Mobile Digitalwerkstatt an der Neumühler Salzmannschule mit Auswirkungen für die Gesamtstadt
„Auch die Mikrowelle ist ein Roboter“

Paul, Khaldoun und Charlene zeigen voller Stolz die von ihnen unter Anleitung zusammengebauten und programmierten Roboter.
Fotos: Reiner Terhorst
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  • Paul, Khaldoun und Charlene zeigen voller Stolz die von ihnen unter Anleitung zusammengebauten und programmierten Roboter.
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„Ich gebe einen Befehl ein, drücke hier drauf, und dann macht er das, was ich will“, sprudelt es aus Paul stolz hervor. Der Grundschüler an der Neumühler Salzmannschule meint „seinen“ Roboter, den er bei einer einwöchigen Mobilen Digitalwerkstatt unter Anleitung selbst zusammengebaut und programmiert hat.

Das Bauen und Programmieren von Robotern war aber länsgt nicht alles, was die Schüler in der Woche mit auf den Weg bekommen habe. Kindgerecht haben sie von den Cancen des Internets erfahren, aber auch von dessen Grenzen, Risiken und Gefahren. Die Mobile Digitalwerkstatt, ein Projekt des NRW-Schulministeriums und der Bezirksregierung, macht im ganzen Land an ausgesuchten Schulen Station und verdeutlicht, wie digitale Medien sinnvoll im Schulunterricht eingesetzt werden können und sollen.

Totz der tropischen Hitze waren die Neumühler Grundschüler ,mit „Feuer und Flamme“ dabei. Schülerin Charlene lacht: „Jetzt weiß ich auch, dass eine Mikrowelle Sun Roboter ist.“ Ihnen zur Seite standen mit Ronja Baetz und Stefan Ristics zwei erfahrene Trainer, die sofort den richtigen Ton trafen. Dank, Jubel und und freudiges Absklatschen waren sichtbare Zeichen, dass die Chemie zwischen Trainern und Trainierten stimmte.

Digitale Zukunft
gemeinsam gestalten

„Vor Beginn des Projektes haben wir das gesamte Kollegium und die Elternschaft mit eingebunden“, berichtet Schulleiterin Astrid Bittroff, denn „nur gemeinsam können wir die digitale Zusammenkunft und das Miteinander an unsererer Schule gestalten.“ In einer bevorstehenden Lehrerfortbildung werden die Ergebisse der „Werkstattwoche“ noch einmal analysiert. Auch die anderen Duisburger Schulen werden über das Resultat und die Auswirkungen informiert.

„Duisburgs Schulen bewegen sich mit Riesenschritten in eine gute digitale Zukunft“, ist der unter anderem für Bildung zuständige Beigeordnete Thomas Krützberg überzeugt. „Auch wenn wir im Rahmen des Digitalpakts die zur Verfügung stehenden Mittel zieloriertiert und nur schrittweise einsetzen können und werden, gibt es keine großen weißen Flecken in der Digitallandschaft unserer Schulen“, ergänzt er und war von der den Arbeitsergebnissen der „Salzmannschüler“ beeindruckt.

Gegenseitig aus
der Patsche helfen

Sie haben in weiteren Workshop E-Books geschrieben, sie ins Netz gestellt und dabei viel über Lizenzen erfahren, die man bei der Nutzung des Internets kennen und berücksichtigen muss. „Jetzt ist mir klar, dass man nicht alles, was man im Internet kann, auch wirklich darf“, ergämzt der computerbegeisterter Mitschüler Khaldoun, der darauf auch bei der Nutzung seines Smartphones achten will.

Neben dem Zusammenbauen des Roboters und dem Schreiben und Einstellen eines eigenen E-Books haben die Grundschüler mit ihren Trainern auh ein Computerspiel geschrieben und entwickelt. Auf dem Schulhof der direkt angrenzenden Gesamtschule Emschertal (GET) stand ein zwölf Meter langer Truck, in dem sich die imposamte Digitalwerkstatt der vielen Möglichkeiten befand.. „Auf unserem Schulhof war kein Platz und da helfen wir uns, wie auch sonst immer, gegenseitig aus der Patsche“, sagt Atsrid Bittroff. GET-Schulleiter Christoph Hönig berichtet, dass der Truck natürlich für reges Hinterfragen der älteren Gesamtschüler geführt habe, denn auch dort ist die Digialisierung an Duisburger Schulen ein Thema.

Krützberg: "Alle Schulen
mit W-Lan ausstatten"

„Als nächstes“, so Dezernent Krützberg“, wollen wir in einem überschaubaren Zeitfenster gewährleisten, dass alle Schulen unserer Stadt mit W-Lan ausgestattet werden, denn nur so hat ein digital unterstützer Unterricht überhaupt Sinn.“ Die anwesenden Pädagogen haben Krützbergs Worte aufmerksam zur Kenntnis genommen und hoffen, dass das Ganze nicht mehr allzu lange dauern wird.

Die Salzmannschule ihrerseits nutzte die Vorstellung der Ergebisse aus der Mobilen Digitalwerkstatt vor den Vertretern aus Verwaltung, Ministerium und Politik auch dazu, ihre Zusatzanngebote zu präsentieren, die weit über die üblichen Unterrichtsinhalte hinausgehen. So haben Schüler und Lehrer ein gemeinsames Schullied mit dem Titel „Hier ist was los!“ geschrieben und komponiert, den der Schulchor unter Leitung von Lehrein Petra Baumeister begeistert vortrug, am Klavier virtuos begleitet von deren Kollegin Nina Schäpers.

Digitalwoche erhält
ein großes Feedback

Die „Digitalwoche“ mit Ergebnis-Präsentation an der Neumühler Salzmannschule wird in jedem Fall ein Feedack in der Gesamtstadt finden. Mit Interesse hat nämlich das Schulmedienzentrum, angesiedelt in der Stadtbibiolthek im Stadtfenster an der Steinschen Gasse, die einwöchtige Digitalwerkstatt begleitet. Deren technische Grundausstattung soll bald angeschafft werden und für die Ausleihe an den Dzuisburger Schulen zur Verfügung stehen.

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