Arbeitgeber müssen sich bewegen

Ulrike Laux, Mitglied des Bundesvorstandes IG BAU
  • Ulrike Laux, Mitglied des Bundesvorstandes IG BAU
  • Foto: IG BAU Alexander Paul Englert
  • hochgeladen von Theodor Groesdonk

Rahmentarifverhandlung für die Gebäudereinigung

Frankfurt am Main, 10.07.2018
Die Verhandlungen über den Rahmentarifvertrag für das Gebäudereiniger-Handwerk kommen auch in der dritten Runde nicht voran. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Bundesinnungsverband des Gebäudereiniger-Handwerks trennten sich heute Abend ohne Ergebnis. "Die Arbeitgeber blockieren ernsthafte Verhandlungen, ohne Alternativen aufzuzeigen. Sie fordern einen Verzicht auf Forderungen der IG BAU.", sagte IG BAU-Bundesvorstandsmitglied und Verhandlungsführerin Ulrike Laux.

"Es ist doch selbstverständlich, dass Gesprächsbereitschaft die Grundvoraussetzung für Verhandlungen ist. Stattdessen hören wir von den Arbeitgebern ständig nur, über welche Themen sie nicht sprechen wollen. So wird das nichts."

Die IG BAU will im Rahmentarifvertrag die grundlegenden Arbeitsbedingungen der rund 600 000 Beschäftigten in der Gebäudereinigung zukunftsfähig gestalten und die Arbeitsqualität sicherstellen. Der Einstieg in ein Weihnachtsgeld ist für die Arbeitgeber ebenso ein Tabu, wie Zuschläge für Teilzeitkräfte, die mehr arbeiten müssen. Darüber hinaus fordert die IG BAU die Anpassung der Kündigungsfristen an die gesetzlich geregelten Mindeststandards, die Zulassung von IG BAU-Vertrauensleuten in Betrieben sowie eigene Lohngruppen für Gesellen und Industriereiniger.

"Wir sind sehr enttäuscht über diese Haltung der Arbeitgeber. Da ist das Signal für ein Entgegenkommen beim Branchentreuebonus lediglich ein kleines Trostpflaster", sagte Laux.

Die Verhandlungen werden am 19. September 2018 in Frankfurt am Main fortgesetzt.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt

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