Hochemmericher Kirmes ist so groß und attraktiv wie vor Corona
„Wir sind wieder da!“

Große Erleichterung bei den Schaustellern und den Rheinhauser Bezirkspolitikern. Die Hochemmericher Traditionskirmes geht an den Start, sehr zur Freude von Jeffrey Schneider, Elisabeth Liß, Mike Bengel, Walter Söhngen, Ralf Reminder und Thomas Perkowski (v.l.).
Foto: Reiner Terhorst
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  • Große Erleichterung bei den Schaustellern und den Rheinhauser Bezirkspolitikern. Die Hochemmericher Traditionskirmes geht an den Start, sehr zur Freude von Jeffrey Schneider, Elisabeth Liß, Mike Bengel, Walter Söhngen, Ralf Reminder und Thomas Perkowski (v.l.).
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„Wir werden gebraucht als Anti-Depressiva“, sagt Mike Bengel. „Wir sind zurück“, ergänzt Walter Söhngen. Ins Horn der großen Vorfreude blasen auch Ralf Reminder und Jeffrey Schneider. Die vier Schausteller aus und mit Leidenschaft haben im Rheinhauser Ratssaal nähere Einzelheiten zur Wiederbelebung der Hochemmericher Traditionskirmes auf den Tisch des Hauses gelegt.

Sie haben Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Liß ein Ankündigungsplakat überreicht, dass sie persönlich im Eingangsbereich des Bezirksamtes gut sichtbar angebracht hat. Einen Hammer hat sie dafür nicht gebraucht. Den wird sie aber in Händen halten und kräftig und gezielt zuschlagen, wenn sie am heutigen Samstag um 14 Uhr die Kirmes am Rheinhauser Markt offiziell eröffnet.

Bis Dienstag, 12. Oktober weht dann wieder täglich von 14 bis 22 Uhr der Duft der großen weiten Kirmeswelt durch den westlichen Stadtbezirk Duisburgs. „Wir bringen den Hype aus Homberg rüber nach Rheinhausen“, ist Mike Bengel überzeugt und meint damit die Homberger Kirmes, die am vergangenen Wochenende für strahlende Kinderaugen und erhöhten Pulsschlag bei den Erwachsenen gesorgt hat. Das wird an diesem Wochenende nicht anders sein.

Jede Menge
Highlights

Die Hochemmericher Kirmes ist so groß, attraktiv und vielseitig wie vor Corona. 50 Schausteller, die meisten von ihnen aus Duisburg, zeigen wieder unterhaltsame Wege aus der Corona-Lethargie. Dabei war es lange Zeit nicht sicher, ob die Veranstaltung nach dem Ausfall im letzten Jahr überhaupt über die Bühne gegen kann. „Wir haben gehofft, gebangt und alle Daumen gedrückt“, sagt Elisabeth Liß. Nicht nur sie ist froh, dass es geklappt hat.

Aufgrund der Planungsunsicherheit konnte auch der Stammtermin am zweiten September-Wochenende nicht eingehalten werden. Deshalb ist in diesem Jahr kein Riesenrad vor Ort, da der Betreiber am zweiten Oktober-Wochenende stets andere Verpflichtungen hat. Der Attraktivität bereitet das aber keinen Abbruch. Walter Söhngen bekommt beim Aufzählen der Highlights feuchte Augen. Die Finger einer Hand reichen nicht aus. Autoscooter, Riesenschleife, Break-Dance, Love Express, Hopser, Kesseltank, Twister, Scheibenwischer sind mit von der Partie, eigentlich alles, was das Kirmesherz begehrt und die Seele der kleinen und großen Besucher baumeln lässt.

Zusätzlich sind auch wieder zahlreiche kleinere Fahrgeschäfte an Bord des „Kirmesboots der Freude“, die das „große Ganze“ einer lebendigen Kirmes ausmachen. Schießstand, Greifer und vieles andere mehr sind vertreten. Ihre Betreiber können mit einem „Stoßseufzer nach oben“ sagen: „Wir dürfen endlich wieder arbeiten.“ Für den richtigen Zusammenhalt von Leib und Seele sorgen auch die Imbiss-, Süßigkeiten- und Getränkestände und Buden.

Familientag und
Höhenfeuerwerk

Wenn Dienstagabend die Hochemmericher Kirmes mit dem traditionellen Höhenfeuerwerk endet, gibt es Stunden zuvor für die Familien noch ganz besondere Schmankerln und Anreize. Beim Familiennachmittag lassen sich die teilnehmenden Schausteller nicht lumpen. Mit rabattierten Angeboten sagen sie den hoffentlich zahlreichen Besuchern ganz persönlich Danke fürs Kommen. „In Homberg war der Familientag schon ein Renner, und das wird in Rheinhausen nicht anders sein“, bringen Mike Bengel und Walter Söhngen ihre Erfahrungen vom vergangenen Wochenende ins Spiel.

Zu welchem Termin es im nächsten Jahr in Rheinhausen weitergeht, ob im September oder im Oktober, wird noch frühzeitig abgesprochen. „Jetzt ist es erst einmal wichtig, dass wir die diesjährige Kirmes gut über die Bühne bekommen“, sagt Ralf Reminder. Für viele seiner Kollegen ist das nach der Zwangspause ein erstes Zeichen in eine halbwegs normale Zukunft. Bundesweit haben zahlreiche Schaustellerbetriebe die Segel streichen müssen. Ob das in Duisburg auch der Fall sein wird, müsse die Zeit zeigen. Für viele Familien aus dem „reisenden Volk“ heißt es aber: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Durchhalten und
weitermachen

Jeffrey Schneider hat zum Abschluss des Gesprächs noch eine Riesenbitte. „Schreiben Sie mal, dass wir alle dringend Mitarbeiter und Mitreisende suchen. In den Zeiten des Lockdowns haben sich wie in der Gastronomie etliche Mitarbeiter andere Jobs gesucht.“ Sein Tipp: einfach mal bei den Schaustellerbetrieben auf der Hochemmericher Kirmes nachfragen.

Elisabteh Liß und der 2. stellvertretende Bezirksbürgermeister Thomas Perkowki wünschen im Ratssaal noch Durchhaltevermögen und eine gute Zukunft. Spontan antwortet Schneider für alle seine Kollegen: „Wir machen den Beruf wegen des Kinderlachens.“

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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