Großes Kita-Familienfest
Feiern darf nicht auf der Strecke bleiben

Die Vorfreude auf das heutige Familienfest von sechs katholischen Kitas im Stadtbezirk Hamborn ist riesig.
Foto: Gemeinde Herz-Jesu
  • Die Vorfreude auf das heutige Familienfest von sechs katholischen Kitas im Stadtbezirk Hamborn ist riesig.
    Foto: Gemeinde Herz-Jesu
  • hochgeladen von Reiner Terhorst

„Unsere Welt ist bunt“. Unter diesem Motto feiern alle sechs katholischen Kindertagesstätten und Familienzentren im Stadtbezirk Hamborn am heutigen Samstag, 21. Mai, von 13 bis 16 Uhr rund um die Kirche Herz Jesu, ihr erstes großes gemeinsames Kita- und Familienfest.

„Über die Kirchtürme in Alt-Hamborn, Neumühl, Marxloh und Röttgersbach hinaus zeigen wir, dass wir in Duisburg in unserer ganzen Pfarrei zuhause und für all unsere Kinder unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Religion da sind. Zugleich treten wir mit dem Fest bewusst in unserer Heimat Hamborn in die Öffentlichkeit“, sagt Uta Schäfer. Sie ist Leiterin der Kita Herz Jesu und in diesem Jahr verantwortlich für das gemeinsame Fest.

Barrieren
im Alltag

Was Offenheit und vielfältige Begegnung ohne Barrieren im Alltag und unter dem Festmotto angeht, weiß sie, wovon sie spricht. Aktuell sind 16 Kinder aus Familien mit einer Fluchtgeschichte unter den 90 Kindern in der Herz Jesu-Kita zu Hause. Zwei davon stammen aus der Ukraine und kamen in diesem Frühjahr an die Einrichtung in der Lehrer-/Alexstraße. Dort haben ohnehin viele Kinder einen Migrationshintergrund. Und genau das macht die Arbeit dort so interessant.

Alle Einrichtungen laden „ihre“ Familien, Kinder und Bekannte ein und haben bei der Organisation gemeinsam zugepackt. So wird es nach dem Gottesdienst zum Fest-Thema ein Mitbring-Buffet der Eltern geben. Zudem stellt jede der sechs Einrichtungen zwei der vielen Spiel-, Musik- oder Bastelstände. Da entstehen Kerzen, Riesenseifenblasen, Gelegenheiten zum Dosenwurf und mehr.

Einfach Kind
sein dürfen

„Trotz der vielfachen Arbeit der Pandemiezeit, aber gerade wegen der Belastungen für viele Beteiligten wollten wir jetzt das große Fest“, sagt Schäfer. Es sei Zeit, „wieder ein Stück Alltag zu erfahren“. Die Kinder aus vielen Nationen und auch Geflohene werden dabei sein. Für die Kleinen aus der Ukraine oder aus Syrien und den anderen Kriegsregionen sind dann Gewalt oder Krieg gerade kein Thema.

Schäfer glaubt, dass die Kleinen dennoch empfinden können, was Eltern belastet. „Überhaupt sind unsere Kitas aber Orte des Vergessens.“ Sie spricht davon, dass alle Kinder geschützt in den Einrichtungen einfach Kind sein dürfen. Gerade Kinder brauchen Patz zum Leben und Lachen.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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