Den freien Fall stoppen

Bevor Angela Merkel vor einem Jahr nach Marxloh kam, wurde der Stadtteil geputzt und gewienert. Inzwischen hat sich längst der Staub des Alltags auf die Straßen gelegt, und nicht nur der: Von Chaos, von Verwahrlosung, von immer größerer Kriminalität ist in diesen Tagen in sämtlichen Medien die Rede. Wenn's um misslungene Integration geht, ist Marxloh ohnehin bundesweit Ansprechpartner Nr. 1. Auch beim Aufreger-Thema "NoGo-Areas" war der Duisburger Norden ganz vorn, ebenso bei der geplanten (aber immer noch nicht umgesetzten) Videoüberwachung.
Bezirksbürgermeister Uwe Heider wird es nicht gerne hören, aber zusätzliche Kindergartenplätze und der Aufkauf von Schrottimmobilien allein werden die massiven Probleme in Marxloh nicht lösen. Am 25. August lädt Oberbürgermeister Sören Link zur nächsten Diskussion im Rahmen seiner Kampagne "Ihre Ideen, unsere Stadt" ins Hotel Montan ein. Es wäre gut, wenn dabei auch ein paar neue Ideen für Marxloh herauskämen - wenn wir alle dem freien Fall nicht länger zusehen wollen.

Dazu auch:
Marxloh - ein verlorener Stadtteil Duisburgs?

Autor:

Susanne Schmengler aus Duisburg

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