Umgestaltung auf dem städtischen Friedhof Ostacker
Neue Waldfläche für Beeck

Grün soll die Zukunft sein: 20.475 Bäume werden gepflanzt.
  • Grün soll die Zukunft sein: 20.475 Bäume werden gepflanzt.
  • Foto: Symbolfoto LK
  • hochgeladen von Marcel Faßbender

Bereits vor einiger Zeit wurde beschlossen, die Bestattungen auf dem neuen Teil des Friedhofs Ostacker in Beeck einzuschränken und mittelfristig diesen Friedhofsteil aufzugeben, da er nicht mehr benötigt wird. Als Folgenutzung ist aus Pietätsgründen die Pflanzung von Wald vorgesehen.

Nachdem seit einigen Jahren die letzten Reihengräber abgelaufen sind und bereits eingeebnet wurden, erfolgt nun die Aufforstung des Bereiches. Die Arbeiten laufen bereits, und werden voraussichtlich circa zwei Monate dauern.
Grundlage für den gesamten Umbau des Friedhofes ist der Planfeststellungsbeschluss für den Ersatzneubau der Rheinbrücke Neuenkamp, der als Kompensation für den Verlust von Natur und Landschaft die Entsiegelung befestigter Flächen und den Rückbau der parallelen Wegeverbindungen auf der Friedhofsfläche vorsieht. Die vorhandene Ruderalvegetation (Wildwuchs) sowie nicht heimische Baumarten werden entfernt und die Gesamtfläche anschließend mit gebietsheimischen Baumarten aufgeforstet. Bei der Planung wurde dabei im Vorfeld darauf geachtet, dass so viele Bäume wie möglich stehen bleiben können, so dass etwa zwei Drittel des aktuellen Baumbestandes erhalten bleibt.
Die Friedhofsausstattung – wie zum Beispiel Wasserstellen und Abfallkörbe – wird ebenfalls zurückgebaut. Zur Aufrechterhaltung der Wegeverbindung erfolgt außerdem der Neubau eines kleinen Wegeabschnittes.
Insgesamt werden auf der 41.900 Quadratmeter großen Friedhofsfläche 20.475 Bäume (Traubeneichen, Buchen, Vogelkirschen) sowie heimische Sträucher und Wildobstarten gepflanzt. Die neu angelegte Waldfläche im relativ waldarmen Duisburger Norden ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz in der Stadt. Der entstehende Wald wird circa 80 Tonnen Kohlendioxid jährlich speichern.
Finanziert wird die Baumaßnahme über eine Ersatzaufforstungsverpflichtung der Bundesrepublik Deutschland für die Waldflächenverluste, die aus dem Neubau der Rheinbrücke Neuenkamp und dem achtstreifigen Ausbau der A40 zwischen den Anschlussstellen Neuenkamp/Häfen und Homberg resultieren.

Autor:

Lokalkompass Duisburg aus Duisburg

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