Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am Donnerstag
Duisburg ist echt orange

Das Riesenrad auf dem Weihnachtsmarkt wird am Donnerstag auch in orange leuchten.
  • Das Riesenrad auf dem Weihnachtsmarkt wird am Donnerstag auch in orange leuchten.
  • Foto: Jürgen Wendt
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

Zum dritten Mal beteiligt sich die Stadt Duisburg an der weltweit stattfindenden Beleuchtungsaktion „Orange your City“, um auf den „Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen“ aufmerksam zu machen.

Der durch die Vereinten Nationen beschlossene Gedenk- und Aktionstag wird jährlich am 25. November begangen und jährt sich in diesem Jahr zum 40. Mal. Grund genug, das Thema aufzugreifen und in orangenes Licht zu tauchen. Orange ist die Kampagnenfarbe der Organisation UN Women der Vereinten Nationen. „Gewalt gegen Frauen hat viele Facetten und ist keine Privatsache. Sie geht uns alle an und kommt in allen sozialen Schichten und Altersgruppen vor. Deshalb müssen wir darüber reden und Zeichen setzen“, so Oberbürgermeister Sören Link und unterstreicht damit die Notwendigkeit, das Thema an die Öffentlichkeit zu bringen.
Die Stadt Duisburg wird in Kooperation mit den Stadtwerken erneut den Stadtwerketurm am 25. November bei Einbruch der Dämmerung bis zum nächsten Morgen orange leuchten lassen. Die „Five Boats“ im Innenhafen lässt die Novitas BKK noch kräftiger orange erstrahlen als im vergangenen Jahr und auch die „Goldene Leiter“ am FORUM Duisburg leuchtet. Außerdem beteiligt sich das FORUM Duisburg erneut mit einer Spendenaktion zugunsten der Organisation MABILDA e.V. Ebenfalls orange erstrahlen werden erstmalig in diesem Jahr die zukünftige Dienststelle des jobcenters Hamborn („altes Hallenbad“) und das Riesenrad der Familie Gormanns auf dem Weihnachtsmarkt. Auch die Fenster der Diensträume des Referates für Gleichberechtigung und Chancengleichheit im Dachgeschoss des Duisburger Rathauses werden orange gestaltet.

Häusliche Gewalt in Duisburg
Häusliche Gewalt findet sich nicht als Tatbestand im Strafgesetzbuch wieder, sondern ist eher als Phänomen zu verstehen, das statistisch Delikten wie Körperverletzung oder Bedrohung zugeordnet wird. Sie ist deshalb in der Kriminalstatistik nicht als eigene Kategorie ausgewiesen, wird aber dennoch erfasst. Im Coronajahr 2020 registrierte die Polizei insgesamt 1.005 Fälle von häuslicher Gewalt und damit einen Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren (2019: 1.070, 2018: 1.241). Man geht allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus. Delikte, die im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt am häufigsten erfasst werden sind Körperverletzungen. Ihre Zahl sank in 2020 auf 4.076 (2019: 4.277). Darunter sind insgesamt 1.128 Fälle von schwerer oder gefährlicher Körperverletzung. Knapp 12 Prozent aller Fälle von Körperverletzung (471) ereigneten sich im öffentlichen Raum. Die Aufklärungsquote ist mit 85 Prozent anhaltend hoch.

Runder Tisch „Gewaltschutzgesetz für Duisburg“
Der Runde Tisch "Gewaltschutzgesetz für Duisburg" (kurz: RTG) besteht aus Vertretern von Einrichtungen, Verbänden, Vereinen, Institutionen und Behörden, die sich unter dem Motto „Gewalt macht krank!“ gegen häusliche Gewalt engagieren. Der RTG ist eine Unterarbeitsgruppe des Arbeitskreises Kriminalitätsvorbeugung Duisburg, der von der Polizei und von dem städtischen Dezernenten für Sicherheit und Recht geleitet werden. Weitere Informationen zum RTG gibt es unter: https://duisburg.de/gewalt-macht-krank/

Autor:

Lokalkompass Duisburg aus Duisburg

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