IG BAU verurteilt Verhaftungen von Bauarbeitern am Istanbuler Flughafen

Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU
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  • Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU
  • Foto: IG BAU Alexander Paul Englert
  • hochgeladen von Theodor Groesdonk

Beschäftigte im Streik gegen schlechte Arbeitsbedingungen

Frankfurt am Main, 20.09.2018
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat die mangelhaften Arbeitsbedingungen beim Bau des dritten Flughafens in Istanbul scharf kritisiert. „Es hat bereits tödliche Arbeitsunfälle gegeben, weil der Arbeitsschutz nicht eingehalten wird. Außerdem berichten die Beschäftigten von geprellten Löhnen und einer unmenschlichen Unterbringung. Das sind unhaltbare Zustände, gegen die die Bauarbeiter zu Recht in den Streik getreten sind“, sagte IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger.

Die Gewerkschaft verurteilt insbesondere die Festnahme von mehreren Hundert Beschäftigten, die sich für bessere Arbeitsbedingungen eingesetzt haben. „Der Arbeitsschutz auf der Flughafen-Baustelle muss dringend verbessert werden, um Arbeitsunfälle zu vermeiden“, so IG BAU-Vize Dietmar Schäfers, der auch Präsident der Europäischen Föderation der Bau- und Holzarbeiter (EFBH) ist. Zudem müssten alle Beschäftigten freigelassen werden, die allein deshalb in Haft seien, weil sie sich gegen schlechte Arbeitsbedingungen gewehrt hätten, so Schäfers.

Der neue Istanbuler Flughafen ist seit 2015 im Bau und soll mit einer Kapazität von jährlich 150 Millionen Passagieren der größte Airport der Welt werden. Er gilt als Prestigeprojekt von Staatspräsident Erdogan. Die Eröffnung ist für den 29. Oktober geplant. Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) hatte von 42 Todesfällen auf der Baustelle berichtet. Am Wochenende war eine Demonstration der Bauarbeiter gewaltsam niedergeschlagen worden.

Weitergabe Presseinfo der IG Bauen-Agrar-Umwelt

Robert Feiger, Bundesvorsitzender IG BAU
Dietmar Schäfers, Stellvertretender Bundesvorsitzender IG BAU

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