Schade – Chance vertan!
Gemeinsam mit der AfD stimmen SPD, CDU, Grüne, Linke und sonstige gegen Gebetsruf

Der gestrige Ratsbeschluss ist ein trauriger Rückschlag für die Gleichberechtigung aller Religionsgemeinschaften in Duisburg. Alle anderen Fraktionen haben sich gegen unseren Antrag gestellt, den Gebetsruf für Moscheegemeinden im Konsens zu ermöglichen.

Das Kompromissangebot unseres Ratsherren Ayhan Yıldırım, Ratsfraktion Tierschutz / DAL, eine interfraktionelle Position gemeinschaftlich zu erarbeiten, wurde auch schnöde zurückgewiesen.

Vehement hat sich unser Ratsherr für die Moscheegemeinden unserer Stadt eingesetzt. Leider wurde er von den anderen Ratsleuten mit muslimischen Hintergrund schmählich im Stich gelassen und sogar von einem SPD-Ratsvertreter mit heftigen Vorwürfen angegangen. Eigene Vorschläge und Ideen zum Thema hatte er aber nicht. Außer billigen Populismusvorwürfen und der haltlosen Behauptung, es gäbe keinen Wunsch der Moscheegemeinden nach einem Gebetsruf, hatten die Vertreter der herrschenden Politik keinerlei Lösungsvorschläge im Angebot.

Die örtliche Politik und Verwaltung ist offensichtlich nicht bereit, sich mit den Moscheegemeinden für eine konstruktive Lösung zusammenzusetzen, um den Gebetsruf im Konsens zu ermöglichen.

Nach über 60 Jahren werden Muslime und islamische Gemeinden immer noch von der herrschenden Politik nicht als selbstverständlicher Teil der Stadtgesellschaft betrachtet. Diese Geringschätzung, verbunden mit der Verweigerung, Grundrechte auch im alltäglichen Leben zuzulassen, wird nicht mehr hingenomnen.

Wir werden nicht lockerlassen uns auch weiterhin für eine echte Gleichberechtigung aller Duisburger Bürger, gleich welchen Glaubens einzusetzen. Sich für Gleichberechtigung einzusetzen, hat nichts mit Populismus zu tun.

Foto. pixabay

Autor:

Ben Touaibia (Unabhängige Wählergemeinschaft für Tierschutz Duisburg) aus Duisburg

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