Diesterweg-Stipendiatenkinder stellen ihre Ideen zur Verschönerung des Stadtteils vor
Ein kleiner See mitten in Hochheide

Zauberten tolle Idee für „ihren“ Stadtteil: vl. Dominik, Selem, Awan, Valentina, Azra, Ela und Annika mit ihren dreidimensionalen Kunstwerken. Hinten im Bild: Leyla Kaygun, Projektmitarbeiterin bei ziuma, und Künstlerin Madalina Rotter.
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  • Zauberten tolle Idee für „ihren“ Stadtteil: vl. Dominik, Selem, Awan, Valentina, Azra, Ela und Annika mit ihren dreidimensionalen Kunstwerken. Hinten im Bild: Leyla Kaygun, Projektmitarbeiterin bei ziuma, und Künstlerin Madalina Rotter.
  • Foto: Hannes Kirchner
  • hochgeladen von Nadine Scholtheis

Eine Picknickwiese mit Grill, ein Springbrunnen, ein Basketballfeld, ein Baumhaus und ein kleiner See – den Ideen der Diesterweg-Stipendiatenkinder des Bildungsträgers Ziuma e.V. sind keine Grenzen gesetzt. Die Kleinen im Alter von 10 und 11 Jahren haben sich bereits zum zweiten Mal mit ihrem Stadtteil Hochheide auseinandergesetzt. „Gestalten mit Kinderaugen“ heißt das aktuelle Projekt, bei dem die Kinder ihren Wünschen für die in Zukunft frei werdende Fläche zwischen den Hochhäusern nun künstlerisch „ein Gesicht“ geben konnten.
Die Vorstellungen der SchülerInnen für einen kinder- und familienfreundlicheren Stadtteil sind klar formuliert. Annika (10): „Wir wünschen uns vor allem einen Spielplatz mit einer Kletterspinne, einer Schaukel und einer Rutsche.“ Frei nach Lust und Laune sowie dem Motto „Jeder Mensch ist verantwortlich für seinen eigenen Lebensraum“ machten sich die kleinen „Städteplaner“ mit Künstlerin Madalina Rotter in der zweiten Weihnachtsferienwoche fleißig ans Werk. „Im Quartiersbüro Hochheide wurden zunächst die Ideen gesammelt. Dabei haben wir uns die Frage „Wie kann man unseren Ortsteil verschönern?“ gestellt und uns vor Ort, wo die Hochhäuser stehen, umgeschaut. Das war im Dezember letzten Jahres. Im Januar haben wir dann unsere Ideen in Kunstwerken dargestellt und somit spielerisch realisiert“, so Rotter. Im Vordergrund stand dabei die Frage „Was brauchen Kinder, Familien und ältere Menschen eigentlich?“ Für die Nachwuchsplaner ist es eindeutig: einen Treffpunkt, einen Ort der Ruhe, Naherholung. „Die Kinder hatten großen Spaß bei dem Projekt und waren voll motiviert bei der Sache“, freut sich Rotter.

Dreidimensionale Kunstwerke

Und die Kunstergebnisse können sich wahrlich sehen lassen. So wurden die Wünsche der Kleinen sowohl als Gemälde als auch als dreidimensionale Werke verewigt, die ab sofort im Quartiersbüro an der Moerser Straße 245 in einer Ausstellung gezeigt werden. Die Jury des Quartiers-und Bürgerfonds ermöglichte das Projekt.
Bald ist es soweit: Im Rahmen des Sanierungsverfahrens Duisburg-Homberg-Hochheide wird am Sonntag, 24. März, um 12 Uhr, der erste „Weiße Riese“ an der Friedrich-Ebert-Straße 10-16 mit seinen 320 Wohnungen gesprengt. „Ein weiteres Hochhaus vermutlich gegen Ende dieses Jahres“, so Bezirksbürgermeister Hans-Joachim Paschmann. „Eine Grünanlage auf der gesamten Fläche, wo jetzt die Hochhäuser stehen, ist fest geplant. Auf einen zeitlichen Rahmen kann man sich aber noch nicht festlegen.“ Fest stehe aber, dass die Ideen der Diesterweg-Stipendiatenkinder nicht einfach „verpuffen“ sollen, sondern in Text-und Bildform an die Bauplaner der Stadt geschickt werden.

Zur Information: Das Diesterweg-Stipendium ist ein Bildungsstipendium für Kinder und ihre Familien mit dem Ziel, die Bildungschancen der Kinder mit gutem Leistungspotential zu erhöhen und ihre Eltern bei bildungsbezogenen Themen zu unterstützen. Das Stipendium wird seit Herbst 2015 an Duisburger Schulen durchgeführt. Ziuma (Zentrum für Integrations- und Migrationsarbeit) ist Projektträger des Diesterweg-Stipendiums in Duisburg.

Autor:

Nadine Scholtheis aus Moers

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