Evangelische Kirchengemeinden in Duisburg setzen ein Zeichen
Mitmachen bei der Rettungskette für Menschenrechte

Das Bild zeigt Engagierte aus der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg, die Schals präsentieren, die die Menschen bei der Aktion am 18. September an "ihrer" Strecke verbinden werden. Von links: Luisa Holzschneider, Christiane Schmidt-Holzschneider, Pfarrer Stefan Korn und Elke Overländer.
Foto: Ulrich Overländer.
  • Das Bild zeigt Engagierte aus der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg, die Schals präsentieren, die die Menschen bei der Aktion am 18. September an "ihrer" Strecke verbinden werden. Von links: Luisa Holzschneider, Christiane Schmidt-Holzschneider, Pfarrer Stefan Korn und Elke Overländer.
    Foto: Ulrich Overländer.
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Vier evangelische Kirchengemeinden sind Teil der europaweiten Aktion „Rettungskette für Menschenrechte“, haben sich für vier sogenannte Treffpunkte angemeldet und laden zum Schließen der Menschenkette ein. Denn alle möchten ein sichtbares Zeichen setzen, dass evangelische Kirche sich für die Rechte und die Rettung von Menschen einsetzt.

Am Samstag, 18. September werden entlang einer etwa 1.500 km langen Route von Norddeutschland über Österreich und Italien zum Mittelmeer zwischen 12 und 12.30 Uhr tausende Menschen stehen und eine Menschenkette bilden. Diese soll symbolisch für eine Rettungskette stehen, denn mit der Aktion soll ein Zeichen für Menschlichkeit, Menschenrechte und gegen das Sterben auf den Fluchtrouten gesetzt werden. Am 16 Kilometer langen Duisburger Teilstück werden Menschen aus evangelischen Gemeinden, Einrichtungen und Kitas stehen.

Pfarrer Dr. Christoph Urban, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Duisburg wird auch dabei sein und lädt zum Mitmachen ein. „Die Situation im Mittelmeer und auf den Flüchtlingsrouten schreit zum Himmel. Darauf wollen wir aufmerksam machen“ bemerkt Superintendent Urban und fordert: „Wir erwarten von der Politik und den Verantwortlichen, dass sie diesen Menschen helfen.“

Vier Treffpunkte zum
Schließen der Menschenkette

Die evangelischen Kirchengemeinden Alt-Duisburg, Auferstehungsgemeinde Duisburg Süd, Wanheim und Trinitatis haben sich für vier sogenannte Treffpunkte angemeldet und laden zum Schließen der Menschenkette ein.

Die Menschenkette der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Duisburg (www.ekadu.de) soll von der Wintgens- / Ecke Aakerfährstraße bis zum Museum Küppersmühle reichen – gut 700 Meter. Um Abstand halten zu können und doch ein Kette zu bilden, bittet das Organisationsteam der Gemeinde Interessierte darum, Schals, bunte Bänder oder Schirme mitzubringen, die die Verbindung zwischen den Menschen aufzeigen. Die Gemeinde will zudem Schals mit evangelischem Schriftzug zum Selbstkostenpreis anbieten. Familien sind herzlich eingeladen, auch früher zur Strecke zu kommen, denn diese soll ab 10.30 Uhr mit Straßenkreide bemalt und markiert werden. Hier können sich Jung und Alt kreativ austoben. Infos zur Aktion der Gemeinde Alt-Duisburg gibt es beim Presbyteriumsvorsitzenden Pfarrer Stefan Korn (stefan.korn@ekir.de) und seiner Stellvertreterin Christiane Schmidt-Holzschneider (christiane.holzschneider@ekir.de).

Auf den Weg über
Rhein und Ruhr

Die Evangelische Kirchengemeinde Trinitatis (www.trinitatis-duisburg.de) möchte so viele Menschen auf die Bürgersteige rufen, so dass sie auf der Düsseldorfer Straße eine Menschenkette von einem Kilometer bilden können. Ein Team um Pfarrerin Sara Randow (sara.randow@ekir.de) und Jugendleiterin Isa Dvorak mobilisieren und werben dafür bereits bei Jugendlichen und allen anderen Gruppen der Gemeinde. Mit überraschenden Aktionen soll das Thema Menschenrechte im Mittelpunkt des Tages stehen. Die Strecke reicht vom Treffpunkt an der U-Bahn-Haltestelle Waldfriedhof bis zu dem der Nachbargemeinde Wanheim.

Die evangelische Gemeinde Wanheim (www.gemeinde-wanheim.de) will eine Strecke von 1.500 Metern schließen. Auch sie freut sich über alle, die den Weg - gerne auch über Rhein und Ruhr - finden und dort mit an der Straße stehen und ein Zeichen für Menschlichkeit setzen möchten: Die Route beginnt an der Angertaler Straße, Ecke Düsseldorfer Landstraße - gegenüber der Feuerwache – und führt bis zum Sitz der Kindernothilfe. Am Treffpunkt gegenüber der Feuerwache will die Gemeinde auf ein besonderes Menschrecht aufmerksam machen – auf das der Religionsfreiheit. Dazu soll es auch ein Quiz geben, und die, die mit Wissen glänzen, erhalten Lose für eine Tombola. Infos zur Wanheimer Menschenkette gibt es beim Presbyteriumsvorsitzenden Frank-Michael Rich (f.rich@gmx.de).

"Man lässt keine
Menschen ertrinken"

Auch die Evangelische Auferstehungsgemeinde Duisburg Süd (https://evaufdu.de) beteiligt sich an der Aktion Rettungskette für Menschenrechte: Ein Team mit Menschen von der Seebrücke Krefeld, der Seebrücke Duisburg, aus Chören und der Evangelischen Auferstehungsgemeinde Duisburg Süd wird vor Ort deutlich machen: „Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt.“

Chorgesang mit Liedern zum Mitsingen, Statements aus der Politik, von der Seebrücke Krefeld, aus Betroffenensicht und der evangelischen Kirchengemeinde werden das erläutern und spürbar machen. Für und mit Kindern werden orange Papierboote gefaltet. Klein und Große sehen und hören mit einem Tischtheater die Exodus-Erzählung der Bibel: Die Ursprungsgeschichte von Juden und Christen ist eine Fluchtgeschichte. Um 12 Uhr schließen alle Beteiligten die Menschenkette Richtung Sittardsberg, wo die Kindernothilfe die nächste Station ist.

Weitere Informationen zur gesamten Aktion gibt es im Netz unter https://www.rettungskette.eu.

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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