DGB Hochschulgruppe HSRW zeigt Flagge für Weltoffenheit und Toleranz in der Wissenschaft

Nora Warschewski

Die DGB Jugend am Niederrhein verfolgt mit Sorge die anhaltenden Angriffe, insbesondere der AfD, auf Lehre, Forschung und praktische Arbeitsfelder. Die jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter an der Hochschule Rhein-Waal engagieren sich für eine freie und solidarische Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst verschieden sein können. Sie stellen sich damit klar gegen jeden Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus in der Hochschullandschaft zur Wehr.

„Vor allem durch rechte Bewegungen oder auch Parteien, wie der Alternative für Deutschland, werden populistische Inhalte und Theorien verbreitet. Umso wichtiger ist es, dass wir uns als Studierendenschaft inhaltlich mit diesen Aussagen auseinandersetzen und mit aller Kraft gegen rechtsradikale und wissenschaftsfeindliche Aussagen an unserer Hochschule positionieren.“, erklärt Tolgay Özdemir von der DGB Hochschulgruppe an der HSRW. „Aussagen wie ‚Die Flüchtlinge kommen doch nur wegen der Sozialleistungen‘ oder dass der Islam nicht zu Deutschland gehöre, sind direkte Angriffe auf das friedliche Zusammenleben bei uns. Ebenso dürfen wissenschaftsfeindliche Aussagen, zum Beispiel bezüglich des Klimawandels, in unserem akademischen Umfeld nicht akzeptiert und toleriert werden.“, erläutert er ergänzend.

„Als eine Interessensvertretung der Studierenden und als gewerkschaftlich aktive Hochschulgruppe, sehen wir uns in der Pflicht, Stellung zu beziehen.“, so Nora Warschewski. „Wir sind der Meinung, dass eine Hochschule, die einen Beitrag zu einer demokratischen und friedlichen Gesellschaft leisten soll und sich zu dem das Label ‚weltoffene Hochschule‘ auf die Fahne schreibt, sich auch im Campusalltag klar positionieren muss. Für uns ist dabei Antirassismusarbeit und politische Bildung ein wichtiger Bestandteil der gewerkschaftlichen Studierendenarbeit. Dabei gilt es sich auch immer entschieden gegen Vorurteile, Halbwahrheiten und Behauptungen zu stellen und diese zu entkräften.“, führt sie aus.

Die Semesterferien nutzen die Mitglieder der DGB Hochschulgruppe um verschiedene Veranstaltungen für das Wintersemester zu planen. „Wissen gegen Rechts“ ist das Motto. Mit eigenen Aktionen und Workshops gemeinsam mit Kooperationspartnern wird die Gewerkschaftsjugend an den Campussen in Kleve und Kamp-Lintfort aktiv.

„Wir sind entschlossen, unsere Arbeit in den kommenden Semestern fortzuführen und bei jeder nötigen Gelegenheit stets klare Kante gegen Rechtsextremisten und ihren Verbündeten zu zeigen. Wir leisten mit unserer Arbeit am Campus unseren Anteil an dem gesamtgesellschaftlichen Auftrag durch Bildung und vorgelebte Demokratie.“, ergänzt Fabian Kuntke, Jugendbildungsreferent der DGB Jugend Niederrhein, abschließend.

Weitergabe Presseinfo des Deutschen Gewerkschaftsbundes Region Niederrhein

Autor:

Theodor Groesdonk aus Duisburg

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