisburger Superintendent offiziell am 1. Dezember an. Er ist jetzt neugierig auf Gemeinden und Presbyterien, auf die Kolleginnen und Kollegen, den Kreissynodalvorstand, die Verwaltung und Mitarbeitende des Kirchenkreises, „mit denen allen ich mir eine gute und geschwisterliche Zusammenarbeit wünsche.“ Urban wird auch einen intensiven Dialog mit den benachbarten Kirchenkreisen führen, denn er hält die Tatsache, dass das Duisburger Stadtgebiet „Heimat“ von gleich drei Kirchenkreisen sein, für nicht gerade zeitgemäß. Er weiß, dass ein solcher „Vereinheitlichungs-Prozess“ aber lange dauert. Dennoch will er ihn angehen. Er wünscht sich zudem einen politischen, stets zum Dialog bereiten Kirchenkreis, der sich um die großen Fragen der kommenden Jahre kümmert wie Migration, Digitalisierung und Klimaschutz.

Gute Zusammenarbeit

Gefragt, was er seinem Nachfolger wünsche, antwortet Superintendent Armin Schneider: „Zuallererst Gottes Segen. Und dann wünsche ich ihm Menschen an seiner Seite, mit denen er gut und auch gerne zusammenarbeiten kann. Und dass er ebenso gerne in diesem Kirchenkreis arbeitet, wie ich es erleben durfte.“ Pfarrer Armin Schneider ist seit 16 Jahren Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg und geht Ende November in den Ruhestand. Das Superintendenten-Amt habe nicht zu seinem Lebensplan gehört. „Als ich angesprochen worden bin, habe ich lange gezögert“ sagt Schneider. Denn er habe Respekt vor der Aufgabe gehabt. Doch als Teamplayer habe ihm die Arbeit mit den vielen Menschen Spaß gemacht.

In den nächsten Wochen bis zur offiziellen „Stabübergabe“ werden die beiden noch etliche Gespräche miteinander führen. Rückblick und Ausblick werden sich die Waage halten. Es scheint sicher zu sein, dass Christoph Urban genauso viel Spaß bei der Arbeit haben wird wie Armin Schneider.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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