DGB-Gewerkschaften empört: Geschäftsführer von Zoo Zajac stellt Grundrechte in Frage.

Der Geschäftsführer des Zoo Handels Zajac hat mit einem Plakat mit der Aufschrift „Gewerkschaften zerstören den Einzelhandel“ für eine große Empörung bei den Gewerkschaften und der Stadtgesellschaft gesorgt. Dies hat laut WDR Bericht am 19.10.2020 auch viele Kunden irritiert. „Der arbeitsfreie Sonntag ist im Grundgesetz verankert und steht damit im besonderen Schutze unserer Gesellschaft. Hiermit wird nicht, wie von Zajac beschrieben, der Einzelhandel zerstört, sondern im Gegenteil eine gesetzliche Arbeitsruhe von Beschäftigten garantiert“, so Angelika Wagner, Vorsitzende des DGB in Duisburg.

Auch in den letzten Wochen war der verkaufsoffene Sonntag ein Thema. In Ausnahmefällen dürfen Geschäfte anlassbezogen öffnen. Dies hat auch nochmal das Oberverwaltungsgericht festgestellt. „Das Urteil hat gezeigt, dass Sonntagsöffnungen ohne konkrete Anlässe rechtswidrig sind. Als Gewerkschaft ist es daher unser Hauptanliegen, den Sonntagsschutz für die Beschäftigten gerade in Corona-Zeiten zu garantieren“, so Martina Hüskes, Bezirksgeschäftsführerin der Ver.di Duisburg/Niederrhein. „Beschäftigte im Einzelhandel haben zudem meist eine 6-Tage-Woche. Da bleibt der Sonntag als einziger freier Tag für Aktivitäten neben der Arbeit. Auch der Zoohandel Zajac hat sechs Tage die Woche geöffnet. Deshalb ist mindestens ein freier Tag in der Woche für die Beschäftigten unabdingbar“, so Hüskes weiter.

Die Botschaft auf dem Banner der Geschäftsführung vom Zoohandel hat die Gewerkschaften zudem stark empört. „Wir fordern die Geschäftsführung auf, das Banner wieder abzuhängen, damit ein respektvolles und würdevolles Miteinander weiterhin möglich ist“, so Wagner abschließend.

Weitergabe Presseinfo des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Niederrhein

Autor:

Theodor Groesdonk aus Duisburg

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