"Wir sind Duisburg und nicht ihr!": Duisburg stellt sich gegen Pegida quer

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„Hier und heute zeigen wir der Pegida, welcher Geist durch unsere Stadt weht. Wir lassen unsere Stadt nicht spalten in Christen und Muslime.“ Oberbürgermeister Sören Link machte am Montagabend ebenso deutlich, dass in Duisburg kein Platz für Hetze und Populismus ist wie die über 3000 Bürger, die dem Aufruf des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage und des DGB gefolgt waren, um gemeinsam auf dem Opernplatz ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu setzen.

„Gerade jetzt gemeinsam: Juden, Christen und Muslime, Agnostiker und Atheisten stehen zusammen und teilen ihre Trauer, ihr Entsetzen über die furchtbaren Anschläge in Paris ebenso wie über die zunehmenden Terrorangriffe gegen Menschen anderen Glaubens in vielen Teilen der Welt“, betonte Superintendent Armin Schneider. Klar und unmissverständlich müsse von dieser Kundgebung die Botschaft an Pegida ausgehen: „Ihr habt weder in Duisburg noch in anderen Städten irgendetwas verloren. Wir lassen uns durch euch unsere Stadtgesellschaft nicht spalten.“

Rund 1000 Menschen waren dem Aufruf des Duisburger Netzwerks gegen Rechts gefolgt, kamen auf dem Bahnhofsvorplatz zur Gegendemo zusammen. Am Fernbusbahnhof wuchs die Pegida-Zahl laut Polizeiangaben von zunächst 85 auf 400 und während des Umzuges auf etwa 600 Teilnehmer (davon – so die Ordnungshüter – 250 aggressive Hogesa). Die „Initiative gegen Duisburger Zustände“ versammelte am Kaufhof rund 100 Demonstranten.

Beim Versuch von linken Autonomen, gegen 19.40 Uhr Sperrstellen der Polizei zu durchbrechen, gab es vier verletzte Polizisten, drei sind nicht mehr dienstfähig. Nach Beendigung der Pegida-Veranstaltung kurz vor 20 Uhr versuchten 150 bis 200 Personen des linken Spektrums in den Bahnhof zu gelangen. Das verhinderte die Polizei mit starken Kräften.
Eine Person, die Bengalos auf einen Beamten geworfen hatte, wurde festgenommen. Einen weiteren Mann „kassierte“ die Polizei am Krankenhaus. Er war dort auf Polizisten losgegangen, die auf ihre verletzten Kollegen warteten.

Autor:

Frank Preuß aus Duisburg

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