Waldsterben und Klimaerwärmung sind Vorboten einer globalen ökologischen Katastrophe

Politiker der Grünen in Duisburg sehen den kürzlich vorgestellten nordrhein-westfälischen Waldschadensbericht und den UNO Sonderbericht Extremwetter im Zusammenhang. Die Auswirkungen von Klimaschädigung und Luftverschmutzung, auch hier in Duisburg, sehen die Grünen als Beleg für die Notwendigkeit eines schnellen, politischen und ökologisch nachhaltigen Handelns.

Der Zustand der Wälder in NRW ist alarmierend schlecht. Die Forstbetriebe hier, aber auch die Naturschutzverbände und -initiativen, bestätigen die Feststellung, dass nur noch jeder vierte Baum als gesund gilt. Als Gründe für diese dramatische Entwicklung kommen zweifelsfrei die weltweite Klimaveränderung, die hohe Schadstoffbelastung und der hohe Schädlingsdruck in Betracht. Hinzu kommen eben diese lokalen Klimaveränderungen mit den einhergehenden extremen Wetterlagen wie Orkanen und langen Dürreperioden, die neben dem angeknacksten Baumbestand auch den Volkswirtschaften zusätzlich zu schaffen machen.

Matthias Schneider, Sprecher der Duisburger Grünen und Sprecher der grünen Bundesarbeitsgemeinschaft Energie, sowie Ralf Welters, Vorstandsmitglied der Grünen in Duisburg-Walsum, sehen in dieser Entwicklung dringenden Handlungsbedarf.

Matthias Schneider: "Es ist schon Minuten nach Zwölf, was den Zustand unserer Atmosphäre angeht. Es ist aber sicherlich noch nicht zu spät, diesen Problemen entschieden entgegen zu treten. Nachhaltige ökologische Umwelt- und Energiepolitik findet auch gerade vor Ort statt. Deshalb haben wir Grünem in Duisburg bei unserer letzten Mitgliederversammlung Beschlüsse auf den Weg gebracht, die vor allem konkrete und verbindliche Pläne für den Weg zu erneuerbaren Energien in Duisburg fordern . Wir müssen Klima und Umwelt schonen. Wir wollen die lokalen Energieerzeuger erreichen, wollen aber auch die lokalansässige Schwerindustrie in die Pflicht nehmen."

"Es ist schon schockierend, dass die Fehler, die auf lokaler Ebene gemacht werden, so weitreichende Folgen haben. Wir haben die Pflicht, den Energieverschwendern und Luftverschmutzern vor Ort auf die Füße zu treten, denn rein auf Profit ausgelegte Strategien werden eben Dürre- und Überschwemmungskatastrophen, aber auch das Waldsterben weiter voran treiben.
Neben den gigantischen Kosten, die von den Industrieländern auferlegt werden, sind es eben die Entwicklungsländer und damit ein Großteil der Menschen auf diesem Planeten, die dafür mit ihrer Gesundheit oder gar ihrem Leben zu zahlen haben. Das dürfen wir nicht zulassen!" fügt sein Parteifreund Ralf Welters hinzu.

Die Maßnahmen, die das städtische Umweltdezernat hier in Duisburg bisher ergriffen hatte, um dem lokalen Waldsterben entgegen zu wirken, indem pro Jahr 5 Hektar der Waldfläche mit Wärme und Trockenheit resistenten Bäumen bepflanzt wird, begrüßen beide Umweltpolitiker. Gleichzeitig sollten aber auch geeignete Überwachungsmaßnahmen getroffen werden, die Schadensverursacher eindeutig erkennen und zur Rechenschaft ziehen. Als Beispiel nennen Schneider und Welters die hohe Emissionsbelastung im Duisburger Norden durch Schwermetalle, wo der oder die Verursacher bis heute noch nicht zweifelsfrei identifiziert wurden.
"Der so genannte Begriff der Hintergrundbelastung der Umwelt, hinter dem sich jeder verstecken konnte, hat ausgedient und Sonderbehandlungen der schwerindustriellen Betriebe können und dürfen wir hier in Duisburg zukünftig nicht mehr zulassen" so Grünen-Sprecher Matthias Schneider. „Jetzt geht es um einen Dialog darüber, wie wir unsere Atmosphäre schützen, nicht mehr um das ob“.

Autor:

Ralf Welters aus Duisburg

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