Stadt Duisburg informiert über aktuellen Corona-Stand
"Wir warten auf Impfstoff!"

Viel Lob gab und gibt es für die Einsatzkräfte im Duisburger Impfzentrum. Sie sorgen dafür, dass sich die zu Impfenden im Theater am Marientor gut aufgehoben und sicher fühlen.
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  • Viel Lob gab und gibt es für die Einsatzkräfte im Duisburger Impfzentrum. Sie sorgen dafür, dass sich die zu Impfenden im Theater am Marientor gut aufgehoben und sicher fühlen.
  • Foto: Randolf Vastmans
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Konsequente Testung, konsequente Kontrollen und nicht zuletzt der "Duisburger Pragmatismus", der vieles möglich macht: Diesen drei "Säulen" im Kampf gegen das Coronavirus sei es zu verdanken, dass die Stadt, vormals knapp bei 300, gerade an der 50er-Marke bei der Sieben-Tage-Inzidenz "knabbert". Das sagt Andree Haack, aktuell Leiter des Duisburger Krisenstabes. Somit kann das Gesundheitsamt Kontakte gut nachverfolgen. Sorgen bereiten allerdings die Virusmutationen.

Über den aktuellen Stand zum Thema Coronavirus in Duisburg informierten am Donnerstag Oberbürgermeister Sören Link, Krisenstabsleiter Andree Haack, Gesundheitsamtsleiter Ludwig Hoeren und Christian Umbach, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Duisburg.
Froh und dankbar zeigte sich OB Sören Link darüber, dass sich die Stadt, gemeint sei nicht nur die Verwaltung, erfolgreich und konsequent gegen das Virus gestemmt habe. Der restriktive Kurs habe Wirkung gezeigt. Aber auch die Bürger hätten, durch zunehmende Einhaltung der Corona-Regeln, ihren Teil dazu beigetragen. Eine hoch professionelle Arbeit bescheinigt Link den Kräften im Impfzentrum. Wer sich im Theater am Marientor impfen lasse, könne sich dort gut aufgehoben und sicher fühlen. Allerdings würden derzeit die Kapazitäten im Impfzentrum nur zu zehn Prozent ausgeschöpft. "Wir warten auf Impfstoff!"

Die Impfung in Alten- und Pflegeheimen, angesichts der Todeszahlen besonders wichtig, ist allerdings nahezu abgeschlossen. Rund 90 Prozent aller Bewohner, 80 Prozent der Mitarbeiter seien geimpft. Das berichtet Christian Umbach, stellvertretender Feuerwehr-Chef.

Impfung in Alten- und Pflegeheimen nahezu abgeschlossen

In der ersten Februarwoche habe man zudem mit der Impfung von Klinikpersonal auf Covid- und Intensivstationen begonnen, ab dem 10. Februar mit der Impfung von Mitarbeitern mobiler Pflegeteams, um so deren Schützlinge, Pflegebedürftige in den eigenen vier Wänden, zu sichern. Die Impfung der zu Pflegenden daheim werden mobile Teams übernehmen.
29.500 Impfungen sind, Stand 17. Februar, in Duisburg durchgeführt worden (18.500 Erst-, 11.000 Zweitimpfungen). Von den 14 Impfstraßen im Theater am Marientor werden derzeit sechs genutzt, und das auch nur von 14 bis 20 Uhr. Wie gesagt: Es fehlt an Impfstoff.

"Das Land hat ab Mitte März mehr Impfstoff in Aussicht gestellt", teilt Krisenstabsleiter Andree Haack mit. Er hoffe, dass ab Ende März das Impfzentrum dann in voller Auslastung arbeiten könne. In Aussicht gestellt hat das Land auch Schnell- beziehungsweise Spucktests für den Schulbetrieb. "Wir kennen aber noch keine Details", so Haack, "wir wissen auch nicht, wo in der Kürze der Zeit die benötigten Mengen herkommen sollen."

Je mehr Impfungen, je mehr Lockerungen

Je mehr Impfungen, je mehr Lockerungen durch Land und Bund. "Wie viel Lockerungen möglich sind, hängt ganz entscheidend davon ab, dass wir uns als Gesellschaft impfen lassen", so OB Sören Link. Nach der ersten Welle habe es zu früh Lockerungen gegeben. "Diesen Fehler werden wir nicht wiederholen."

Zumal die Virusmutationen auch in Duisburg auf dem Vormarsch sind. Bei 22 Prozent liegt bundesweit der Anteil. In Duisburg lag er in der sechsten Kalenderwoche bei etwas über 20 Prozent, Tendenz deutlich steigend. Diese Zahlen nennt Gesundheitsamtsleiter Ludwig Hoeren. So ist auch der Inzidenzwert die letzten Tage wieder leicht gestiegen (Montag 52,9, Mittwoch 55,5). 128 mutierte Virenfälle, vor allem die britische Variante (Stand Donnerstag), gab Hoeren bekannt. "Ohne diese Mutationen ginge der Inzidenzwert in Duisburg Richtung 35." Dennoch sei das Gesundheitsamt angesichts der derzeit niedrigen Fallzahlen gut in der Lage, Kontakte nachzuverfolgen.

Autor:

Sabine Justen aus Duisburg

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