Stilles Örtchen für die Hamborner Markthändler ist vor allem sauber
Saubere Sache in Hamborn - „Zwei Fliegen mit einer Klappe“

Die Hamborner Markthändler können ab sofort einen „eigenen“ Toiletten-Container an der Parallelstraße nutzen. Den haben jetzt (v.l.) IMD-Geschäftsführer Jürgen Kugelberg, Bezirksbürgermeister Uwe Heider und Uwe Kluge, Geschäftsführer von Duisburg Kontor, offiziell übergeben. 
Fotos: Reiner Terhorst
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  • Die Hamborner Markthändler können ab sofort einen „eigenen“ Toiletten-Container an der Parallelstraße nutzen. Den haben jetzt (v.l.) IMD-Geschäftsführer Jürgen Kugelberg, Bezirksbürgermeister Uwe Heider und Uwe Kluge, Geschäftsführer von Duisburg Kontor, offiziell übergeben.
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Hamborns Markthändler brauchen jetzt nicht mehr die Nase rümpfen. Das war bisher der Fall, denn den Gang zur Toilette empfanden viele von ihnen zuletzt als Zumutung.

Eine neue Container-Anlage auf dem alten Schulhof des heutigen Volkshochschul-Gebäudes an der Parallelstraße beendet jetzt eine Situation, die sowohl den Marktbeschickern als auch den örtlichen Poltikern im wahren Sinn des Wortes zum Himmel stank. 

Wie wichtig allen Beteiligten die Angelegenheit ist, beweist, dass bei der offiziellen Container-Übergabe neben Bezirksbürgermeister Uwe Heider auch der Geschäftsführer von Duisburg Kontor, Uwe Kluge, sein Bereichsleiter Märkte, Udo Jesel, und IMD-Geschäftsführer Jürgen Kugelberg vor Ort am neuen stillen Örtchen waren. Was lange währte, ist jetzt endlich gut geworden.

In der Bezirksvertretung Hamborn war die marode alte Toilettenanlage mit ihrem Umfeld schon mehrfach Thema. Zunächst sprach sich das Bezirksparlament für den Abriss der alten Anlage aus und favorisierte einen Neubau.

Der Putz fiel
von den Wänden

Der allerdings war aufgrund fehlernder Haushaltsmittel Utopie oder ein Projekt für den „St. Nimmerleins-Tag“, wie es der Bezirksbürgermeister ausdrückt. So kam es zu dem Beschluss, zeitnah nach Alternativen zu suchen. Die alte WC-Anlage war ramponiert und verdreckt, Putz fiel von den Wänden und oftmals war die Wasserzufuhr defekt. Eine Sanierung wäre nur mit immensen Kosten möglich gewesen.

Deshalb kamen Politik, Duisburg Kontor und IMD nach etlichen Gesprächsrunden auf die gemeinsame Idee, die freie Fläche neben der maroden Anlage für eine Containerlösung zu nutzen. „Damit“, so Uwe Heider, habe man „zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.“ Die nicht gut einsichtbare Freifläche war zwischenzeitlich Tummelplatz für die Drogenszene und Stadtstreicher geworden. „Dieser unerwünschte Versammlungsort existiert jetzt nicht mehr, und die Markthändler haben zudem wieder eine begehbare Toilette, getrennt nach Männlein und Weiblein“, freut sich Heider.

Unendliche Geschichte
mit sauberem Ende

„Solche WC-Container haben sich auf Großbaustellen bewährt“, erläutert Uwe Kluge. Die monatlichen Mietkosten von überschaubaren 200 Euro im Monat übernimmt Duisburg Kontor. Kluge: „Für uns ist eine Verpflichtung, unseren Marktkaufleuten eine vernünftige Toilette zur Verfügung zu stellen. Alle Markthändler haben jetzt die entsprechenden Schlüssel erhalten.“ Von der Öffentlichkeit genutzt werden kann der Container nach den negativen Erfahrungen mit der alten Anlage nämlich nicht. Hier wurden und werden Gespräche mit den umliegenden Geschäften und Cafés geführt, sich an der Aktion „Nette Toilette“ zu beteiligen.

Die Kosten für den Container-Aufbau und die Installation der Versorgungsleitungen betragen 5.000 Euro. Wer die letztlich übernimmt, klären Duisburg Kontor und IMD noch. Jürgen Kugelberg: „Das ist unter gut zusammenarbeitenden städtischen Tochtergesellschaften so üblich.“ Jedenfalls hat eine nahetu unendliche Geschichte jetzt endlich ihr „sauberes Ende“ gefunden.

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