Grüne Energiepolitiker in Duisburg verurteilen Vorschläge für weiteren neuen Kraftwerksblock in Walsum

Am Rande eines interfraktionellen Gespräches in der Bezirksvertretung Walsum wurden nun konkretere Vorschläge bekannt, einen weiteren neuen Kohleblock in Walsum zu bauen. Damit würde die Idee eines Kraftwerksparks direkt neben dem alten Ortskern von Walsum weiter verfolgt.

„Völliger Unsinn“, sagt Matthias Schneider, Sprecher der Grünen in Duisburg und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Energie der Grünen. „Solche Investitionen machen keinen Sinn mehr, weil wir in einigen Jahrzehnten im Strombereich sowieso auf nahezu 100 % Erneuerbare Energien umgestellt haben müssen.“ Ein Kohlekraftwerk rechne sich erst nach 12-15 Jahren, wenn überhaupt. “ Der Kohlepreis wird massiv steigen, die CO2-Mengen müssen zum Schutz auch unseres Klimas massiv reduziert werden und in der Stahlindustrie beispielsweise sind dem Klimaschutz enge Grenzen gesetzt, „so Schneider weiter.

Ralf Welters, Pressesprecher des Ortsverbandes Walsum der Grünen ist wütend darüber, dass Walsum weiter mit Kohlekraftwerken zugebaut werden soll. „Was das für unsere Luftreinhaltung bedeuten würde, ist abzusehen. Wir sollen die Dreckecke der Nation werden!“. Er erinnert an die Versprechen, die im Zusammenhang mit dem Kauf der STEAG durch die Stadtwerke im Ruhrgebiet abgegeben wurden: „ In den Ratsbeschlüssen wurde festgehalten, dass man einen ökologischen Umbau der STEAG durchführen wolle. Das wäre aber kein Umbau, sondern ein ökologisches Desaster!“.

Die grünen Energiepolitiker stellen fest: Beteuerungen, alte Kraftwerksblöcke sollten abgeschaltet werden, sind äußerst unglaubwürdig. „Das ist überhaupt nicht der Trend. Überall werden die alten Kohlekraftwerke weiter betrieben“, sagt Ralf Welters.

„Alle Investitionen müssen jetzt in erneuerbare Energien, in Energieeffizenz und Energieeinsparungen gehen“, sagt Matthias Schneider. „Das ist zukunftsorientiert und sichert die Investitionen. Eine STEAG, die weiterhin größtenteils eine reine Steinkohle-AG bleibt, die können wir dann bei einer Bad Bank abgeben“. Öffentliche Gelder würden verschwendet, anstatt sie für zukunftsträchtige Investitionen wie Windanlagen mit Stromspeichern zu verwenden. Auch das Wasserkraftwerk an der Ruhrmündung werde völlig unverständlicherweise nicht weiter verfolgt.

Besonders absurd findet Ralf Welters die Diskussion über einen neuen Block, wo das neueste „Prunkstück“ der STEAG nicht in Gang kommt. „Der versprochene Wirkungsgrad ist offensichtlich gar nicht erreichbar, immer wieder treten Risse auf, das Material ist nicht geeignet. Höchstwahrscheinlich muss der ganze Kessel wieder raus. Und währenddessen läuft uns die Zeit für die Umstellung auf Erneuerbare Energien davon“. STEAG solle erst mal ihre Hausaufgaben machen, bevor sie weitere hochtrabende Pläne schmieden würde.

Autor:

Ralf Welters aus Duisburg

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