Revierpark Mattlerbusch wird zum „ökologischen Schmuckstück“
Grüne Insel zum Durchatmen

Im Revierpark Mattlerbusch erfolgte mit der Bepflanzung des ersten Hochbeets der Startschuss für eine aufwendige Revitalisierung aller fünf Revierparks des Regionalverbands Ruhr (RVR). V.l.n.r.: Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Duisburgs OB Sören Link. 
Fotos: Reiner Terhorst
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  • Im Revierpark Mattlerbusch erfolgte mit der Bepflanzung des ersten Hochbeets der Startschuss für eine aufwendige Revitalisierung aller fünf Revierparks des Regionalverbands Ruhr (RVR). V.l.n.r.: Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung, NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Duisburgs OB Sören Link.
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„Eigentlich“ hätte es am Sonntag im Revierpark Mattlerbusch ein von langer Hand geplantes großes Bürger- und Familienfest geben sollen, bei dem der Startschuss für ein 28 Millionen Euro schweres Großprojekt erfolgen sollte, mit dem alle fünf Revierparks des Regionalverbands Ruhr (RVR) ökologisch aufgewertet werden.

Das NRW-Umweltministerium und die EU fördern das Projekt zu 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent deckt der RVR über Eigenmittel ab. Mehr als 5,5 Millionen Euro von der Gesamtsumme werden in den Revierpark Mattlerbusch investiert, sehr zur Freude von Oberbürgermeister Sören Link, der darin ein „Zukunftssignal für ganz Duisburg“ sieht. Längst zieht die Erholungsoase im Norden der Stadt – getreu der Devise „Der Revierpark ist für alle da“ – nicht nur Bürger aus allen Stadtteilen an, sondern hat auch weit über die Grenzen der Region hinaus einen guten Ruf.

Gemeinsam mit NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser, RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel und Josef Hovenjürgen, Vorsitzender der RVR-Verbandsversammlung, bepflanzte Link am Sonntag im Mattlerbusch die ersten Hochbeete für das „Revitalisierungs-Projekt“ des über 30 Jahre alten Revierparks. Im Frühjahr 2021 rollen dort nach den jetzt auf den Weg gebrachten Detailplanungen und Vorbereitungsarbeiten die Bagger für das „künftige ökologische Schmuckstück Duisburgs“, wie der OB es formulierte.

„In die Bäder- und Saunalandschaften aller Revierparks wurde stets investiert, die Parks selbst mitunter aber vernachlässigt“, stellte die RVR-Regionaldirektorin fest. Karola Geiß-Netthöfel: „Das ändern wir jetzt. Dabei geht es nicht um einen frischen Anstrich, sondern um eine echte ökologische Aufwertung. Bis 2022 entstehen Gärten für alle mit direkter Anbindung an die Wohnquartiere, Erholungsoasen für überhitzte Innenstädte und Stadtteile sowie Begegnungsorte mit digitaler Infrastruktur.“ In jedem Fall, und das gelte auch für den Duisburger Revierpark, „werden wir die Menschen vor Ort aktiv einbinden und mitnehmen.“

Mehr Lebensqualität

Was ökologische Aufwertung bedeute, machte die NRW-Umweltministerin bei ihrem Besuch im Mattlerbusch deutlich: „Solche Orte erhalten die Biodiversität, tragen zur Klimafolgenanpassung bei und erhöhen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Daher müssen wir die Revierparks weiterentwickeln und ihre Funktionen im Netz der grünen Infrastruktur ausbauen.“ Gerade die Corona-Pandemie, so Ursula Heinen-Esser, habe gezeigt, wie wichtig „grüne Inseln zum Frei- und Durchatmen“ seien.

Durchatmen im wahren Sinn des Wortes kann man dort schon durch die inzwischen testweise wieder in Betrieb genommene Saline, die nach Sturmschäden und Brand vor dem Aus stand. Die Hartnäckigkeit von Betriebsleiterin Sandra Blat y Bränder und das große bürgerschaftliche „Aufmucken“, koordiniert und vorangetrieben vom Landtagsabgeordneten Frank Börner, haben zum guten Ende geführt. Die Gäste der Niederrhein-Therme und die Besucher des Reviersparks sind begeistert und voll des Lobes. NRW-Ministerin Heinen-Esser am Sonntag: „Das ist ja wie in einem Kurort.“ „Und jetzt geht es auch im Park weiter“, blickt „Parkchefin“ Blat y Bränder optimistisch in die weitere Zukunft.

Rund um den neu zu gestaltenden Platz an der Saline werden unter Stichwort „Urban Gardening“ alle Interessierten zum gemeinsamen Gärtnern im Park „in Begegnungsstätten unterschiedlicher Generationen und Kulturen“ aufgerufen. Obst und Gemüse sollen angebaut werden und ein „Naschgarten“ entstehen. Geplant sind Spiel- und Bewegungsbereiche für Jung und Alt, neue und vor allem ruhige Aufenthaltszonen werden geschaffen. Im gesamten Park soll eine neue biologische Vielfalt individuelle Naturerlebnisse ermöglichen. Das Motto „Ein Tag Ferien“ soll den Erholungswert des Parks steigern und als „Kurzurlaubs- oder Tagesausflugsziel“ unterstreichen.

„Ein Tag Ferien“

OB Sören Link bringt die gesamten Maßnahmen auf den Punkt: „Der Revierpark Mattlerbusch erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit über die Grenzen Duisburgs hinaus. Die neue Eventsauna, die wieder hergestellte Saline und die neu entstehenden Spiel- und Bewegungsbereiche unterstreichen den Freizeitwert des Parks. Ein Tag Ferien ist ein wirklich treffendes Motto für die Neuausrichtung des Parks, denn die Menschen aus der Region werden ein noch attraktiveres Angebot erhalten, um sich eine kurze Auszeit vom Alltag zu gönnen und all' dies direkt vor der Haustür.“

Autor:

Reiner Terhorst aus Duisburg

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