CDU zur Glückauf-Halle

Glückaufhalle: CDU erwartet zeitnahe Lösung für Vereine und Veranstaltungen

Mit der Glückaufhalle in Homberg wurde die erste Veranstaltungshalle für die Flüchtlingsunterbringung durch die Stadt akquiriert. „Diese Entscheidung mag in der aktuellen Situation notwendig sein. Allerdings ist die Glückaufhalle keineswegs geeignet, ohne umfassende Umbauten zum Schutz der Halle 200 Menschen zu beherbergen“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Enzweiler. Zudem berge die Entscheidung für die Glückaufhalle weitere Risiken: „Vereine und Veranstalter werden Kritik üben, wenn die Glückaufhalle langfristig nicht nutzbar ist. Die Stadt muss zeitnah eine andere Lösung anbieten, wenn sie den Konsens der Willkommenskultur nicht gefährden will“, mahnt Enzweiler.

Insbesondere die Karnevalisten sorgen sich um die bevorstehende Session. „Der Vorverkauf für Veranstaltungen in der Glückaufhalle hat bereits begonnen, die Künstler sind gebucht. Das Winterbrauchtum in Duisburg ist - neben vielen anderen Dingen - ein Kitt der Gesellschaft. Hunderte Aktive und tausende Gäste würden vor den Kopf gestoßen, wenn die geplanten Sitzungen nicht stattfinden können. Ich erwarte von der Stadt, dass sie schnell reagiert und gemeinsam mit den Gesellschaften und Vereinen eine Lösung erarbeitet“, sagt CDU-Ratsherr Elmar Klein, selbst Präsident einer Duisburger Karnevalsgesellschaft.

Und auch für Theater- und Musikabende steht die Glückaufhalle vorerst nicht zur Verfügung. „Der Flüchtlingsstrom wird nach allem was wir wissen nicht kleiner werden. Deshalb muss die Stadt grundsätzliche Überlegungen anstrengen, wie sie in Zukunft die Unterbringung der Flüchtlinge gewährleisten will. Schnellschüsse wie in Homberg, wo Politik, Vereine und Kulturschaffende vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, können nicht die Lösung sein“, sagt der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Frank Heidenreich.
Zumal immer dann, wenn in Duisburg Handlungsschnelle gefordert sei, die Kopflosigkeit der entscheidenden Personen offensichtlich wird, wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Enzweiler kritisiert: „Die Glückaufhalle wurde gerade erst für rund 1 Million Euro saniert. Unter anderem ist der Boden getauscht worden. Ein Schutz für den Boden hat das zuständige IMD aber offenbar nicht angeschafft. Die Feldbetten und das Hab und Gut der Flüchtlinge stehen auf dem ungeschützten Hallenboden. Dass dies nicht ohne Folgen bleibt, ist abzusehen“, sagt Enzweiler.

Vor diesem Hintergrund sieht die CDU-Fraktion die Notwendigkeit einer Zwischennutzung der Häuser der Zinkhüttensiedlung. „Wenn dort eine sinnvolle Unterbringung der Flüchtlinge für einen begrenzten Zeitraum gewährleistet werden kann, unterstützt die CDU selbstverständlich die Pläne der Verwaltung“, sagt Enzweiler abschließend.

Diese Pressemitteilung stamt von der Duisburger CDU.

Autor:

Andreas Rüdig aus Duisburg

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