Greenpeace Mülheim-Oberhausen gedenkt der Opfer von Fukushima

Am 11. März 2015 war er wieder da: Der Jahrestag des großen Erdbebens mit dem tragischen Atomunfall in Japan, Fukushima. Mit Laternen in der Hand und einer Gedenkminute erinnern die Ehrenamtlichen von Greenpeace Mülheim-Oberhausen an diese Katastrophe. Zehntausende Menschen verloren damals ihr Leben oder kämpfen noch heute tagtäglich mit den Folgen.

Seit März 2011 führt Greenpeace Messungen der Strahlenbelastung in Fukushima durch. Die Werte sind hoch genug, um die Gesundheit der Menschen ernsthaft zu bedrohen. Das Grundwasser ist verseucht, die Hügel, Berge und Wälder sind stark kontaminiert. Die Behörden unterschätzen das Risiko und heben Evakuierungen auf, auch für Orte mit noch hohen Strahlenbelastungen.
Wie das Betreiberunternehmen Tokyo Electric Power Company (TEPCO) selbst einräumt, sind bisher zudem 400 Tonnen verseuchtes Kühlwasser in den Pazifik geströmt.
Versuche von TEPCO, den Zu- und Abfluss von Grundwasser zu verhindern, oder dem Kühlwasser verschiedene Radionuklide zu entziehen, gehen nur schleppend voran. Im Januar 2015 war der Bau eines unterirdischen Stahlrohres und einer Spundwand zur Meerseite fast fertig. Wie wirksam sie ist, bleibt abzuwarten.

Japan nahm nach dem 11. März 2011 alle seine Reaktoren vom Netz. 16 weitere Länder zogen nach und verringerten ihre Atomstromproduktion. Im Jahr 2013 hatte der Atomstrom sein Rekordtief mit einem Anteil von 11 Prozent an der weltweiten Stromerzeugung. Dass Japan nun beinah anderthalb Jahre vollständig atomfrei ist belegt, dass es auch ohne Kernenergie geht. Dennoch will die Japanische Regierung den Atomreaktorbetrieb wieder aufnehmen.

Die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi zeigt ihre Auswirkungen nicht nur in einer Stadt, einer Region oder einem Land, sondern auf der ganzen Welt. „Fukushima ist überall.“ Die langfristigen Folgen für Umwelt und Menschen sind weiter ungewiss. Um dies nicht zu vergessen und ein Zeichen zu setzen für eine sichere Welt ohne Atomenergie, finden dieses Jahr zum vierten Mal weltweit Mahnwachen und Gedenkminuten statt.

Mehr zu dem Thema:
http://www.greenpeace.de/themen/energiewende/atomkraft/die-welt-lernt-aus-fukushima

Autor:

Angelika Pawlik aus Wesel

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