Aufruf der DGB-Gewerkschaften in Duisburg: Am 15. Mai wählen gehen!

ZUKUNFT GERECHT GESTALTEN!

Am Sonntag, dem 15. Mai, geht es um viel: In Nordrhein-Westfalen werden die politischen Weichen für die nächsten fünf Jahre gestellt. Die Duisburger DGB-Gewerkschaften fordern alle Arbeitnehmer*innen auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Denn: Wer wählt, entscheidet mit. Wer nicht wählt, wird trotzdem regiert!

Angelika Wagner, Vorsitzende des DGB Stadtverbandes Duisburg, erläutert die gemeinsame Position der Gewerkschaften: „Nordrhein-Westfalen steht vor enormen Herausforderungen, die durch die Folgen der Pandemie und des Krieges in der Ukraine noch verschärft werden. Durch Digitalisierung, Energiewende und Globalisierung befinden sich Arbeit, Wirtschaft und Gesellschaft in einem grundlegenden Wandel. Die Gewerkschaften erwarten eine Politik, die für Verteilungsgerechtigkeit sorgt und den ökologischen Wandel vorantreibt und sozial und demokratisch gestaltet. Für ein zukunftsfähiges, sozial gerechtes NRW brauchen wir eine neue Politik.“

Die Gewerkschaftsforderungen an die Parteien lauten:
• Gute und fair bezahlte Arbeit fördern.
• Gute Bildung für alle.
• Den Strukturwandel gerecht gestalten.
• Investitionen in Mobilität, Wohnen, Bildung und starke Kommunen.
• Einen attraktiven öffentlichen Dienst.

Dieter Lieske, Erster Bevollmächtigter der IG Metall und stellv. DGB Vorsitzender in Duisburg erklärt: „Duisburg ist Industriestandort Nummer eins. Damit das so bleibt, muss die nächste Landesregierung alles dafür tun, dass die ökologische Transformation der Industrie gelingt. Strukturwandel kann nur erfolgreich sein, wenn Klimapolitik und Erhalt von Industrie und guten, mitbestimmten Arbeitsplätzen zusammen gedacht werden.“

Sven Kalinowsi, stellvertretender Geschäftsführer vom ver.di Bezirk Duisburg-Niederrhein, erklärt: „Wir brauchen mehr Personal und Investitionen in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, ins Gesundheitswesen, in bezahlbaren Wohnraum und in die sozialen Dienstleistungen. Damit dies umgesetzt werden kann, brauchen wir endlich eine Lösung zur Entschuldung unserer Kommunen.“

Jens Petersen, Vertreter des IG BCE Bezirks Niederrhein im DGB Stadtverband, erklärt: „Die Beschäftigten in der Industrie leisten einen enormen Beitrag für unseren Wohlstand. Wir brauchen eine Politik, die die Arbeit dieser Menschen wertschätzt, Transformation positiv begleitet und sich aktiv für gute industrielle Rahmenbedingungen, Tarifbindung und Mitbestimmung einsetzt.“

Karina Pfau, Vorsitzende des IG BAU Bezirksverbandes Duisburg-Niederrhein, erklärt: „Wir haben nicht genug Wohnraum und zu viel marode Infrastruktur – da helfen keine kleinen Schritte. Wir brauchen eine Landesregierung, die den Kommunen mit einem Investitionsprogramm unter die Arme greift und den Menschen bezahlbares Wohnen ermöglicht.“

Karim Peters, Geschäftsführer der NGG Region Nordrhein, erklärt: „Die Landesverwaltung braucht wie die Kommunen ausreichend Personal, um ihre wichtigen Aufgaben zu erfüllen. Effektiver Arbeitsschutz ist kaum möglich, da sich rein rechnerisch ein Kontrolleur landesweit um 1.263 Betriebe kümmern muss. Der Kontrollblick auf die Gefahren am Arbeitsplatz darf nicht länger eine ‚Rarität der Arbeitswelt‘ bleiben.“

Rüdiger Wüllner und Tanja Junkers, Vorsitzende der GEW Duisburg, erklären: „Die Baustelle Bildung“ hat großen Sanierungsbedarf. Ausgerechnet hier hinkt NRW seit Jahren weit hinterher. Es fehlen dauerhaft deutlich über 200 Lehrkräfte in Duisburg. Das Land hat dadurch seit Anfang 2018 mindestens 40 Millionen € Personal-kosten nicht verausgaben müssen – zu Lasten der Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen und auf den Schultern überlasteter Lehrkräfte. Noch ein weiterer wichtiger Baustein: Sanierungen und Neubauten!

Harald Jurkovic, Vertreter der Gewerkschaft der Polizei und stellv. DGB Vorsitzender in Duisburg erklärt: „Zusätzlich zu bestehenden Herausforderungen wird der Ukraine-Krieg auch bei uns zu tiefgreifenden Verwerfungen führen. Deshalb brauchen wir eine Landesregierung, die die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen gerecht gestaltet. Und die den öffentlichen Dienst finanziell nicht immer mehr aushungert. Auch nicht bei der inneren Sicherheit.

Lothar Wawrzyniak, Vertreter der EVG im Duisburger DGB Stadtverband, erklärt: „
Wir fordern faire Bedingungen und gute soziale Mindeststandards für Arbeit und Ausbildung, auf die Verlass ist – das ist unser klarer Anspruch an die künftige Verkehrspolitik. Gute Arbeitsbedingungen und gute Ausstattung sind die Voraussetzungen für eine gelingende Mobilitätswende.“

Die Gewerkschaften im Deutschen Gewerkschaftsbund stehen für Toleranz, Vielfalt und Zusammenhalt und wen-den sich entschieden gegen jeden Versuch, die Gesellschaft zu spalten.

Deshalb rufen sie auf: Wählt demokratisch! Gebt Extremismus, Rassismus und Ausgrenzung keine Chance.

Weitergabe Presseinfo des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Niederrhein

Autor:

Theodor Groesdonk aus Duisburg

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